Reportage: 200 Hertz – Wisch und Weg
Der neueste Trend bei LCD-Fernsehern heißt 200 Hertz. Sony hat die Technik eingeführt – und erklärt ihre Vorzüge völlig falsch.
Ganz schön mutig von Sony: Ausgerechnet im Turiner Vorort La Venaria stellt man ein großes Kinokarussell auf, in dem Bilder von Milan-Star Kaká flüssige Bewegungen demonstrieren. Dazu muss man wissen, dass Mailänder Fußballer in Turin ungefähr so beliebt sind wie Bayern-Manager Uli Hoeneß in Gelsenkirchen. Aber es geht um Wichtigeres als lokale Rivalität: um die neue 200-Hertz-Technologie, mit der Sony auf der letzten IFA die Fachwelt verblüffte.
Eine Vervierfachung der Bildwechselfrequenz war eigentlich erst für das Jahr 2010 angekündigt (siehe audiovision 2-2007), doch weil man es jetzt schon kann, macht man es natürlich auch jetzt schon. Und was vorher kein Thema war, steht auf einmal bei der Vermarktung von LCD-Fernsehern im Vordergrund: die Bewegungsschärfe. Schon 100 Hertz hatte man deswegen eingeführt, mit 200 Hertz geht man den nächsten, logischen Schritt.
Die Ballkünste von Milan-Star Kaká sollen im Sony-Kinokarussell die Vorzüge
der 200-Hertz-Technologie demonstrieren.
Das Zoetrop-Prinzip, wie im Karussell angewandt, hat damit aber nichts zu tun. Dort schaut man durch schmale Schlitze in eine Trommel, an deren Innenseite Bildfolgen zu sehen sind; dreht sich die Trommel schnell genug, scheinen sich die Bilder zu bewegen. Und zwar umso flüssiger, je schneller die Trommel rotiert. Nur: Wenn man einmal nachrechnet, stellt man fest, dass höhere Drehzahlen ab einer gewissen Grenze nichts mehr bringen. Es ruckelt sichtbar bis etwa 40 Bilder in der Sekunde, bis rund 50 Hertz flimmert es noch etwas, danach ändert sich nichts mehr. Ob Bilder mit 70 oder 140 Hertz, mit 100 oder 200 Hertz ablaufen, sie sind und bleiben flüssig. Genauso falsch ist der Vergleich mit einem langsam laufenden Daumenkino, den Sony ebenfalls bemüht.
Ein riesiges Zoetrop-Karussell hat Sony in Turin aufgebaut, um die neue Technik zu demonstrieren.
Der Vorteil von 200 Hertz ist ein anderer: die Steigerung der Bewegungsschärfe durch die Errechnung neuer Zwischenbilder. Das Problem bei LCDs liegt nämlich darin, dass sich das Auge über den Schirm bewegt, die Darstellung aber statisch ist – weil die Pixel feststehen. Je länger also ein Objekt an einer Stelle zu sehen ist, umso unschärfer wird es empfunden.
Man kann den Effekt gut mit der Unschärfe eines Fotos vergleichen: Nimmt man ein vorbeifahrendes Auto mit einer Belichtungszeit von einer 50stel Sekunde auf, verwischt es, da es sich in dieser Zeit vorwärtsbewegt hat. Eine 200stel Sekunde stellt es wesentlich schärfer dar, weil sich das Objekt in dieser Zeit nur ein Viertel so weit bewegt hat.

Die Illustration oben zeigt, was 200 Hertz ausmacht: Gelb eingezeichnet ein Objekt, das sich über ein Pixelraster bewegt; die roten Linien markieren, wie das Auge der Bewegung folgt. Die Bewegung verläuft von links nach rechts.
Oben – 50 Hertz: Das Objekt springt alle 20 Millisekunden weiter, auf der Netzhaut (rechts in der Leiste) ist kein Bereich wirklich gelb, die Kanten unscharf.
Mitte – 100 Hertz: Wird das Objekt alle 10 Millisekunden an einer neuen Position dargestellt, entsteht in der Mitte des Bildes auf der Netzhaut ein klarer Bereich (zwischen den gepunkteten Linien).
Unten – 200 Hertz: Mit einem neuen Bild alle 5 Millisekunden nimmt die Unschärfe an den Kanten deutlich ab, das Abbild auf der Netzhaut wird dem Originalobjekt immer ähnlicher..





Ein möglicher Interessenskonflikt zwischen Pay-TV- und Free-TV-Sendern bei der kommerziellen Einführung von 3D-Fernsehen hat sich am Mittwoch auf dem Branchentreffen "DVB World 2010" in Lissabon herauskristalliert.
Dem japanischen Unterhaltungsriesen Sony ist nach eigenen Angaben als als erster Anbieter das Kunststück gelungen, über seinen "Playstation Store" Filme aller großen Hollywood-Studios in HD-Auflösung anzubieten.
Der Beginn des 24-stündigen Regelbetriebs der öffentlich-rechtlichen HDTV-Sender hat der Digitalisierung des Fernsehens in Deutschland nicht den erhofften Schub nach vorne beschert.
Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat am Mittwoch technische Details zu seinen neuen TV-Reihen 7000 und 8000 bekannt gegeben. Ausgestattet ist die 8000er-Serie mit Ambilight Spectra 2.


Sie mögen Leinwände im Jumbo-Format? Dann könnte der neue, extrem lichtstarke DLP-Projektor Benq W 6000 genau der Richtige für Sie sein. 
So gut, so scharf und so kontrastreich war noch kein LCD-Projektor vor ihm – der neue Epson TW 5500 setzt Maßstäbe.
Neben einem großen Bild bietet der Vision 9 von Grundig auch großen Klang: Eine Soundbar mit 16 Lautsprechern macht's möglich. Ein preisgekröntes Design gibt's obendrauf.
Der H 7530 D von Acer ist ein schnuckeliger Full-HD-Projektor, der viel Sympathie weckt und tolle Features für den mobilen Einsatz mitbringt. Im Heimkino liefert der DLP-Projektor die nötige Lichtstärke, hat aber eine veraltete Farbradtechnik und schlechte Voreinstellungen.
5.000 Euro für einen Blu-ray-Player? Spinnen die bei Denon? Keineswegs. Der Hersteller baut vielmehr mit riesigem Aufwand den besten Player der Welt. Ein Highlight, das sich aus dem Stand als unsere neue Referenz etabliert.



Den ersten Teil der legendären Science-Fiction-Kultserie als umfangreich ausgestattete Fan-Edition in einer edlen Sonderverpackung gibt's als kostenlose Prämie zu jedem 


Mehr Tote, gewaltigere Explosionen und ein größeres Budget. Das sind die Sequel-Regeln in Hollywood, die genreübergreifend Anwendung finden: von Scifi-Klassikern wie "Star Wars" und "Alien" über Actionkracher à la "Lethal Weapon" bis hin zu Horrorschockern wie "Freitag, der 13te" und "Scream".
"Was um Gottes Willen war denn das?" Dies dürfte sich die Mehrzahl der Zuschauer am Ende dieser kruden Mischung aus "Pulp Fiction", "Reservoir Dogs", "Natural Born Killers", "Snatch&quo
Comiczeichner Holden McNeil (Ben Affleck) verliebt sich Hals über Kopf in die Künstlerkollegin Alyssa (Joey Lauren Adams). Dumm nur, dass die süße Blondine mehr dem weiblichen Geschlecht zugeneigt ist. Mit dieser unmöglichen Liebesgeschichte schloss Kult-Regisseur/Autor Kevin Smith nach "Clerks" (1994) und "Mallrats" (1995) seine New-Jersey-Trilogie ab.

LCD-Fernseher sind Energieverschwender – aber trotzdem die Bildschirme, die am wenigsten Strom brauchen. Und weitere Verbesserungen sind in Sicht..
Da es keinen Standard für die Produktion von Filmen gibt, geht THX nun einen anderen Weg: Per Media-Director-System sollen die Einstellungen der Abmischung bis ins Wohnzimmer korrekt übertragen werden.