Lautsprecher zum Wandeinbau
Oft genug sind hochwertige Lautsprecher war ein Genuss für die Ohren, aber optisch eher ein Störfaktor. Lautsprecher für den Wandeinbau lösen dieses Problem elegant.
In den letzten Jahren hatten es Lautsprecher-Entwickler schwer: Ihre Produkte sollten hervorragend klingen, optisch allerdings möglichst unauffällig daherkommen, damit sie auch in durchgestylten Wohnzimmern aufgestellt werden konnten. Große und basskräftige – und damit nicht zu übersehende – Standlautsprecher hatten zunehmend weniger Chancen am Markt. Im Gegenteil, allzu oft wurden (und werden) XXS-Boxen angeboten, die sich zwar prima ins Interieur integrieren, aber akustisch zu wünschen übrig lassen. Das liegt keineswegs an der Unfähigkeit der Entwickler, sondern schlicht und einfach an der Physik: Eine saubere und kräftige Basswiedergabe, auf die gerade Heimkino-Fans nicht verzichten wollen, lässt sich nur mit verhältnismäßig großen Boxen realisieren. Da hilft auch ein versteckt aufzustellender Subwoofer nichts, denn die Satelliten-Böxchen fallen meist so klein aus, dass sie schon den unteren Mitteltonbereich – und somit den Grundtonbereich für menschliche Stimmen und auch viele Musikinstrumente – nicht mehr sauber und mit adäquatem Pegel wiedergeben können. Was also tun? Die Lautsprecher einfach in der Wand verschwinden lassen. (mino)
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Weitaus besser als selbst winzige Gehäuse-Boxen integrieren sich Wandeinbau-
Lautsprecher in eine große Bandbreite von Wohnraum-Einrichtungen.

Optimal sind In-Wall-Lautsprecher für das Zusammenspiel mit an der Wand aufgehängten
modernen Flachbild-Fernsehern geeignet: Deren meist bescheidene
Tonwiedergabe verbessern sie deutlich und bleiben optisch unauffällig.
1. In die Wand damit
Heimkino-Fans in Amerika haben's einfach: Sie schneiden ein Loch der passenden Größe in die aus Holz bestehenden Wände ihres Domizils und versenken darin so genannte In-Wall-Lautsprecher, die kaum auffallen, zumal sich ihre Rahmen und Abdeckungen in der Farbe der Wand lackieren lassen. Solche Wandeinbau-Lautsprecher werden von den meisten Lautsprecher-Herstellern angeboten und sind keinesfalls als Billig- oder Kompromisslösungen zu verstehen, sondern bringen häufig die gleiche Chassis-Technologie und Abstimmungs-Philosophie mit wie ihre mit Gehäuse versehenen Kollegen. Sogar richtiggehende High-End-Lautsprecher sind nicht selten anzutreffen.
Lautsprecher in die Wand einzubauen hat nicht nur für die Optik des Raums Vorteile, auch akustisch macht das durchaus Sinn: Tiefe Frequenzen werden von normalen Gehäuse-Lautsprechern in alle Richtungen des Raumes gleichermaßen abgestrahlt. Erst ab einer Frequenz, die von Höhe und Breite der Front abhängt, fängt der Lautsprecher an, bevorzugt nach vorn abzustrahlen, was eine mehr oder weniger steile Stufe im Frequenzgang bewirkt, die vom Entwickler in der Frequenzweiche kompensiert werden muss. Dieser so genannte "Bafflestep" fällt beim Wandeinbau komplett weg, denn nun bildet die komplette Wand die Front des Lautsprechers. Auch tiefste Frequenzen können nun nicht mehr rundum abgestrahlt werden, sondern werden von der Wand nach vorn reflektiert.

Beim Hausbau lassen sich Nischen für In-Wall-Laustsprecher bestens einplanen.
Deren Integration verursacht dann fast keinen Mehraufwand (Foto: Klangbild Lehner).
2. Plus im Bass
Daraus erwächst ein weiterer Vorteil: Die Schallenergie, die normalerweise nach hinten gestrahlt und zumindest teilweise verloren gehen würde, wird nun zum Hörer hin gerichtet. Die Konsequenz: mehr Wirkungsgrad im Bass und sogar bis in den unteren Mitteltonbereich. Ein Wandeinbau-Lautsprecher muss sich weniger anstrengen, um in diesem Bereich den gleichen Pegel zu erreichen wie eine vergleichbare frei stehende Box. Damit sind natürlich auch eventuelle Verzerrungen merklich geringer.
Das Zusammenwirken der Lautsprecher mit der Raumakustik fällt bei In-Wall-Speakern überschaubarer aus als bei normalen Boxen: Weil sie auf einer Grenzfläche sitzen, regen sie viele Raumresonanzen gleichmäßig an. Das hört sich zunächst nicht sonderlich positiv an, ist es aber: Bei üblichen Wohnraumgrößen funktioniert die Schallübertragung ausschließlich über die Raumresonanzen, das heißt, je dichter und gleichmäßiger sie verteilt sind, um so homogener und sauberer klingt der Tieftonbereich. Bei frei aufgestellten Boxen ist die Anregung des Raumes im Bass selten optimal und stark abhängig von dem Ort, an dem sie aufgestellt sind.



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