Samsung strukturiert um & bereitet sich auf OLED vor
Eine komplizierte interne Operation führt derzeit Samsung in Korea durch: die Neuordnung des Display-Geschäftes. Bisher gab es nämlich zwei Firmen innerhalb des Konzerns, die LCD-Panels herstellen: Samsung Electronics und Samsung Mobile Display (SMD).
Die Electronics-Sparte baut die TV-Panels und Schirme für Tablets, Monitore und Laptops, SMD die Versionen für Mobiltelefone, Kameras, Navis und Autos. Dabei ist SMD bereits ein Joint-Venture, und zwar zwischen Samsung Electronics und Samsung SDI. SDI war ursprünglich für alle Bildschirme in der Gruppe zuständig, angefangen von Röhren über Plasma bis zu LCD und OLED. Heute baut SDI vor allem Batterien und Komponenten für die Energieversorgung.
Ziel der Neuordnung ist es, zumindest einen Teil der vorhandenen LCD-TV-Kapazität für die OLED-Produktion zu nutzen. Die gehört zu Samsung Electronics, während das OLED-Knowhow bei SMD liegt. Eine simple Fusion oder Übernahme ist aber nicht möglich, weil Samsung SDI eine Aktiengesellschaft ist, bei der Samsung selbst nur Minderheitsaktionär ist. Es ist also geboten, die Rechte der anderen Aktionäre zu wahren. Der erste Schritt dazu war im April die Ausgliederung des LCD-Bereichs aus der Electronics-Sparte in eine eigene Gesellschaft. Der zweite Schritt müsste eine Fusion mit SMD sein, doch soweit ist es noch nicht. Die LCD-TV-Sparte verliert derzeit viel Geld, während SMD dank Smartphone- und OLED-Boom äußerst profitabel ist.
Die jetzt neu gegründete Firma Samsung Display ist auch ohne die Produktionsstätten von SMD größter LCD-Panel-Hersteller der Welt, mit geringem Abstand vor LG Display. Die Plasma-Fertigung von Samsung bleibt übrigens bei der Electronics-Sparte, sie wurde vor drei Jahren von SDI abgegeben. Sie gilt im Konzern aber als Auslaufmodell. Die Zukunft gehört ganz der OLED-Technik.
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