"HD+": 305.000 Abos - 63 Prozent zahlen nach Gratis-Phase
Der Satellitenbetreiber SES Astra hat am Donnerstag finale Zahlen für seine umstrittene "HD+"-Plattform vorgelegt, über die derzeit zwölf private und mit Werbung unterbrochene Sender verschlüsselt samt Aufnahme-, Archivierungs- und Time-Shifting-Restriktionen versehene TV-Sender ausgestrahlt werden. 305.000 Abonnenten hat die Tochter HD plus GmbH seit dem Start vor zwei Jahren gewonnen.
Ende Oktober bezogen insgesamt 1,86 Millionen Haushalte "HD+", der überwiegende Anteil schaut noch kostenfrei. Von den 482.113 Kunden, deren zwölfmonatige Gratisphase zwischen dem 1. November und dem 31. Oktober endete, haben 305.481 verlängert, 176.632 entschieden sich dagegen, teilte SES Astra mit. Die sogenannte Conversion-Rate liegt damit bei 63 Prozent aller Haushalte, gab im Vergleich zu den letzten Zahlen nach (66 Prozent). In ihrer Bilanz hatte die Konzernmutter SES nur schwammige Angaben gemacht und von einer Quote "deutlich über 50 Prozent" gesprochen. Gut zwei Millionen Digital-Receiver mit "HD+"-Logo sind im Markt, 66 Modelle verfügbar. Bei 1,56 Millionen Haushalten steht die "HD+"-Verlängerung innerhalb der nächsten zwölf Monate an. Ob die Conversion-Rate weiter absinkt, bleibt abzuwarten.
HD plus Chef Wilfried Urner geht indes davon aus, dass bereits im nächsten Jahr die Grenze von einer Million zahlender " HD+"-Kunden überschritten wird und glaubt auch nicht daran, dass die Quote der Zahler maßgeblich bröckelt: "Eine Umwandlungsquote von fast zwei Dritteln beim Wechsel aus einer kostenfreien Testphase in eine Bezahlphase ist im gesamten Medienbereich einmalig und liegt damit deutlich über unseren Erwartungen", erklärte er. "HD+" habe den "Lakmus-Test als Massenprodukt" endgültig bestanden, rührte der Manager die Werbetrommel und bezeichnete die Plattform als "besonders kundenfreundliches Angebotsmodell".
Urner bezieht sich dabei offenbar nur auf die Möglichkeit, "HD+" ohne Abonnement und Vertragsverpflichtungen jährlich zu zahlen. Denn "kundenfreundlich" sind die Einschränkungen der ausgestrahlten Sender sicher nicht - so lassen sich Spielfilme oder Serien beispielsweise nicht auf externe Speichermedien archivieren, Werbesprünge sind in Aufnahmen nicht erlaubt, auch das Time-Shifting wird zeitlich eingeschränkt. Beliebig weitere Restriktionen sind jederzeit aktivierbar, dass sie zurückgenommen werden, ist kaum zu erwarten. SES Astra und die beteiligten Privatsender RTL, Sat.1, ProSieben, Vox, Kabel1, N24, Tele5, Sport1, RTL2, Sixx, Nickelodeon und Comedy-Central dürften die aktuellen Zahlen vielmehr als Bestätigung sehen - obwohl bislang nur 305.000 Zahler generiert wurden.
Erstaunlich klingt auch eine repräsentative Umfrage von TNS-Infratest: 97 Prozent der "HD+"-Haushalte sind mit der Bildqualität demnach "sehr zufrieden" oder "zufrieden". Die meisten Inhalte der Kanäle werden noch hochskaliert ausgestrahlt und haben mit echtem HDTV nichts zu tun. Die nach wie vor mangelhafte Quote der hochauflösenden Sendungen sorgt immer wieder für scharfe Kritik in einschlägigen Online-Foren - schließlich kostet das Angebot 50 Euro im Jahr. 80 Prozent sind mit der Anzahl der verfügbaren Programme einverstanden. Mit Blick auf das Preis-Leistungsverhältnis halten 78 Prozent der von TNS-Infratest befragten Kunden "HD+" für ein "faires Angebot". An der Umfrage hatten sich 1.049 Personen ab 18 Jahren in Haushalten mit Satellitenempfang beteiligt. Etwa zwei Drittel der Bundesbürger kann mit dem Begriff "HD+" inzwischen etwas anfangen.
Am Donnerstag gab die HD plus GmbH außerdem den offiziellen Startschuss für "HD+ SmartTV" - ein interaktives TV-Portal auf Basis des HbbTV-Standards. Nur spezielle Digital-Receiver können dies nutzen. Angeboten werden wie üblich Inhalte wie Nachrichten, Sport und Wetter. Sechs Receiver-Hersteller haben entsprechende Geräte für das Weihnachtsgeschäft im Markt oder planen die Auslieferung Anfang kommenden Jahres.
Powered by SAT+Kabel
Teilen
Das könnte Sie auch interessieren:
Am 11. April titelte das Handelsblatt vom "Burn-out einer Ikone", womit Sony gemeint war, und die Financial Times Deutschland meldete: "Japan-Elektronik wird zum Auslaufmodell". Anfang April überschlugen sich in der Tat die Nachrichten, die eine Zeitenwende in der TV-Branche ankündigen:
Den ganzen Beitrag lesen 
Die MAS Elektronik AG, deutscher Hersteller der Marke Xoro, bringt mit dem Xoro HRS 9200 CI+ einen neuen leistungsfähigen HDTV-Twin-Tuner Satellitenreceiver auf den Markt.
Den ganzen Beitrag lesen 
Neben dem Aufschalten von Super RTL HD am gestrigen Tag begrüßt man einen weiteren bekannten Sender der in die hochauflösende Ebene gehievt wird. Mit DMAX HD startet nämlich ein weiterer HD Sender auf der von Astra ins Leben gerufenen verbraucherunfreundlichen Plattform HD+.
Den ganzen Beitrag lesen 
Die Mediengruppe RTL Deutschland nutzt einen durch die Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens in Deutschland den frei gewordenen Astra-Transponder auf der 19,2° Ost (Transponder 29 11.641 H - SR 22000, FEC 3/4, DVB-S2) für den Ausbau ihres HD-Angebots.
Den ganzen Beitrag lesen 
Nichts macht in einer AV-Anlage mehr Ärger als der Kopierschutz und das Rechtemanagement.Sie unterbrechen scheinbar ohne Grund Bild und Ton, verhindern die Benutzung eines Gerätes in Ludwigshafen, das in Mainz problemlos funktioniert.
Den ganzen Beitrag lesen 
Zum ersten Mal seit Einführung flacher Fernseher schrumpft der TV-Markt weltweit, zumindest nach Wert.
Den ganzen Beitrag lesen 
Nachdem kürzlich mit "Super RTL HD" ein weiterer HD+ Sprössling verkündet wurde, steht nun die Frequenz fest, auf dem er ausgestrahlt wird. Auf Transponder 29 11.641 H (SR 22000, FEC 3/4, DVB-S2) wird er auf Astra 19,2° Grad Ost aufgeschaltet werden.
Den ganzen Beitrag lesen 
weitere News zu HD+, Markt, HDTV


Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.600 Euro ist der Panasonic der günstigste Fernseher im Test: Der Käufer bekommt einen 50-Zoll-Plasma, der mit Universaltuner, 3D und 600-Hertz-Technik glänzt.
Der Sony setzt mit seinem "Monolith Design" optische Akzente: Der Fuß beherbergt die Lautsprecher und erstreckt sich über die gesamte Breite. Die Front ist plan und der Hochglanzbildschirm nach hinten anwinkelbar. Dank Local-Dimming-Technik wird das Licht des TVs abschnittsweise geregelt, was den Kontrast erhöht.
Zum günstigen Preis projiziert der Acer H 9500 BD extrem helle und kontrastreiche Bilder, leistet sich aber auch kleine Schwächen.
Samsung hat seine LED-Oberklasse überarbeitet: Der neue 55-Zöller 8090 sorgt mit innovativer Sprach- und Gestensteuerung für Furore.
Mit seinem gerade mal ein Zentimeter breiten Rahmen und dem tiefschwarzen Hochglanzbildschirm ist der Samsung ein echter Hingucker. Die Ausstattung des 3D-Fernsehers ist genauso attraktiv wie sein Preis: Online-Händler bieten den 55-Zöller bereits für rund 2.500 Euro an.
Die Bildqualität eines TVs hängt nicht nur vom Gerät selbst, sondern auch von seiner Bildeinstellung ab. Mit unserem kostenlosen Universaltestbild können Sie Helligkeit, Kontrast, Bildschärfe und Farben schnell optimieren.








Kate (Sarah Jessica Parker) ist eine erfolgreiche Managerin, liebende Ehefrau und hingebungsvolle Mutter. Aufgrund der Dreifachbelastung hat sie jede Minute des Tages doppelt verplant. Alles läuft wie geschmiert, doch als ihr ein großes Projekt übertragen wird, gerät Kates Leben aus den Fugen. Trotz prominenter Besetzung (u.a. Pierce Brosnan) ging die unausgewogene Romantikkomödie im Kino unter.
Stallones knallharte Söldner-Action im Stil der Achtzigerjahre ist hier nicht nur zehn Minuten länger, sondern auch anders geschnitten und mit neuer Musik unterlegt. Ein Muss ist dieser Cut aber nur für echte Sly-Fans.
Ungewollt landen die Hündinnen Strelka und Belka in einem Trainingslager für Tier-Astronauten. Nach harter Ausbildung soll's ins All und wieder zurück gehen. Der russische, von wahren Begebenheiten inspirierte Animationsspaß kann technisch nicht mit Hollywood konkurrieren, bietet aber Tempo, Witz und liebenswerte Figuren.
TV-Techniker und Entscheidungsträger aus der ganzen Welt gaben im November ein Versprechen ab: Die nächste TV-Norm wird einheitlich. Doch die Liste der Vorhaben ist lang.
Das größte Ärgernis bei 3D-Filmen sind Doppelkonturen. Sie können viele Ursachen haben – und oft kann man nichts dagegen tun.
Filme zum Kinostart auch im Wohnzimmer, dieser Traum rückt näher. Aber ob er jemals wahr wird, ist noch offen.
Kommentare zu diesem Artikel (einloggen zum Schreiben):
Kommentar schreiben