Reportage: 200 Hertz – Wisch und Weg - Seite 2
Es geht auch anders
Techniker sprechen bei LCDs auch von Sample-Hold-Displays, weil sie
das Bild nicht aufblitzen lassen wie Röhre oder Plasma, sondern eine
bestimmte Zeit halten. Mit 200 Hertz kommt man nun auf Hold-Zeiten von
fünf Millisekunden, während es bei 50 Hertz noch 20 waren. Konturen
erscheinen hier also viermal so scharf, allerdings nur unter einer
Voraussetzung: Die Elektronik muss pro Ausgangsbild drei Zwischenbilder
errechnen. Bei 24p-Quellen, also Film, sind es sogar sieben, da hier
mit 192 Hertz gearbeitet wird. Die von Kinofilm bekannte
Bewegungsdarstellung geht bei der 200-Hertz-Wiedergabe allerdings
verloren. Film sieht eher wie eine TV-Produktion aus.
Der KDL-40Z4500 ist der erste Fernseher mit 200-Hertz-Technik.
Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass es bald weitere
Fernseher mit 200 Hertz geben wird. Mit den neuesten Prozessoren von
Micronas lassen sich 200 Hertz errechnen. Das macht jedoch noch keine
guten Bilder, es gehört außerdem eine Menge Know-how dazu, das bei Sony
im Technology Center in Stuttgart-Fellbach zuhause ist (siehe Zusatzinfo
unten).
Die Zwischenbildberechnung ist keineswegs trivial, man kann dabei viele
Fehler machen. Es gibt allerdings noch eine andere Möglichkeit, eine
Hold-Zeit von fünf Millisekunden zu erreichen. Zum Beispiel das
Einfügen von Dunkelbildern, wie es bei den teuren SXRD-Projektoren
möglich ist (Test des Sony VW-80 in audiovision 10-2008). Dann verliert
man aber die Hälfte der Helligkeit. Eleganter geht es mit LEDs als
Hintergrundbeleuchtung. Schaltet man die nämlich auf gepulsten Betrieb,
leuchten sie nur die halbe Zeit, allerdings mit doppelter Lichtstärke.
So kann man bei einem 100-Hertz-Modell eine Hold-Zeit wie bei 200 Hertz
mit konstanter Hintergrundbeleuchtung erzielen. Da sich höhere Zahlen
immer besser verkaufen, könnte der eine oder andere kreative
Marketing-Mann diese Lösung auch als 200 Hertz bezeichnen.
Für Sony soll es jedenfalls damit genug sein, verspricht der Entwickler
Oliver Erdler: "Höhere Hertz-Werte bringen keine wesentliche
Verbesserung."

Beim Chip-Hersteller Micronas kann man bereits 200 Hertz von der Stange kaufen, in Form des Prozessors FRC-Q.
Zusatzinfo: Made in Fellbach
Das Stuttgart Technology Center (STC) von Sony liegt eigentlich in der Gemeinde Fellbach, direkt an der Stadtgrenze. Es war ursprünglich mal ein TV-Werk, und zwar der deutschen Marke Wega, die Sony im Jahr 1975 kaufte.
Wega war nie eine große Marke, schaffte es aber in den 70er-Jahren, sich mit besonderem Design zu profilieren. Echte Klassiker wurden dabei die Geräte aus der Feder des Stuttgarter Designers Hartmut Esslinger, dessen Firma Frogdesign später mit Entwürfen für Apple, Lufthansa und Microsoft (Windows XP) berühmt und erfolgreich wurde.
Nach der Einstellung der TV-Produktion von Wega baute man in Stuttgart bis in die 90er-Jahre Spezialprodukte. Danach wurde das STC zeitweise das europäische Forschungszentrum. Die Marke Wega lebte danach noch als Produktbezeichnung für Sony-Fernseher weiter, bevor sie von Bravia abgelöst wurde. Heute beschäftigt man sich in Fellbach unter anderem mit der digitalen Signalverarbeitung, so auch mit der 200-Hertz-Technologie.

Oliver Erdler hat für Sony die Motion-Flow200-Technik entwickelt.



Der Hersteller Triax bringt vier neue HDTV-fähige LNBs auf den Markt. Je nach Bedarf kann man zwischen dem Single-LNB TISI 001, dem Twin-LNB TITW 001 oder zum Anschluss von bis zu vier Teilnehmern dem Quattro-LNB TIQT 001 wählen.
Beim Barte des Piraten: 4k ist besser als Full-HD, wenn man ganz genau hinschaut. Aber sonst halten sich die Unterschiede in Grenzen. Das ist das Fazit der ersten europäischen Präsentation des Projektors VPL-VW1000, zu der Sony in München eingeladen hatte.
Zubehörhersteller Horn Audiophiles präsentiert das neue Koaxialkabel „Primus" mit sieben versilberten, ultrareinen und sauerstofffreien Kupferlitzenleiter aus 63 Einzeldrähten mit 0,5 Quadratmillimeter Gesamtquerschnitt.
Das ist mal ein echter Schnellschuss: Kaum dass Apple seine Sprachsteuerung Siri vorgestellt hat und das Internet voll ist mit Spekulationen über einen auf diese Weise bedienbaren Apple-Fernseher, holt LG ein solches Produkt aus der Schublade. 


Pioneers neues 3D-Receiver-Flaggschiff SC-LX 85 verwöhnt anspruchsvolle Musikhörer mit bestem Klang, verfügt über enorme Leistungsreserven und punktet mit umfangreicher Ausstattung.
Magnats elegante Quantum 800-Serie besticht mit edler Verarbeitung. Ihre neuen, keramikbeschichteten Treiber für besonders hochauflösenden Klang sind ein Glanzlicht.
Der neue VPL-HW 30 ES von Sony macht was her: Der relativ günstige 3D-Projektor basiert auf der bewährten SXRD-Technik des VW 90 und brilliert mit beeindruckend natürlichen Farben.
Die Bildqualität eines TVs hängt nicht nur vom Gerät selbst, sondern auch von seiner Bildeinstellung ab. Mit unserem kostenlosen Universaltestbild können Sie Helligkeit, Kontrast, Bildschärfe und Farben schnell optimieren.





Bauchredner Dunham lässt abermals die Puppen tanzen und präsentiert nebst bekannten Gesichtern wie Terrorist Achmed oder Pensionär Walter auch zwei neue Puppen. Urkomisch! Das rauschfreie Bild ist scharf und detailreich, der Ton bietet eine gute Sprachverständlichkeit, das Publikum tönt räumlich.
Die TV-Abenteuer des spätpubertierenden Berliners Wöllner (Christian Ulmen) gibt's jetzt auf Doppel-DVD. In "Uwe Wöllner will's wissen" lädt er zum Star-Talk in sein Kinderzimmer (u.a. Marco Schreyl, Gregor Gysi, Sido), in "Uwe hat keinen Bock" sind Wahlgespräche mit Politikern angesagt. Ferner an Bord: "In 20 Schritten zum Mann" und "Uwe liest vor".
Das 7-Disc-Set enthält von Schmidts Redaktionsleiter Manuel Andrack zusammengestellte Show-Highlights der Anfangsjahre, sortiert nach Schwerpunkten wie "Studioaktionen", "Kulinarisches" oder "Weihnachten". Als Boni gibt es fünf komplette Shows (131:49), "Dr. Udo Brömme" (184:08), "Bimmel und Bommel" (59:23) und ein Interview mit Andrack (73:50). 

Filme zum Kinostart auch im Wohnzimmer, dieser Traum rückt näher. Aber ob er jemals wahr wird, ist noch offen.
Für den Surround-Sound der Zukunft will Audyssey Fernseh- und Kopfhörerton kombinieren. Wir schauen, wie das System funktioniert
Die Umstellung auf digitale Projektion ist noch nicht abgeschlossen, da drängen bereits neue Technologien in die Kinosäle.