Panasonic fährt Riesenverluste ein
Auch Panasonic ist von den schlechten Geschäftsjahren der Mitstreiter um Sony, Sharp und Co. nicht gefeit. Nach aktuellen Meldungen fährt der japanische Elektronikkonzern Panasonic nach abgeschlossenen Geschäftsjahr rund 7,4 Mrd. Euro Miese ein.
Am Freitag gab Panasonic bekannt, dass man zum Bilanztag, am 31. März, ein dickes Minus von 772 Mrd. Yen in die Bücher eintragen muss. Im Vorjahr feierte man noch einen Nettogewinn von rund 74 Mrd. Yen. Panasonic ist nicht der einzige japanische Konzern, dem es so ergeht. Auch Sony und Sharp haben mit Rekordverlusten zu kämpfen. Bei Fernsehgeräten läuft es alles andere als rund, auch in den Wachstumsfeldern der Unterhaltungselektronik - Smartphones und Tablet-PCs - haben sie kein gewichtiges Wort mitzureden. Der Atomunfall in Fukushima und die Umweltkatastrophe in Thailand verschärfen zusätzlich die Situation am Markt.
Um das Fernsehgeschäft wieder auf Kurs zu bringen, hat Panasonic bereits eine japanische Fabrik für LCD-Bildschirme verkauft und fährt auch bei Plasma-Displays die Fertigung zurück. Die Produktpalette soll sich stärker auf größere Modelle konzentrieren, wo der Wettbewerb nicht so scharf geführt wird.
Durch weitreichende Umstrukturierungen und Absatzzuwächse im asiatischen Raum, erwartet das Management einen Ertrag von 50 Mrd. Yen bei einem Umsatz von 8,1 Bio. Yen, hieß es von Konzern-Seite. Neben Sony, die ebenfalls die höchsten Verluste der Firmengeschichte einfuhren, blickt man auch bei Panasonic positiv in die Zukunft. (ki)
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