Blu-ray-Test: Real Steel
Im Boxring der Zukunft hauen sich nicht mehr Männer die Nase blutig, sondern ferngesteuerte XXL-Roboter die Schaltkreise zu Brei. Ex-Boxprofi Charlie (Hugh Jackman) verdient seine Brötchen mit zweitklassigen Show-Kämpfen, die sein Hightech-Spielzeug letztlich ins Nirwana befördern. Als seine Ex-Frau stirbt, erhält Charlie das Sorgerecht für Sohn Max (Dakota Goyo), den er an Pflegeeltern abschiebt – gegen Bares. Bevor Max jedoch sein neues Zuhause bezieht, verbringen die zwei einige Zeit gemeinsam. Bei der Ersatzteilsuche auf einem Schrottplatz entdecken sie einen alten Roboter, den sie zum Box-Champ aufpäppeln – und dabei zu einem Team zusammenwachsen. Die packenden Fights sind fast schon Nebensache angesichts der rührenden Vater-Sohn-Story, die das SciFi-Spektakel nebst erster Wahl für Actionfans auch zum gelungenen Familienfilm macht.
Im hervorragenden Audiokommentar seziert Regisseur Shawn Levy Szene für Szene und führt penibel auf, was ihm bei Story und Effekten wichtig war. Ebenso detailliert erweist sich "Hinter den Kulissen von Metal Valley" (14:14), das den Dreh der Schrottplatzszene Schritt für Schritt begleitet. Bei "Die Entstehung der Roboter" (5:38) sind die stählernen Kämpfer Mittelpunkt. Die FX-Featurette gibt Einblick in die visuellen Effekte, aber auch den Bau der realen Roboter, die ebenfalls beim Dreh zum Einsatz kamen. Damit die Robo-Fights möglich realistisch wirken, holten sich die Macher Tipps und Tricks bei Boxlegende Sugar Ray Leonard, der im Beitrag "The Champ" (6:19) mit Hugh Jackman trainiert. "Countdown zum Fight" (13:51) erweist sich dagegen als Mockumentary, in der Charlie und Co. über den bevorstehenden Kampf gegen den amtierenden Box-Meister "Zeus" plaudern.
Fazit: Das etwas andere, von Steven Spielberg produzierte Sportlerdrama setzt nicht nur auf Hightech-Roboter-Fights mit 1a-Spezialeffekten, auch die sensible Vater-Sohn-Geschichte weiß zu fesseln.
Bild: Der filmisch anmutende Cinemascope-Transfer boxt sich in die Referenzliga und begeistert mit hervorragender Detail- und Kantenschärfe; sowohl in der Totalen als auch bei Close-Ups. Die Roboter zeigen dank Digitaldreh selbst kleinste Schrammen und wirken greifbar plastisch. Auch Kontrast, Schwarzwert und Schattendurchzeichnung sind top.
Ton: Der fantastische HD-7.1-Sound holt die Robo-Kämpfe hautnah ins Heimkino. Effekte hämmern präzise und mit heftiger Dynamik, der Subwoofer muss große Tiefbassattacken einstecken. Auch die groovenden Hip-Hop-Songs sorgen für Bass und reichlich Stimmung, leise Szenen gefallen dagegen mit fein aufgelösten Geräuschen und seidigem Score.
Extras: Audiokommentar von Regisseur Shawn Levy, "Countdown zum Kampf – Die Charlie Kenton Story" (13:51), "Hinter den Kulissen von Metal Valley" (14:14), "Die Entstehung der Roboter" (5:38), "Sugar Ray Leonard: Der Champ" (6:19), entfallene und erweiterte Szenen mit Einführungen von Regisseur Shawn Levy (17:49), "Pannen vom Dreh" (2:36).
| Die Wertung | |
| Film |
5 von 6 Punkten |
| Bildqualität |
6 von 6 Punkten |
| Tonqualität |
6 von 6 Punkten |
| Bonusmaterial |
3 von 6 Punkten |
| Die technischen Daten |
|
| Anbieter |
Disney |
| Originaltitel |
Real Steel |
| Laufzeit |
127 Minuten |
| FSK |
ab 12 Jahren |
| Bildformat | 2,35:1 (1080/24p) |
| Ton Deutsch |
DTS-HD High Resolution 7.1 |
| Ton Englisch |
DTS-HD Master Audio 7.1 |
| BD-Live | nein |
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