Fußball: Sky & Telekom planen 3D-Kanal für die Bundesliga
Die Deutsche Telekom und der Pay-TV-Sender Sky verhandeln mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) über eine 3D-Variante bei der Übertragung von Spielen der Fußball-Bundesliga. Das bestätigten Sprecher von Telekom und DFL dem Magazin "Focus" laut einer am Sonntag vorab verbreitetern Mitteilung.
Sky selbst wollte sich offenbar nicht äußern. Der Bonner Telekommunikationskonzern hatte schon vor Wochen im Rahmen einer Vorabveranstaltung zur kommenden Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin angekündigt, kostenpflichtige Video-on-Demand-Spielfilme ab Herbst auch dreidimensional anbieten zu wollen. Ein Software-Update soll die einzig erhältliche Settop-Box für "Entertain" fit für 3D machen, Voraussetzungen wären dann noch ein entsprechender Flachbildfernseher. Von Fußball war damals aber noch nicht die Rede.
Sky experimentierte in der vorvergangenen Woche mit einer Wiederholung des Bundesliga-Spiels im 3D-"Side by Side"-Verfahren - unverschlüsselt. Zu sehen war die Partie zwischem Leverkusen und dem Hamburger Sportverein, die am 14. März stattgefunden hatte und dreidimensional vom Dienstleister Sportcast produziert wurde. Der Siegeszug der Technik im Kino, der zuletzt mit "Avatar" den finanziell erfolgreichsten Film aller Zeiten hervorbrachte, könnte bei der Abogewinnung helfen, hofft man bei Sky. Doch die neue Technik kostet Geld und das ist beim Münchner Konzern trotz Kapitalspritzen eher knapp.
Sky zeigte sich im Frühjahr noch vorsichtig: "Das ist ein Thema für die Zukunft", hatte der neue Vorstandsvorsitzende Brian Sullivan gesagt. Man wisse, dass viele Zuschauer sich erst einen neuen Flachbildfernseher zugelegt haben. Viele würden sich so rasch nicht mit der neuen und nicht eben billigen Technik ausstatten. Zudem ist die doppelte Produktion von herkömmlichen zweidimensionalen Übertragungen und 3D aufwendig und vor allem teuer.
Vermarktungspakete für 2013 früher als geplant
Die Liga bereitet nach "Focus"-Angaben unterdessen die Vermarktungspakete für den 2013 beginnenden Rechtezyklus vor. Die Ausschreibung beginne im Laufe des kommenden Jahres, also ein Jahr früher als bei den vergangenen Bieterrunden für die lukrativen Übertragungsrechte, hieß es.
Nach Informationen des Magazins solle das nicht nur mehr Zeit für Diskussionen mit dem Bundeskartellamt und der Europäischen Kommission bringen, sondern auch mehr "Planungssicherheit" für die Klubs und den Bezahlkanal Sky, der als wichtigster Geldgeber der Liga für die Live-Übertragungen der Spiele zurzeit jährlich rund 240 Millionen Euro zahlt.
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