Panasonic: Auch grosse LcDs
Unter den großen TV-Herstellern nimmt Panasonic eine Sonderstellung ein. Die Firma beteiligt sich kaum am großen Panel-Tauschkarussel und stellt fast alle zentralen Komponenten selbst her. Andererseits werden eigene Panels kaum weiterverkauft.
Daraus ergibt sich nun ein Strategiewechsel: Schon im nächsten Jahr sollen von Panasonic LCD-Fernseher bis 55 Zoll kommen.
Das ergibt sich aus dem Hochfahren der zweiten LCD-Panelproduktion in der Fabrik Himeji. Dort hat der Konzern eine Linie der achten Generation errichtet, da die erste, kleinere Fabrik in Mobara den eigenen Bedarf nicht decken konnte. Der Ramp-up, also die Steigerung der Stückzahlen, dauert einige Zeit, da sonst der Ausschuss zu groß wird. Aber nun sieht sich Panasonic in der Lage, bei LCDs in die Offensive zu gehen.
Eine Abkehr von den Plasmaschirmen bedeutet das allerdings nicht. Schließlich sind diese Panels wesentlich günstiger herzustellen, zudem sind die Anlagen bereits weitgehend abgeschrieben und produzieren daher äußerst billig. Aber in manchen Marktsegmenten kommt man mit Plasma allein nicht weiter, da die Lichtleistung nicht mit LCD mithalten kann. Zudem will sich Panasonic gegen Probleme mit den Stromverbrauchsrichtlinien wappnen, die sowohl in den USA als auch in Europa drohen könnten.
Dass man die Panels nicht weiterverkauft, hat auch einen weiteren Grund: Die Panasonic-Techniker wollen die Konkurrenz in Sachen Qualität übertrumpfen. Man hätte da noch einiges in der Hinterhand, heißt es, etwa bei der Hintergrundbeleuchtung und bei der Blickwinkelabhängigkeit – einem der bis dato ungelösten LCD-Probleme.
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