IFA: Auch RTL schickt eigenes HbbTV-Angebot auf Sendung
Parallel zur ProSiebenSat.1-Gruppe startet auch der Privatsender RTL zur IFA in Berlin (3. bis 8. September) sein HbbTV-Angebot. Unter dem Namen "RTL digitaltext" schickte der Sender am Mittwoch sein neues Angebot auf Sendung.
Entwickelt wurde das werbefinanzierte Angebot von den RTL-Tochterunternehmen RTL Interactive und CBC, wie RTL am Mittwoch mitteilte.
Der Standard HbbTV ermöglicht es, die bisherigen Videotext-Informationen aus den Bereichen Nachrichten und Aktuelles sowie Sport, Programm und Ratgeber mit den multimedialen Möglichkeiten des Internets auf dem TV-Gerät zu verbinden. Mit dem "RTL digitaltext" können auch hochauflösende Bilder sowie Videoinhalte abgerufen werden. Die Dienste werden über den "Red Button" auf der Fernbedienung aktiviert. Besitzer des Humax iCord HD+ können den "RTL digitaltext" beispielsweise schon nutzen.
Empfangbar ist das HbbTV-Angebot über sogenannte Hybrid-Geräte. Allerdings ist das Angebot derzeit noch verschwindend gering. Philips, Technisat und Humax arbeiten an entsprechenden Lösungen, Videoweb hat bereits mit dem 600S eine entsprechende Receiver-Box auf den Markt gebracht.
HbbTV soll den bisherigen Videotext ablösen, der in diesem Jahr 30 Jahre alt wird und immer noch täglich von Millionen Zuschauern genutzt wird. Vor HbbTV sollte bereits die Multimedia Home Plattform (MHP) den klassischen Videotext ablösen, was jedoch scheiterte. Nur wenn HbbTV zum einheitlichen Standard in der Gerätebranche wird, kann sich das Format durchsetzen.
Auf der IFA zeigen unter anderem auch die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF sowie ProSiebenSat.1 neue Konzepte zu HbbTV.
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