Keine OLED-Panels mehr von Sony in Japan
Der japanische Unterhaltungselektronikkonzern Sony hat überraschend den Stecker bei seinen ultraflachen OLED-Panels gezogen. Das Unternehmen teilte am Dienstagabennd (Ortszeit) in Tokio mit, dass der Vertrieb auf dem heimischen Markt wegen mangelnder Nachfrage gestoppt worden sei. Sony hatte die Panels erst vor zwei Jahren unter großem medialem Getöse eingeführt und große Hoffnungen auf einen Durchbruch gesetzt.
Der Organic Light Emitting Diode (OLED) wurde ursprünglich ein Marktpotenzial in Milliardenhöhe prognostiziert. Die Produkte bestehen aus Nanometer dicken Schichten organischer Halbeiter und organischer Farbstoffe. Je nach ihrer chemischen Struktur können sie Licht in allen sichtbaren Farben erzeugen. Die Materialien werden dabei zwischen zwei elektrischen Kontakten eingebettet. Fließt der Strom durch das Bauelement, geben die elektrischen Ladungsträger ihre Energie an die organischen Moleküle ab, die diese wiederum in Licht umwandeln.
Die Produktion der Panels ist allerdings sehr teuer. Japanische Verbraucher zogen nicht mit, bevorzugten auch weiter preiswertere LCD-Fernseher. Ein Sony-Sprecher sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass ein Verkaufsstopp in Europa und Nordamerika nicht geplant sei. Auch die Herstellung soll weitergehen, auch wenn es bei großformatigen Displays noch immer zu Problemem kommt. Aktuell bietet Sony nur ein einziges elf Zoll großes Modell an, das umgerechnet 1.600 Euro kostet. Vielversprechender scheinen Investitionen in 3D-Technologie und bessere LCDs.
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Kommentar #1 vom 06.11.2011, 19:16