Digitalisierung trotz HDTV-Start rückläufig
Der Beginn des 24-stündigen Regelbetriebs der öffentlich-rechtlichen HDTV-Sender hat der Digitalisierung des Fernsehens in Deutschland nicht den erhofften Schub nach vorne beschert.
Laut der am Mittwoch vorgelegten Monatsauswertung der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung sank der Anteil der Zuschauer, die ihr TV-Programm per Satellit, Kabel, DVB-T oder IPTV digital empfangen, im Gegenteil sogar ab. Während im Januar noch 14,68 Millionen Haushalte mindestens einen Digital-Receiver in ihrer Wohnung in Betrieb hatten, wurde zum Stichtag 1. März ein Wert von lediglich 14,6 Millionen ausgewiesen.
Gründe für den Rückgang nannten die Forscher nicht. Unverändert wird bei der gemeinsam mit der GfK vorgenommenen Erhebung eine Gesamtmenge von 35,49 Millionen TV-Haushalten in Deutschland als Bezugsgröße herangezogen. Die Digitalisierungquote in Deutschland ging damit binnen Monatsfrist von 41,4 auf 41,1 Prozent zurück.
Seit Anfang 2006 betrug der Zuwachs 7,39 Millionen, was mehr als einer Verdoppelung der Gerätebasis gleichkommt. Zu Beginn der Erhebung im Jahr 2001 empfingen von damals 34,35 Millionen Haushalten nur 1,84 Millionen digitales Fernsehen. Das entsprach einem Anteil von 5,3 Prozent.
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