JVC: 4k wird erschwinglich
Wer gedacht hatte, nach Full-HD käme nichts mehr, könnte sich getäuscht haben. Auf der IFA im September war die vierfache HDTV-Auflösung bereits ein Thema, kurz 4k genannt. 3.840 x 2.160 Pixel hat der 3D-Fernseher von Toshiba, auch Sharp will solche Schirme bringen.
Bei Projektoren ist neben Sony (mehr dazu hier) auch JVC auf den Plan getreten – und zwar mit 4k zum Spartarif.
Die neuen Projektoren DLA-X70 und DLA-X90 bieten einen 4k-Modus, bei dem durch Pixelverschiebung (E-Shift) virtuelle Bildpunkte erzeugt werden. Dieses Verfahren verwendet eine schaltbare Flüssigkristallschicht, deren Brechung variabel ist. Erstmalig eingesetzt wurde dieses Verfahren an einem Projektor-Prototyp, der mit einem 4k-Chip 8k für das japanische Super-Hivision darstellte. Man mag darüber streiten, ob das echte Pixel sind (mehr dazu hier), doch die Wirkung ist eindeutig: Treppenstufen an schrägen Linien sind verschwunden, feine Details wirken präziser, der Bildeindruck wird noch filmischer. Erfreulicherweise werden die Projektoren gegenüber den Vorgängern nicht teurer. Im 3D-Modus wird der schnelle Bildwechsel für die Shutterbrillen benötigt, dann bleibt es bei Full-HD.
Einziger Pferdefuß: Es gibt keinen Eingang für 4k-Signale, die Projektoren skalieren nur intern hoch. So kann man damit nicht die Bilder einer kommenden 4k-Kamera in voller Pracht ansehen, die JVC im Winter einführen wird. Das Gerät, das unter 7.000 Euro kosten könnte, liefert sogar 4k bei 50 oder 60 Hertz – etwas, was über HDMI derzeit gar nicht übertragen werden kann. Denkbar wäre, dass man dafür Displayport verwendet oder die Thunderbolt-Schnittstelle von Intel. Oder dass die nächste HDMI-Version unterwegs ist.
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