IFA: Kritik an 3D-Hype - TV-Kauf ohne Standards zu früh
Die Software-Initiative Deutschland (SID) rät den Verbrauchern, sich auf absehbare Zeit keine 3D-Fernsehgeräte zuzulegen. Der Hype um das dreidimensionale Fernsehen auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) sei völlig überzogen und nur von kurzer Dauer, urteilte der Verband am Freitag in einer Mitteilung.
"Es gibt weder Standards noch 3D-Fernsehsender noch Qualitätserfahrungen mit 3D-Geräten", begründete der SID-Vorstandsvorsitzende Helmut Blank die Anti-Empfehlung. "Wer sich heute vom 3D-Hype blenden lässt, läuft Gefahr, morgen eine Flimmerkiste zu Hause stehen zu haben, die längst nicht mehr den aktuellen Normen entspricht, wenn es in einigen Jahren mit 3D richtig losgeht", warnte Blank.
Die Einwände sind nicht ganz richtig, aber auch nicht falsch. Technikexperten sind einerseits überzeugt davon, dass das dreidimensionale Fernsehen nur ohne entsprechende Shutterbrillen eine Zukunft hat. Andererseits einigten sich erst in dieser Woche die europäischen Sender und Hersteller mit dem Satellitenbetreiber SES Astra auf einen 3D-Standard. Generell gilt: Wer bei einer neuen technischen Entwicklung schnell zugreift, hat oft das Nachsehen.
"Die Technik ist da, die Geräte sind da, die Preise sind noch zu hoch, da muss man noch einiges tun, vor allem wenn man die Shutterbrillen anguckt. Aber von den Inhalten wird es ein bisschen schwierig", erklärte auch ZDF-Technikexperte Rainer Kirchknopf am Freitag.
Interakvites Fernsehen mit mehr Chancen?
Als "substanzielles Trendthema" der IFA stufte die Software-Initiative Deutschland - naturgemäß - das hybride Internet-Fernsehen ein. Mit HbbTV steht schon ein Standard bereit, der noch auf die Integration in Endgeräte wartet, dessen Zukunftsaussichten aber ebenfalls im Dunkeln liegen.
ZDF-Technikexperte Kirchknopf sieht es positiv, auch der Mainzer Sender bietet schließlich eine App an: "Diese Technik ist definitiv für die ganz normalen Endnutzer für daheim, die Zuschauer, die eigentlich nicht so viel am Computer arbeiten oder nicht so ein iPad neben sich liegen haben wollen. Da geht es wirklich darum, man schaut Fernsehen und will nicht vom Fernseher aufstehen und sich an den Computer hinsetzen, sondern per Knopfdruck, durch eine rote Taste, durch eine Internet-TV-Taste dann direkt ins Internet springen und dort Videos abrufen."
Das dreidimensionale Fernsehen und Flat-TVs mit Internet-Anschluss gehören zu den großen Themen der Funkausstellung in diesem Jahr.
Powered by Sat+Kabel
Teilen
Das könnte Sie auch interessieren:
Der japanische Hersteller Panasonic bietet auf seiner Supportseite neue Firmware-Versionen für seine neuen 3D-Blu-ray-Player DMP-BDT120/220/221/320/500 und diverse 3D Heimkinosysteme an.
Den ganzen Beitrag lesen 
Der südkoreanische Unterhaltungselektronikspezialist Samsung kündigt für diese Woche seinen eigenen OLED-TV an. Dabei wird auch erstmals der finale Name des TVs genannt. So wird das 55 Zoll OLED-Flaggschiff künftig unter der Bezeichnung ES9500 laufen.
Den ganzen Beitrag lesen 
Panasonic präsentiert mit den Modellen DMR-BST820 und DMR-BST720/721 seine neue Generation von Blu-ray-Recorder für den digitalen Satelliten-Empfang.
Den ganzen Beitrag lesen 
Mit dem DBT-1713UD hat Denon am Rande der High End 2012 in München seinen neuesten Blu-ray Transport vorgestellt. Dieser ist natürlich passend zu den erst kürzlich vorgestellten AV-Receivern.
Den ganzen Beitrag lesen 
Nachdem Denon zuletzt das Einstiegssegment mit den beiden AVRs AVR-1513/1713 bedient haben, schickt man nun die etwas gehobeneren AV-Receiver ins Rennen. Präsentiert werden sie am Rande der High End 2012 in München.
Den ganzen Beitrag lesen 
Ein neues Verfahren für die Übertragung und Speicherung von 3D-Bildern hat Dolby vorgestellt.
Den ganzen Beitrag lesen 
Die ganz große Überraschung ist es nicht, aber das Rätselraten geht weiter. Schon im letzten Herbst kündigte Kamerahersteller Red einen Laserprojektor an, jetzt war er erstmalig zu sehen. Auf der NAB-Messe in Las Vegas stand das Produkt und leuchtete.
Den ganzen Beitrag lesen 


Beim Panasonic handelt es sich um den einzigen Plasma im Test. Offiziell kostet der 42-Zöller 1.000 Euro, im Internet gibt es den 3D-Fernseher mit Shutter-Technik für etwa 800 Euro.
Mit einer Preisempfehlung von 1.200 Euro gehört der LG zu den teureren Fernsehern des Tests. Günstige Angebote für den Edge-LED-TV bewegen sich inklusive Polfilter-Brillen bei 850 Euro.
Sonys Edge-LED-Fernseher bekommt man ab 750 Euro. Highlight des 40-Zöllers ist die umfangreiche Multimedia-Ausstattung inklusive HbbTV. Verzichten muss man auf Techniken zur Schärfeverbesserung bei Bewegung.
Zu Internet-Preisen um 900 Euro ist der 42 Zoll-Plasma von Panasonic ein attraktives Angebot. Er verfügt sowohl über einen Universaltuner als auch über Möglichkeiten zur Farboptimierung.
Der günstigste TV im Testfeld stammt von LG: Den LCD-Fernseher mit Edge-LED-Backlight bieten Internet-Versender schon für 600 Euro an. Verzichten muss man dafür auf 3D, USB-Aufnahme und 100 Hertz.
Die Bildqualität eines TVs hängt nicht nur vom Gerät selbst, sondern auch von seiner Bildeinstellung ab. Mit unserem kostenlosen Universaltestbild können Sie Helligkeit, Kontrast, Bildschärfe und Farben schnell optimieren.








Der aufrechte Feuerwehrmann Caleb ("Unser lautes Heim"-Kinderstar Kirk Cameron) lebt für den Job, weshalb es in der Ehe mächtig kriselt. Die Trennung von seiner Frau (Erin Bethea) scheint unvermeidbar, doch dann schlägt Calebs Vater ein ungewöhnliches "Liebes-Wagnis"-Experiment vor. Mit fast vierjähriger Verspätung erscheint der US-Überraschungshit (33 Millionen Dollar Einspiel) bei uns auf Blu-ray.
London 1880: Um Frauen von der Hysterie zu heilen, legt ein junger Arzt (Hugh Dancy) bei seinen Patientinnen an intimen Stellen Hand an – mit durchschlagendem Erfolg. Dem manuellen Einsatz nicht mehr gewachsen, erfindet er den Vibrator. Lockere Brit-Komödie mit tollem Schauspielensemble (u.a. Maggie Gyllenhaal, Jonathan Pryce).
Als der Teenager Nathan Harper auf einer Webseite für vermisste Personen ein Kinderfoto von sich entdeckt, gerät er ohne ersichtlichen Grund ins Visier professioneller Killer und der CIA. Zielgruppengerechte "Auf der Flucht"-Variante mit "Twilight"-Star Taylor Lautner (der mit den Muskeln). 
TV-Techniker und Entscheidungsträger aus der ganzen Welt gaben im November ein Versprechen ab: Die nächste TV-Norm wird einheitlich. Doch die Liste der Vorhaben ist lang.
Das größte Ärgernis bei 3D-Filmen sind Doppelkonturen. Sie können viele Ursachen haben – und oft kann man nichts dagegen tun.
Filme zum Kinostart auch im Wohnzimmer, dieser Traum rückt näher. Aber ob er jemals wahr wird, ist noch offen.
Kommentare zu diesem Artikel (einloggen zum Schreiben):
Kommentar schreiben