3D: TV-Sender einigen sich mit Astra auf Standards
Der Satellitenbetreiber SES Astra hat sich nach eigenen Angaben mit öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern, Netzbetreibern sowie von Vertretern der Unterhaltungselektronik-Industrie auf die Einführung von Mindestspezifikationen für das 3D-Fernsehen geeinigt.
Dreidimensionale Satellitenübertragungen werden demnach zunächst entweder im Side-by-side-Format für eine Auflösung von 1.080i oder im Top-Bottom-Format für eine Auflösung von 720p erfolgen, teilte Astra am Donnerstagmorgen mit. Sie sind dadurch mit den bestehenden HD-Settop-Boxen kompatibel. Side-by-side und Top-bottom sind Übertragungsformate, bei denen zwei Bilder entweder horizontal oder vertikal in einem Bildfeld angeordnet werden. Die Übertragung von jeweils einem Bild für das linke und für das rechte Auge macht das stereoskopische 3D-Bild mit Spezialbrillen sichtbar.
Bei unverschlüsselten 3D-Ausstrahlungen wird auf einen Mechanismus zurückgegriffen, der ein automatisches Umschalten des Bildschirms von 2D auf 3D wie auch von 3D auf 2D ermöglicht. Dieser Mechanismus ist nach Astra-Angaben Teil des neuen DVB-Standards. Dessen Chef Ferdinand Kayser zeigte sich zufrieden: Die Initiative sei "ein echter Sprung hin zur Einführung des 3D-Fernsehens in Europa". 3D werde den Markt für Unterhaltungselektronik weiter antreiben und dafür sorgen, dass Fernsehen weiterhin das bedeutendste Unterhaltungsmedium bleibt.
Unabhängig davon strickt das DVB-Konsortium selbst noch an Empfehlungen für das räumliche Fernsehen. Im Spätherbst sollen erste Ergebnisse vorliegen. Inweiweit unterschiedliche Anforderungen an Receiver dann auf dem Rücken der Verbraucher ausgetragen werden, bleibt abzuwarten.
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