Reportage: Gemischtes Doppel – Geisterbilder bei 3D
Das größte Ärgernis bei 3D-Filmen sind Doppelkonturen. Sie können viele Ursachen haben – und oft kann man nichts dagegen tun.
Der Leser war verunsichert: Warum eigentlich wird in den Blu-ray-Tests in audiovision das Ghosting nicht erwähnt? Schließlich kann dieser Fehler den ganzen 3D-Genuß verderben. Und er verwies die Redaktion auf ein Webportal, das in seinen Filmbesprechungen genau angibt, wie sehr die Scheibe zu Doppelkonturen neigt, in der Fachsprache Crosstalk oder Übersprechen genannt.
Die Antwort fiel einfach aus, auch wenn sie für viele Leser nicht sofort nachvollziehbar ist: Es gibt kein Ghosting auf Blu-ray. Ein 3D-Film wird mit zwei Kameras aufgenommen oder es werden die beiden Perspektiven am Computer errechnet und dann landen die beiden Bilder für links und rechts auf der Scheibe – und zwar unabhängig voneinander.
Auch bei weniger exzellentem 3D gibt es weder in der Quelle noch in der Übertragung eine Vermischung der beiden Seiten, weder bei künstlich auf 3D getrimmten Filmen noch bei Ausstrahlung im Side-by-side-Format wie auf dem 3D-Kanal von Sky. Der Effekt kommt immer vom Bildschirm in Kombination mit der Brille.
Das mag viele Zuschauer erstaunen, denn bei manchen Filmen sieht er deutliche Doppelkonturen, bei anderen dagegen praktisch nichts. Doch das mag daran liegen, wie der 3D-Effekt im jeweiligen Film genutzt wird und welche Schwierigkeiten der Bildschirm damit hat.
Wobei es eine Besonderheit gibt: Die Sony-OLED-Brille HMZ-T1 liefert nicht nur ein 3D-Bild, das genauso hell ist wie 2D, sondern hat dank zweier Mini-Displays keinerlei Übersprechen. Das linke Auge hat nicht den Hauch einer Chance zu erhaschen, was das rechte Auge sieht. Und so gibt es keine Doppelkonturen.
Auf der IFA im September zeigte Mitsubishi neue 3D-Brillen, die das Übersprechen verringern sollen.
Schnelles Umschalten
Bei allen 3D-Bildschirmen, die nicht mit zwei Panels arbeiten, kommt
es darauf an, wie die beiden Ansichten für links und rechts getrennt
werden. Bei Shutterbrillen ist die Zeit entscheidend, denn auf der einen
Seite darf erst geöffnet werden, wenn nur noch das zugehörige Bild zu
sehen ist. Und das ist schwierig, denn der Bildaufbau dauert halt eine
gewisse Zeit, vor allem bei LCD. Denn da wird, wie bei einer Röhre, mit
dem Schreiben der Bildinformation links oben begonnen und geht dann
zeilenweise bis nach unten rechts. Das dauert bei einem 50-Hertz-Gerät
eine 50-stel Sekunde, also 20 Millisekunden. Dann steht das Bild und man
könnte die Brille öffnen, doch dann muss eigentlich schon das nächste
Signal dargestellt werden.
Ein komplett fertiges Bild hat man bei LCD daher nur, wenn zwei
Schreibzyklen zusammengefasst werden, einer für den Aufbau und ein
zweiter für das Halten während der Öffnung der Brille. Unter 196 Hertz
(jeweils 48 Hz pro Auge) geht also nichts. Doch es kommen weitere
Probleme dazu: Eine Flüssigkristallzelle braucht eine gewisse Zeit zum
Umschalten, die für normale 2D-Darstellung lediglich unter der Zeit
liegen muss, bis das nächste Bild kommt. Bei 3D dagegen addiert sie sich
dazu, da mit dem Umschaltimpuls der jeweilige Pixel noch nicht das neue
Signal zeigen kann. Das heißt, dass selbst nach Ansteuerung der letzten
Zeile die Darstellung noch nicht perfekt ist, zumindest nicht weiter
unten, wo sich die Flüssigkristalle gerade erst umorientieren.
Eine regelbare Brille wie dieses Modell von Xpand könnte
viele Probleme beseitigen.
Wobei die Reaktion recht unterschiedlich ausfällt, je nach Mixtur der
Kristalle und je nach Ansteuerung. So kann der Wechsel von Schwarz nach
Weiß sehr schnell gehen, der in die andere Richtung aber langsam – oder
umgekehrt. Das bedeutet, dass eine dunkle Kontur vor hellem Hintergrund
wenig Probleme macht, eine helle Kante aber doppelt zu sehen ist. Es
liegt also auch am Bildmaterial, welcher Schirm Doppelkonturen zeigt und
welcher nicht.
Bei Plasma stellen sich andere Probleme. Hier werden immer alle Pixel
gleichzeitig angesteuert, mit unterschiedlich pulsierenden Entladungen,
die Phosphor in der jeweiligen Zelle zum Leuchten anregen. Der leuchtet
allerdings etwas länger, als die Entladung dauert – und muss das auch,
damit genug Helligkeit erzeugt wird. Da dafür vor allem die grünen Pixel
verantwortlich sind, sieht man das Nachleuchten unter Umständen noch,
wenn schon das andere Auge dran ist. Der Schatten der Doppelkontur
tendiert dann in Richtung Grün. Panasonic versucht, diesen Effekt zu
minimieren, indem die stärksten Impulse an den Anfang des Bildaufbaus
gelegt werden.
Bei Projektoren kann man unterscheiden zwischen analog angesteuerten
Panels wie HTPS-LCD und SXRD einerseits und digitalen Chips wie DLP oder
D-ILA. Die analogen Bauteile verhalten sich wie LCD-Bildschirme,
brauchen also die vierfache Hertz-Zahl, während bei den digitalen die
Verdoppelung reicht. Bei LCD, D-ILA und SXRD gibt es geringe
Reaktionsverzögerung, bei DLP gar keine.
Bei analog angesteuerten Displays wie einem LCD werden 196, 200 oder 240 Hertz benötigt,
um eine saubere Trennung zwischen den Augen zu erreichen, bei 120 Hertz (untere Reihe)
ist Übersprechen nicht zu vermeiden.


Der japanische Elektronikhersteller Toshiba setzt bei seinen vier neuen Smart-TV-Reihen L4, M6, L7 und M8 auf die Trendthemen Vernetzung und Cloud. So haben die Zuschauer die Möglichkeit, direkt von der Couch aus auf soziale Netzwerke zuzugreifen und medienübergreifende Suchfunktionen zu nutzen, die individuelle Vorlieben berücksichtigen. 
Gleich vier neue Blu-ray-Player hat Sony seit Ende April im Sortiment, die sich mit Ausnahme des Einstiegsmodells BDP-S1100 per WLAN ins Internet einbinden lassen und somit den Zugriff auf die Dienste Music Unlimited, Video Unlimited, Maxdome und Lovefilm gestatten.
Die neuen Einstiegs-Receiver von Denon heißen seltsamerweise nicht AVR-1714, AVR-1914 und AVR-2114, sondern hören auf die Typenbezeichnungen AVR-X500, AVR-X1000 und AVR-X2000.
Immer schlanker, immer dezenter, immer schicker – der Trend bei Flachbildfernsehern ist eindeutig. Doch häufig wird die ansprechende Optik der Geräte durch wuchtige HDMI- und Antennenkabel beeinträchtigt, die zudem eine Montage direkt an der Wand erschweren.
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abrufen. Der Sat-Tuner unterstützt drehbare Antennen, anders als der LG aber ohne USALS, das die Antenne automatisch auf die Satelliten ausrichtet.



Zum LG gehören fünf 3D-Polfilterbrillen, eine davon als praktischer Aufsteckclip für Brillenträger. Optional gibt es Brillen vom Typ AG-F3 10DP, um Splitscreen-Spiele im Vollbild zu spielen.
Markenzeichen des LCD-Fernsehers von Panasonic ist die blickwinkelstarke IPS-Displaytechnik, die auch seitlich sitzenden Zuschauern ein farbnatürliches und kontraststarkes Bild beschert.
Der neue Epson baut die HDMI-Funktechnik seines Vorgängers stark aus und liefert tolle Farben und viel Licht.
Der Optoma HD 300 X erfüllt den Traum vom großen 3D-Kino zum kleinen Preis. Der Projektor glänzt mit guten Farben und ausgesprochen scharfen Bildern. 
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