Das bringt Windows 7
Microsoft arbeitet mit Hochdruck an der nächsten Windows-Version. Die Multimedia-Fähigkeiten des kommenden Betriebssystems hat audiovision bereits ausprobiert.
Die neue Auflage des Windows-Betriebssystems soll Ende 2009 erscheinen. Nach Fantasienamen und Jahreszahlen hat sich Microsoft für die schlichte Bezeichnung Windows 7 entschieden. Die Versionsnummer basiert auf der internen Zähllogik und folgt auf Vista (6), 2000 und XP (5), ME, 98 und 95 (4) sowie NT (3).
Interessierten Nutzern stellte Microsoft im Januar eine Vorabversion von Windows 7 zur Verfügung. audiovision nutzte das Angebot und nahm sich vor allem die Multimedia-Funktionen vor.Dabei sind clevere Neuerungen, aber auch Einschränkungen zu erkennen. Ob dies in der finalen Version ebenfalls der Fall sein wird, steht noch nicht fest.
Windows 7 erscheint als überarbeitetes Vista mit weniger Problemstellen und nervigen Rückfragen sowie einem erweiterten Funktionsumfang. Die Anforderungen an den Rechner entsprechen denen von Vista und setzen einen 1-GHz-Prozessor, ein Gigabyte Speicher sowie eine Grafikkarte mit DirectX 9-Unterstützung voraus.
Vorhandene Hardware soll mit den Vista-Treibern auch unter Windows 7 funktionieren. Manche Programme, die in früheren Windows-Versionen dazu gehörten, hat Microsoft in den "Windows Live"-Service ausgelagert. Wer den Movie Maker oder das E-mail-Programm nutzen möchte, muss diese Pakete erst aus dem Internet laden. (ml)

Auf der CES im Januar stellte Produktmanagerin Charlotte Jones erstmals
offiziell das neue Windows 7 in seinen diversen Varianten vor.
1. Der neue Mediaplayer
Beim Thema Multimedia rücken umgehend der Windows Media Player und das Media Center in den Blickwinkel. Beide erscheinen in Windows 7 im neuen Design und mit überarbeiteten Funktionen. Der Media Player – nun in Version 12 – erscheint mit heller Farbgebung und bietet noch mehr Raum für die Medienübersicht. Weiterhin soll die Videowiedergabe eine verbesserte Tiefenschärfe bieten, Farbtiefen von 30 und 48 Bit unterstützen und die Ausgabe des xvYCC-Farbraums (xv Color) via HDMI beherrschen.
Als Erstes wird die Mehrzahl der Anwender jedoch die verbesserte Unterstützung von populären Medienformaten bemerken. Musikdateien im AAC-Format – populär geworden durch den Erfolg von Apples iTunes und des iPod – vernachlässigt Microsoft nicht länger, sondern spielt sie mit dem Media Player. Die Videosektion beherrscht neben den bekannten Formaten endlich MPEG-4 im Advanced Simple Profile (ASP), auch in den Codecvarianten DivX und Xvid. Die Unterstützung für H.264 ist ebenfalls integriert und umfasst das Baseline-, Main- und High-Profile auf allen Levels, also inklusive HD-Qualität.

Beim Versuch, eine Blu-ray-Disc abzuspielen, bringt Windows 7 eine
Fehlermeldung – obwohl alle Audio- und Videocodecs unterstützt werden.
Filmer freut zudem die Wiedergabefähigkeit für AVCHD-Material im H.264-Format. Wer aufgrund der H.264-Fähigkeit aber auf eine Abspielmöglichkeit für Blu-ray-Discs spekuliert, wird enttäuscht. Zumindest in der Beta-Version ist ein zusätzliches Abspielprogramm wie PowerDVD erforderlich. Die Vermutung liegt nahe, dass dies auch in der finalen Version von Windows 7 der Fall sein wird. So präsentierte Microsoft die Blu-ray-Funktionalität auf der CES mit PowerDVD. Auch für die Wiedergabe des Matroska-Videocontainers (.mkv) braucht es zusätzliche Programme.
Den Encoding-Bereich hat Microsoft ebenfalls verbessert, in erster Linie um einen einfachen Datenabgleich mit mobilen Medienspielern zu erleichtern. Hinzugekommen ist eine Encoding-Funktion für H.264-Video und AAC-Audio. Beschränkt sind aber bei H.264 die maximale Auflösung und die Bitrate.
2.Die Media-Center-Oberfläche
Die wohnzimmertaugliche Bedienoberfläche Media Center ist bei Windows 7 in allen Versionen enthalten. Sie profitiert direkt von der erweiterten Formatpalette: Wie gewohnt lassen sich alle vom Media Player unterstützten Dateiformate mit der Fernbedienung auswählen und abspielen. Dezente Verbesserungen haben die Entwickler an der Oberfläche vorgenommen und dabei besonders an die Bedienbarkeit im Heimkino gedacht: Text erscheint mit schlankerer, aber vergrößerter Schrift, die Videovorschau hat an Größe zugelegt und ist nun im 16:9-Format.
Die Oberfläche hinterlässt einen edlen Eindruck: Viele Einblendungen erscheinen transparent und lassen die dahinter liegenden Elemente durchscheinen. Eine funktionale Bildschirmtastatur hilft bei der Texteingabe mit der Fernbedienung. Auch die Kontextmenüs während der Medienwiedergabe haben an Umfang und Funktionalität zugelegt. Der Zeitstrahl bei der Videowiedergabe scheint über dem Bild zu schweben, zudem ist er endlich mit der Maus steuerbar. Eine Resume-Funktion gibt es in Zukunft bei TV-Aufnahmen und Videodateien.



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Ein neues Verfahren soll das Kopieren von geschützten HD-Inhalten auf SD-Karten möglich machen, etwa von Blu-ray-Disc. Die "Next Generation Secure Memory"-Initiative soll eine individuelle Kennung für jedes Medium enthalten, so wie das bei modernen Systemen von CI+ bis AACS gefordet wird.
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