Weniger digitale Settop-Boxen fürs Kabel werden gebraucht
Die Nachfrage nach digitalen Kabelboxen wird in den kommenden Jahren sinken, davon zeigen sich Marktforscher überzeugt - keine guten Nachrichten für Lieferanten wie den britischen Elektronikkonzern Pace oder Motorola.
Wie die Auguren des US-amerikanischen Unternehmens In-Stat Ende der Woche in Scottsdale (Arizona) mitteilten, sind davon aber nicht alle Regionen betroffen. Nach einem Rekordjahr 2009 sinkt vor allem in Nordamerika der Bedarf, in Europa und Lateinamerika steigt er. Das liegt an der noch vergleichsweise geringen Durchdringung mit HDTV-fähigen Modellen. Die Umstellung aufs hochauflösende Fernsehen ist gerade erst in Gang gekommen. In Lateinamerika empfangen die meisten Zuschauer darüber hinaus ihr Programm noch analog im Kabel - ähnlich wie in Deutschland.
Bis Ende des Jahres sollen weltweit acht Prozent weniger Settop-Boxen ausgeliefert werden, das entspricht laut In-Stat 44,1 Millionen Modellen. Sehr beliebt sind Billig-Modelle fürs Schlafzimmer oder den Hobbyraum gerade in Nordamerika, weil dort bereits eine Sättigung mit höherpreisigen Receivern eingetreten ist. Sieben Millionen abgesetzte Boxen erwarten die Marktforscher in diesem Jahr.
Die größten Anbieter sind laut In-Stat Motorola, Cisco (Scientific-Atlanta) und Technicolor (vormals: Thomson). Der gesamt Marktanteil der Anbieter schrumpfte gleichwohl in den vergangenen zwei Jahren von 50 auf 41 Prozent. Profitieren davon konnte der europäische Anbieter Pace.
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Kommentar #1 vom 04.09.2010, 22:12