Gema: USB-Anschluss gebührenpflichtig
Die Mühlen der Zentralstelle für Private Überspielrechte (ZPÜ) arbeiten langsam, aber unerbittlich. Seit 2008 ermittelt die GEMA in München, die für die ZPÜ-Abwicklung verantwortlich ist, in welchem Umfang digitale TV-Empfänger für die Aufzeichnung genutzt werden und wie hoch die darauf fälligen Urheberrechtsabgaben sein müssten.
Nun hat die ZPÜ eine Liste der Tarife veröffentlicht, und die sind teilweise happig: Für einen Fernseher mit eingebauter Festplatte wären demnach 34 Euro plus Mehrwertsteuer zu zahlen, die gleiche Summe ist für eine Settop-Box mit Festplatte fällig. Ein DVD-Recorder kommt sogar auf 39 Euro, wenn er eine Festplatte an Bord hat, ist noch ein VHS-Laufwerk dabei, sind es gar 49 Euro.
Ganz neu ist die Abgabepflicht für Settop-Boxen mit USB-Anschluss, sofern der für die Videoaufzeichnung freigeschaltet ist: Hier stehen 13 Euro in der ZPÜ-Tabelle. Für eine externe Festplatte sind übrigens nochmals mindestens sieben Euro zu bezahlen. Vergessen hat man allerdings TV-Schirme mit USB-Recording, die sind derzeit noch von Abgaben befreit.
Der Zentralverband ZVEI bezweifelt im Namen der Gerätehersteller diese Summen und hat das Oberlandesgericht München eingeschaltet.
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