Toshiba: 3D ohne Brille schon im Dezember
Es gibt doch immer wieder noch echte Überraschungen: Ein letztes Detail des Toshiba-Fernsehers 55ZL2, der 3D ohne Brille darstellt, war bis zur IFA geheim geblieben – auch wenn audiovision in Ausgabe 8-2011 die Technik schon beschreiben konnte.
Bisher noch von keinem Hersteller eingesetzt, ja noch nicht einmal auf Fachkonferenzen vorgeführt, ist der Toshiba-Trick, mit der eingebauten Kamera die Blickwinkel genau auf die Zuschauer vor dem Schirm auszurichten. Das ist deswegen wichtig, weil der 55-Zoll-Schirm die Pixel seines 4k-Rasters auf neun Blickwinkel verteilt, dies jedoch in fünf Zonen wiederholt; insgesamt sind es also 45 Perspektiven, bei denen es allerdings jeweils viermal einen Wechsel von neun auf eins gibt.
Dort kommt dann kein 3D-Effekt zustande, sondern nur ein gestörtes Bild. Um diesen Effekt zu vermeiden und die fünf Keulen sauber auszurichten, bemüht der ZL2 die eingebaute Kamera. Damit wird nichts optisch verändert, sondern nur die Zusammenfassung der Pixel in 3x3-Blöcke gesteuert.
Die Erfassung geschieht nicht automatisch, sondern muss vom Benutzer mit der Fernbedienung aufgerufen werden. Ob damit sogar eine Anpassung an die Entfernung möglich ist, war nicht herauszufinden.
Bemerkenswert auch, dass Toshiba den ersten Fernseher dieser Art bereits im Dezember einführen will. Damit ist man allen Mitbewerbern weit voraus, selbst wenn auf der IFA an vielen Ständen ähnliche Produkte zu sehen waren – allerdings nur als Prototypen. Selbst ein chinesischer Hersteller wie TCL oder Vestel aus der Türkei haben sich entsprechende Panels liefern lassen. So weit wie Toshiba ist aber keiner.
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