BUND: Riesen-TVs und Beamer sind schlecht für's Klima
Der Klimaschutz sollte auch beim Kauf eines Fernsehers eine Rolle spielen. Tendenziell besser seien kleinere Geräte, sagte Christian Noll vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) in Berlin am Dienstag.
"Der Trend geht derzeit leider in die andere Richtung - von 80 Zentimetern zu über 90 Zentimetern Bildschirmdiagonale als neuem Standard." Die aktuellen TV-Geräte seien zwar unter dem Aspekt der Energieeffizienz im Schnitt besser als frühere Generationen, der Trend zu mehr Größe hebe diesen Effekt aber wieder auf. Dabei reichten 80 Zentimeter für durchschnittliche Nutzer völlig aus. Auch wer zu Weihnachten einen Fernseher verschenkt, sollte das in seine Überlegungen einbeziehen.
"Die Größe allein ist aber auch nicht entscheidend", sagte Noll. "Es gibt selbst zwischen gleich großen Geräten erhebliche Unterschiede. Das gilt auch für Markenhersteller." Deshalb sollten sich Käufer nach dem Stromverbrauch erkundigen. Sonst zahlt der Verbraucher unter Umständen jahrelang mehr als nötig: "Beim Fernsehkauf ist das unbedingt eine Überlegung wert: Wer sich für ein Gerät zum Schnäppchenpreis entscheidet, das unter Umständen sehr viel mehr Strom braucht, spart nichts. Im Gegenteil", warnte Noll: Bei einem Lebenszyklus von bis zu zehn Jahren koste der Mehrverbrauch leicht 200 oder 300 Euro.
Der BUND bietet im Internet einen "TV-Finder" an. Unter anderem werden rund 360 Geräte mit Blick auf die Stromeffizienz verglichen. Außerdem gibt es Tipps zur Auswahl geeigneter Geräte.
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