Blu-ray-Test: Year One
Die 'Humor kennt keine Grenzen'-Weisheit trifft auf "Year One" nicht zu. Während es die neueste Komödie von Geisterjäger Harold Ramis in den USA auf sechs Millionen Besucher brachte, verirrten sich hierzulande gerade mal 60.000 ins Kino. Und das obwohl die Story gesellschaftsunabhängig ist, sie spielt nämlich im Jahr 1.
Nachdem Neandertaler Zed (Krawall-Comedian Jack Black) sein Dorf abgefackelt hat, wird er zusammen mit seinem jungfräulichen Kumpel (Michael Cera) in die Wildnis verbannt. Von nun an begibt sich das trottelige Dick-und-Doof-Duo auf eine turbulente Reise quer durch die Bibelgeschichte und die Anfänge der Zeitrechnung.
Wie bei Komödien leider nicht unüblich setzt sich ein Großteil des Bonusmaterials aus entfallenen, erweiterten, verpatzten und improvisierten Szenen zusammen. Das alternative Ende, das Regisseur Ramis aufgrund seiner Explosivität das George-Bush-Ende nennt (das friedliche Filmende bezeichnet er als Barack-Obama-Ende), sollte man sich aber auf jeden Fall anschauen. Im 18-minütigen Making-of erfährt man einige interessante Dinge, auch wenn sich alle Beteiligten fortwährend gegenseitig auf die Schulter klopfen ("He is just the funniest guy", "He is great to work with"). Im Kommentar bietet Regisseur Ramis technische Einblicke in die Produktion, während die Hauptdarsteller Jack Black und Michael Cera in erster Linie für den Humor zuständig sind. Wer will, kann seine eigene Schnittfassung des Films erstellen und diese via BD-Live-Portal anderen zugänglich machen. Darüber hinaus bietet "Year One" wie alle großen Filme von Sony CineChat und movieIQ. (cs)
Bildqualität: Der rausch- und defektfreie 1,85:1-Transfer wirkt ungemein filmisch und bietet ein durchgehend sehr gutes Schärfe- und Detailniveau mit hoher Plastizität. Auch die kräftigen Farben und der ausgewogene Kontrastumfang gefallen. Dicke fünf Punkte.
Tonqualität: Neben dem gelegentlich treibenden Score ist ein Donnerhall in Kapitel 6 das tonale Highlight. Im turbulenten Finale hätten wir uns eine stärkere Einbindung der Surroundkanäle gewünscht. Klanglich einwandfrei.
Extras: Audiokommentar mit Harold Ramis, Jack Black und Michael Cera; "Year One Aller Anfang ist schwer: Die Reise beginnt" (17:52), "Im Cutting Room von Year One Aller Anfang ist schwer" (interaktiv), alternatives Ende (8:13, optional mit Kommentar), entfallene Szenen (3:53), erweiterte Szenen (13:31), verpatzte Szenen (5:10), "Die besten Versprecher" (8:28), "Sodom hat sie gekapert" (1:52), "Leeroy Jenkins: Die Tore von Sodom" (2:08), CineChat (BD-Live), movieIQ (BD-Live)
Fazit: Auch wenn der Anteil der Körperflüssigkeits-Gags etwas hoch ausfällt, liefern Jack Black und Michael Cera eine Geschichtsstunde der überaus amüsanten Art ab. Neben der Kinofassung birgt die Blu-ray einen zwei Minuten längeren Extended Cut.

Während Zed (Jack Black) von einer hübschen Prinzessin (Olivia Wilde) bezirzt wird, ...

... muss sich sein Kumpel (Michael Cera)
den Avancen eines schwulen Priesters (Oliver Platt) erwehren.
| Die Wertung | |
| Film |
4 von 6 Punkten |
| Bildqualität |
5 von 6 Punkten |
| Tonqualität |
3 von 6 Punkten |
| Bonusmaterial |
3 von 6 Punkten |
| Die technischen Daten |
|
| Anbieter |
Sony |
| Originaltitel |
Year One |
| Laufzeit |
97 / 99 |
| FSK |
ab 12 Jahren |
| Bildformat | 1,85:1 (1080/24p) |
| Ton Deutsch |
DTS-HD Master Audio 5.1 |
| Ton Englisch |
DTS-HD Master Audio 5.1 |
| Erhältlich | ja |
Dieser und viele weitere Blu-ray- und DVD-Tests sind in der audiovision 2/2010 erschienen.
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Kommentar #1 vom 11.03.2010, 12:22