Heimvernetzung soll Leben bequemer machen - Umfrage
Musik drahtlos vom Rechner auf die HiFi-Anlage überspielen, mit unterschiedlichen Geräten auf die Festplatte zugreifen, Videos von einem Bildschirm zum anderen übertragen - Verbraucher erhoffen sich von digitaler Heimvernetzung vor allem mehr Bequemlichkeit und Komfort.
Das ergab eine Umfrage der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik sowie des Bundesverbands Technik des Einzelhandels. Heimvernetzung ist eines der großen Themen bei der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin, die noch bis Mittwoch geöffnet ist.
Für 67 Prozent der Befragten ist demnach Bequemlichkeit wichtig, für 62 Prozent Komfort. Zwei Drittel der Befragten sehen in den neuen Möglichkeiten die Zukunft. Die Umfrage ergab aber auch, dass das Thema bei vielen noch nicht richtig angekommen sei. Drei Viertel gaben an, sich noch nicht ausreichend damit befasst zu haben.
In vielen Haushalten ist die Basis-Infrastruktur für eine Heimvernetzung schon vorhanden. So gaben 70 Prozent der Befragten an, einen Router zu betreiben; ein kabelloses Netzwerk (WLAN, Vernetzung über Funktechnik) nutzen 47 Prozent, 31 Prozent haben ein kabelgebundenes Netzwerk (LAN/Ethernet), 28 Prozent haben einfache Kabelverbindungen (z.B. USB) in Betrieb und acht Prozent ein Netzwerk-fähiges Haus-Stromnetz.
Dateien kopieren und Geräte synchronisieren
Die Hitliste der Nutzung der Heimvernetzung wird mit 50 Prozent angeführt von Dateien kopieren und Geräte synchronisieren, dicht gefolgt von Musik verwalten und hören mit 44 Prozent. Platz drei mit 42 Prozent belegt die Anwendung Videos und Fotos verwalten und gemeinsam ansehen. Die weiteren Plätze belegen mit 35 Prozent online Computerspiele spielen, Internetradio hören (30 Prozent), Skype nutzen oder telefonieren über das Internet (27 Prozent) und mit 23 Prozent Web-TV anschauen.
Bei der Bekanntheit der Möglichkeiten ergab die Studie ein konträres Bild, das eine große Lücke zwischen Wissen und aktueller Nutzung sichtbar macht: So wissen 45 Prozent der Befragten von der Möglichkeit der Fernsteuerung via Computer, allerdings nutzen dies aktuell nur zehn Prozent. Auch das Thema Sicherheit kennen 43 Prozent, genutzt wird es erst von sechs Prozent. Weitere Nutzungsmöglichkeiten haben ein ähnliches Bild ergeben: Fernsteuerung via Handy, Fernsteuerung via TV-Gerät, personalisierte und ortsunabhängige Mediennutzung, Energiemanagement und Fernwartung von Geräten.
Das noch zu nutzende Potenzial an Möglichkeiten zeigen weitere Ergebnisse der Studie auf: Einen akzeptablen Preis vorausgesetzt, kämen bei jeweils 45 Prozent der Befragten eine Nutzung der Fernsteuerung via Computer oder Handy oder das Thema Sicherheit in Frage. Für 37 Prozent wäre Energiemanagement denkbar und 26 Prozent automatisierter Betrieb. Eine Fernsteuerung per Handy oder Smartphone wäre für 28 Prozent und eine Fernsteuerung per Fernsehgerät für 23 Prozent interessant.
Die Concentra Marketing Research Nürnberg befragte im Juni und Juli 1000 Menschen von 18 bis 69 Jahren.
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Kommentar #1 vom 03.10.2011, 12:16