Studie: Flat-TVs & Receiver zu kompliziert - 3D rumpelt noch
Digitale Set-Top-Boxen und Blu-ray-Player sind aktuell die Wachstumstreiber bei der Unterhaltungselektronik - im Gegensatz zu 3D- und Internet-fähigen Flachbildfernsehern. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch vorgelegte Studie der Unternehmensberatung Deloitte.
Die größte Herausforderung für die Hersteller sei eine verbesserte Bedienfreundlichkeit von Geräten, urteilen die Auguren. Gerade in der älteren Käufergruppe sei - anders als bei der Qualität - nur etwa die Hälfte mit Bedienungsanleitung und Bedienlogik der Geräte zufrieden, hieß es. Kein Wunder: Immer mehr Funktionen werden integriert. Auch lobt nur etwa ein Drittel aller Käufer die Serviceabwicklung. Und immerhin 44 Prozent würden einen etwas höheren Preis für gute Beratung im Fachhandel zahlen.
Mit Blick auf die von den Anbietern propagierte "Konvergenz", also die Verschmelzung von TV und Internet, tendieren die Verbraucher laut Deloitte eher zu modularen als zu Komplettlösungen. Problematisch bleibt die Frage nach akzeptablen Bezahlmodellen bei den gebotenen Inhalten wie Mediatheken oder Video-on-Demand. Auch der Trend 3DTV stößt auf großes Interesse, in diesem Jahr werden aber wahrscheinlich nur 100.000 Flachbildfernseher mit Brillen verkauft. Auch an Inhalten mangelt es - sowohl im Fernsehen als auch auf Blu-ray.
Der deutsche Unterhaltungselektronikmarkt war der Studie zufolge mit einem Umsatzvolumen von knapp 13 Milliarden Euro stabil. 2010 erreicht er ein voraussichtliches Umsatzvolumen von 13,4 Milliarden Euro und wächst damit um 2,1 Prozent. Der Absatz von Flat-Screens soll um 16,2 Prozent auf 9,6 Millionen Stück steigen. 2009 konnte der Absatz von Settop-Boxen - die dem allgemeinen Preisverfall trotzten - gegenüber 2008 von 4,4 auf 5,2 Millionen Geräte zulegen, während der Abverkauf von Blu-ray-Playern in diesem Jahr erstmals über einer Million Stück liegen wird. Digitalkameras, Spielkonsolen und MP3-Player hingegen leiden unter zunehmenden Absatzproblemen.
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