Praxistest: Wireless HDMI-Adapter von Itrio

vom 17.02.10 | 12:28

Praxistest: Wireless HDMI-Adapter von ItrioBei HDMI-Verbindungen ist zwar für Bild und Ton nur ein Kabel nötig, doch kann dieses noch zu viel sein: wenn der Beamer im hintersten Winkel unter der Decke hängt und eine Verbindung das Ziehen von zig Metern teurem Kabel bedeuten würde. Nicht nur, dass die Sache ins Geld geht, je nach Gerät können sich dabei auch Fehler einschleichen. Denn nicht jeder Player oder Receiver liefert soviel Pegel, dass nach 15 oder mehr Metern Kabellänge genügend Signal ankommt.

Abhilfe versprechen Funklösungen, zum Beispiel vom koreanischen Hersteller ITRIO, dessen Wireless-Produkte in Deutschland von Focusline in zwei verschiedenen Versionen vertrieben werden: als Itrio HD-W100 und als HD-P100. Dabei steht das W für Wireless (zu deutsch: kabellos) und das P für Powerline, also die Übertragung über das Stromnetz. Beide Varianten können ihre Signale auch über eine herkömmliche LAN-Verkabelung senden und empfangen.

Ausstattung & Bedienung
Da beim Sender und Empfänger die Stromversorgung als separates Stecker­netzteil ausgeführt ist, fallen die beiden Geräte recht kompakt aus. Trotz externer Stromversorgung ist die Temperatur­entwicklung  nicht ohne und es dürfte daher ratsam sein, die mitgelieferten Standfüße zu verwenden und Sender wie Empfänger hochkant aufzustellen, um für eine ausreichende Luftzirkulation zu sorgen.
Senderseitig bietet das Itrio System zwei HDMI-Eingänge, die Signale bis zu 1080p verarbeiten, eine Scart-Buchse, einen 3,5mm Stereo-Klinkeneingang, einen 3,5mm Anschluss für externe Infrarotaugen, eine VGA-Buchse, LAN und Stromanschluss. Die schwarz glänzende Front zieren ein kleiner Taster sowie ein paar unterschiedlich leuchtende Farbsymbole für die verschiedenen Eingänge und die Anzeige einer bestehenden Verbindung zwischen Sender und Empfänger.
Am Empfänger gibt es nur eine HDMI-Buchse, dafür aber zusätzlich zur Scart-Buchse einen YUV-Ausgang. Zudem eine 3,5mm Stereoklinkenbuchse, eine 3,5mm Buchse für den Anschluss eines Infrarot-Extenders, einen LAN-Anschluss und natürlich die Buchse für das externe Steckernetzteil.
Die Installation und Bedienung gestaltet sich dank klarer Symbolik und Bedienelementen einfach. Nach dem Herstellen der Stromverbindung dauert es weniger als eine Minute, bis die beiden beteiligten Partner, sprich Sender und Empfänger, sich gefunden haben. Über den winzigen Taster auf der Front lassen sich die Ein- bzw. Ausgänge durchschalten und bei längerem Druck die Geräte ein- bzw. ausschalten. Mit der mitgelieferten Fernbedienung lassen sich zudem auch die Funkkanäle wechseln, eine eventuelle LAN-Verbindung aktivieren und über die Info-Taste Informationen über die Verbindungsqualität, die ein- und ausgehenden Sig­nale und die vom Display unterstützten Videoformate abrufen.

Praxistest: Wireless HDMI-Adapter von Itrio
Flexibel: Am Empfänger (links) lassen sich Displays über HDMI,
Komponente oder Scart anschließen, am Sender neben
Scart und VGA gleich zwei HDMI-Quellen. Kompakte Maße,
schlichte Optik und einfache Bedienung zeichnen das Itrio
Wireless Full HD System aus.


Bild- und Tonqualität
Auf den ersten Blick macht die Übertragung einen guten Eindruck und lieferte in unserem Labor auch bei Entfernungen von 20 Metern und durch mehrere Wände hindurch ansehnliche Bilder. Rückt man dem System mit Testbildern zu Leibe, zeigt sich, dass aufgrund der Komprimierung eine reduzierte Farbauflösung auftritt und es teilweise zu unregelmäßigem Bildstottern (Mikroruckler) kommt. Otto-Normalverbraucher, die das Signal vom  neuen HD-Satreceiver zum Zweitfernseher ins Schlafzimmer senden wollen, dürften das aber kaum feststellen.
Selbst 24p-Signale akzeptiert das System und leitet sie an Projektor oder Fernseher. An Letzterem kommt es bei 24p aber in unregelmäßigen Abständen zu kurzen Tonaussetzern. Verwendet man eine andere Auflösung, wird der Ton anstandslos übertragen.  


Per Info-Taste auf der kompakten Fernbedienung  zeigt der Empfänger
Informationen über die Signalqualität, die ein- und ausgehenden
Signale und sogar die vom Display unterstützten Auflösungen.

 



 

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