"HD+"-Module erst ab zweitem Quartal
Käufer von Fernsehern und Satelliten-Receivern mit CI-Plus-Schnittstelle müssen noch bis zum zweiten Quartal auf die Verfügbarkeit von Nachrüstmodulen für die "HD+"-Plattform des Satellitenbetreibers SES Astra warten.
Das bestätigte der deutsche Distributor Skyvision, nach eigenen Angaben exklusiver Vertriebspartner für den Endkunden-Markt, am Mittwoch. Anfang des zweiten Quartals seien die Module im Fachhandel verfügbar. Im Lieferumfang sei auch eine "HD+"-Smartcard enthalten, die für ein Jahr den kostenlosen Empfang von RTL-HD, ProSieben-HD und Co. ermöglicht. Danach fällt eine Jahrespauschale von 50 Euro für die weitere Freischaltung an.
Nur ein Receiver und wenige Sony-Fernseher kompatibel
SES Astra selbst hatte noch vor kurzem angekündigt, CI-Plus-Module würden "in Kürze" im Handel erhältlich sein (audiovision berichtete). Die Zahl der unterstützten Geräte ist derzeit ohnehin erschreckend gering. Neben Sony-Fernsehern der Bravia-Baureihen V58, Z58 und W58 mit eingebautem DVB-S2-Tuner unterstützt laut einer Auflistung auf der "HD+"-Website lediglich der Satelliten-Receiver Nanoxx Omega HD+ den "HD+"-Empfang über die benötigte CI-Plus-Schnittstelle.
Nach wie vor offen ist, ab wann die sogenannten Legacy-CAMs für die Nachrüstung älterer Common-Interface-Receiver bereitstehen. Hier hatte SES Astra zuletzt mit "demnächst" einen eher vagen Verfügbarkeitstermin kommuniziert.
Die "HD+"-Plattform ist bei Verbrauchern und Medien umstritten, weil sie den Zuschauer durch technische Blockaden schikaniert. So lassen sich bei zertifizierten "HD+"-Receivern Aufnahmen aufgrund von Vorgaben der Privatsender nicht vorspulen, bei Legacy-CAMs soll die Aufzeichnung von "HD+"-Kanälen nach derzeitigem Stand sogar vollständig unterbunden werden.
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Kommentar #1 vom 26.03.2010, 04:03