SPD-Medienkommission will GEZ kippen
Die SPD-Medienkommission hält die monatliche GEZ-Abgabe der Fernsehzuschauer für überholt. Eine rein gerätebezogene Rundfunkgebühr werde den Anforderungen an eine moderne Kommunikationsgesellschaft nicht mehr gerecht, sagte der Vorsitzende der Kommission, Marc Jan Eumann, am Donnerstag in Berlin.
Das sozialdemokratische Gremium erarbeitete nach eigenen Angaben ein Reformpapier, das "Eckpunkte für eine zukunftsorientierte und faire Finanzausstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internetzeitalter" enthalte. Eumann nannte keine Einzelheiten, plädierte aber für eine "behutsame Abkehr der Rundfunkgebührenpflicht von der Geräteabhängigkeit".
Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich Ende Oktober darauf verständigt, im Juni eine Entscheidung über die Neuordnung der Rundfunkgebühren zu treffen. Neben einer modifizierten GEZ-Variante, die sich nach Art und Zahl der Empfangsgeräte richtet, ist eine monatliche Abgabe im Gespräch, die jeder Haushalt unabhängig von den tatsächlich vorgehaltenen Geräten entrichten müsste (SAT+KABEL berichtete).
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