RTL und Sony kooperieren bei umstrittener "HD+"-Plattform
Der Privatsender RTL und der japanische Unterhaltungselektronikhersteller Sony verbünden sich, um die Kundschaft von hochauflösenden Bildern und damit von der umstrittenen, verbraucherfeindlichen "HD+"-Plattform zu überzeugen. In einer Trailer-Kampagne will RTL einer Mitteilung am Montag zufolge dem Zuschauer die Vorzüge von HDTV schmackhaft machen und zeigt darüber hinaus die neuen Bravia LCD TV-Geräte aus den V58-, W58- und Z58-Serien von Sony mit integriertem Satelliten-Tuner.
Die Geräte sind bereits mit CI-Plus-Schnittstelle ausgerüstet. Der Standard räumt den ausstrahlenden Sendern weitgehendes Mitspracherecht darüber ein, ob Werbung bei Aufnahmen übersprungen werden darf, ob Sendungen aufgezeichnet werden dürfen und wenn ja, wie lange.
RTL hat bereits angekündigt, von diesen Möglichkeiten bei seinem HD-Ableger Gebrauch zu machen, das gilt auch für Vox-HD, das ebenfalls über Astra "HD+" zu sehen ist. Die deutsche Sony-Dependance hatte bereits im September Konsumenten unter Druck gesetzt, um für eine neue Reihe von Flachbildschirmen ihrer Bravia-Reihe die Werbetrommel zu rühren (SAT+KABEL berichtete). "HD+" kostet 50 Euro jährlich, ab 1. Januar will auch die ProSiebenSat.1-Gruppe ihre Programme hochauflösend ausstrahlen. Verbraucherschützer hatten die Plattform zuletzt unverhohlen kritisiert.
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