Reportage: Das Trägt man Heute – Surround im Kopfhörer
Für den Surround-Sound der Zukunft will Audyssey Fernseh- und Kopfhörerton kombinieren. Wir schauen, wie das System funktioniert
Das kann man als Kapitulation verstehen: "Weil die Vorne-Ortung sowieso nicht funktioniert", sagt Chris Kyriakakis, Chef des Audio-Entwicklers Audyssey, "nehmen wir dafür einfach die normalen TV-Lautsprecher." Und so mischt das Personal-Surround-System die Klänge von Boxen und Kopfhörer, denn Surround braucht Ortbarkeit und Umhüllung – das eine liefern die Lautsprecher, das andere das nach vorne offene Headset von Audyssey.
Personal Surround nach dieser Rezeptur soll schon bald in 3D-Fernsehern debütieren, auch AV-Receiver will Audyssey damit ausstatten. Wer die dazugehörigen Kopfhörer verkauft, ist noch unklar. Aber wahrscheinlich besteht die Integration in den Fernseher nur aus einer Rechenvorschrift, die in den Prozessor geladen wird, den Rest liefert Audyssey.
Audyssey will mit seinem Personal-Surround-System Kopfhörer und TV-Ton kombinieren.
Gewöhnungs-Effekt
Andere Firmen sind weniger pessimistisch, was Surround direkt auf dem Kopf angeht. In der Tat gibt es nicht viele Menschen, die derzeit Surround hören, wenn sie sich einen Kopfhörer aufsetzen. Die Probleme beginnen damit, dass man Geräusche nicht als definiert außerhalb des Kopfes wahrnimmt, auch eine Ortung nach hinten klappt nicht immer.
Vor allem aber gelingt es oft nicht, ein Schallereignis vor sich wahrzunehmen; meist klingt es wie von oben kommend. Und das, obwohl man doch nur zwei Ohren hat und über Kopfhörer genau kontrollieren kann, was dort ankommt.
" Einige Phänomene haben wir immer noch nicht verstanden. "
Karlheinz Brandenburg, Fraunhofer-Forscher und MP3-Mitentwickler
Aber tatsächlich haben selbst die besten Forscher noch nicht vollständig verstanden, wie der Mensch räumlich hört, bestätigt Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg, besser bekannt als der MP3-Erfinder. Drei wesentliche Probleme hat man aber ausmachen können:
– Die kopfbezogene Übertragungsfunktion, also die Art, wie Töne von vorne oder hinten am Ohr ankommen. Das versuchen Systeme wie Dolby Headphone zu berücksichtigen, indem Töne von hinten so verändert werden, als ob eine Ohrmuschel im Weg wäre. Allerdings hat jeder Mensch eine etwas andere Kopfform, so dass sich das kaum einheitlich für alle Benutzer programmieren lässt.
– Die Kopfbewegung, die dem Hörer signalisiert, dass sich das Klangfeld mit ihm bewegt. Dann bricht jede Illusion von Raumklang in sich zusammen.
– Der Lern-Effekt, also die Gewöhnung an eine bestimmte Art von Geräuschen und woher sie kommen.
Speziell der letzte Effekt, so berichtet Brandenburg, hat schon manche Entwicklerteams in die Verzweiflung getrieben. Denn während die Forscher anfangs keine vernünftige Surround-Ortung wahrnehmen, funktioniert es nach mehreren Monaten. Das liegt aber weniger an raffinierten Klangbeeinflussungen als an der Gewöhnung. Wird das fertige Produkt dann an anderen Personen ausprobiert, klappt es bei denen nicht.
Das System Headzone Home HT von Beyerdynamic arbeitet mit Headtracking
für bessere Sound-Ortung.
Nicht von der Stange: Bei Beyerdynamic kann man sich Kopfhörer
nach persönlichen Wünschen ausstatten lassen.


Da die Texteinblendungen in "Der ganz normale Wahnsinn" eine wichtige Rolle spielen und sie obendrein via Animation ins Bild geschrieben werden, entschied sich Anbieter Tobis, zwei Film-Versionen auf die Blu-ray zu packen: eine mit englischer (Bild Mitte), eine mit deutscher Schriftanimation (Bild unten). Der Kunde kann wählen (Bild oben).

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Am 11. April titelte das Handelsblatt vom "Burn-out einer Ikone", womit Sony gemeint war, und die Financial Times Deutschland meldete: "Japan-Elektronik wird zum Auslaufmodell". Anfang April überschlugen sich in der Tat die Nachrichten, die eine Zeitenwende in der TV-Branche ankündigen:



Zum günstigen Preis projiziert der Acer H 9500 BD extrem helle und kontrastreiche Bilder, leistet sich aber auch kleine Schwächen.
Samsung hat seine LED-Oberklasse überarbeitet: Der neue 55-Zöller 8090 sorgt mit innovativer Sprach- und Gestensteuerung für Furore.
Mit seinem gerade mal ein Zentimeter breiten Rahmen und dem tiefschwarzen Hochglanzbildschirm ist der Samsung ein echter Hingucker. Die Ausstattung des 3D-Fernsehers ist genauso attraktiv wie sein Preis: Online-Händler bieten den 55-Zöller bereits für rund 2.500 Euro an.
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London 1880: Um Frauen von der Hysterie zu heilen, legt ein junger Arzt (Hugh Dancy) bei seinen Patientinnen an intimen Stellen Hand an – mit durchschlagendem Erfolg. Dem manuellen Einsatz nicht mehr gewachsen, erfindet er den Vibrator. Lockere Brit-Komödie mit tollem Schauspielensemble (u.a. Maggie Gyllenhaal, Jonathan Pryce).
Als der Teenager Nathan Harper auf einer Webseite für vermisste Personen ein Kinderfoto von sich entdeckt, gerät er ohne ersichtlichen Grund ins Visier professioneller Killer und der CIA. Zielgruppengerechte "Auf der Flucht"-Variante mit "Twilight"-Star Taylor Lautner (der mit den Muskeln).
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