Settop-Boxen fürs Kabel bald nur noch mit Internet-Modem
Weil Kabelnetzbetreiber immer stärker auf Internet-Zugang und Telefonie setzen, werden künftig wesentlich mehr Settop-Boxen mit integriertem Internet-Modem und Ethernet-Anschluss verkauft.
Davon gehen zumindest die Analysten des nordamerikanischen Marktforschungsunternehmens In-Stat in einer am Donnerstagmorgen (Ortszeit) vorgelegten Studie aus. Das hat auch Auswirkungen auf das Fernsehprogramm: Das wird noch überwiegend in traditionellen Verfahren zum Konsumenten transportiert, könnte künftig aber hauptsächlich im effizienteren und im Endeffekt auch preiswerteren und zudem interaktiven IPTV-Format angeliefert werden. Der Internet-Zugang wird über den DOCSIS-Standard sichergestellt, der sich natürlich für den TV-Empfang oder Video-on-Demand-Signale eignet.
Laut In-Stat dürfte sich die Anzahl der Kabel-Receiver mit integriertem Modem zwischen 2009 und 2014 verdoppeln. Gleichzeitig sinkt die Auslieferung der klassischen Boxen aufgrund der nachhaltigen Sättigung um acht Prozent in diesem Jahr auf dem US-Markt.
In Europa und auch in Asien dürfte die Verbreitung aufgrund neuer HD-Dienste nach Ansicht der Auguren dagegen steigen. Vor allem in Deutschland werden Boxen mit integrierten Modems bzw. LAN-Anschlüssen interessanter, weil Anbieter wie Kabel Deutschland oder Unitymedia vor allem bei Internet und Telefonie neue Kunden abholen. Abolsute Absatzzahlen wurden von In-Stat nicht genannt.
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Kommentar #1 vom 27.10.2010, 02:48