Blu-ray-Test: Fright Night
Das Original dieses Remakes hieß bei uns "Die rabenschwarze Nacht". Leider lässt sich das 3D-Bild dieser Blu-ray genauso beschreiben: rabenschwarz. Denn die 2011er-Version ist ohnehin extrem düster – und dann kommt der technikbedingte 3D-Helligkeitsverlust hinzu.
So versumpfen bereits im Halbdunkel etliche Details im Schwarz, hin und wieder sieht man kaum etwas wie bei einer nächtlichen Autofverfolgung (58:30). Die zehn Euro Aufpreis, die Disney für die 3D-Blu-ray verlangt, kann man sich getrost sparen.
Kaum besser als die 3D-Vorstellung ist die Story der Horrorkomödie, der es an neuen Ideen und bissigem Humor fehlt. Schüler Charlie (Anton Yelchin) lebt glücklich bei seiner alleinerziehenden Mutter, auch mit der Freundin läuft alles bestens. Probleme macht nur Kumpel Ed (Christopher
Mintz-Plasse), der davon überzeugt ist, dass Charlies neuer Nachbar (Colin Farrell) ein Vampir sei. Als Ed spurlos verschwindet, nimmt Charlie den coolen Typen von nebenan genauer unter die Lupe – und findet Erschreckendes.
So enttäuschend wie das weltweite Einspiel von 41 Millionen Dollar (57.483 deutsche Kinobesucher) kommen die Extras daher. Einzig der achtminütige Beitrag "Wie macht man einen lustigen Vampirfilm" ist sehenswert. Hier erfährt man in 10 Geboten, welche Zutaten es für eine erfolgreiche Vampir-Komödie braucht – dumm nur, dass diese "Fright Night" fast alle fehlen.
Bildqualität 2D: Der plastische Cinemascope-Transfer ist meist scharf und detailreich, nur in dunklen Szenen fehlt es hier und da (5:05, 58:30) an Graustufendurchzeichnung. Nachtszenen sind teils stark blau gefiltert. Rauschen ist kein Thema, dezentes Filmkorn stört nicht.
3D: Die vielen dunklen Szenen lassen deutlich Kontrast und Schattendetails vermissen, bisweilen sind kaum mehr Bildinhalte zu erkennen (58:30). Ist das Bild ausreichend hell, gefallen die gute Raumtiefe und Plastizität. Die Vampirtode liefern schöne Pop-Out-Effekte mit umherfliegenden Ascheteilchen (75:52). Scherenschnitte fielen nicht auf.
Tonqualität
Der HD-7.1-Sound begeistert mit voluminösem Score und vielen präzisen wie räumlichen Effekten. Umgebungsgeräusche klingen natürlich und fein aufgelöst, die Schocksequenzen donnern mit heftigen Dynamiksprüngen und grollenden Bässen.
Extras
"Peter Vincent: Gedankenleser" (2:09), "Der offizielle 'Wie macht man einen lustigen Vampirfilm' Guide" (8:04), entfallene und erweiterte Szenen (4:56), "Tintenfisch Mann: Erweitert und Ungeschnitten" (2:56), Pannen vom Dreh (3:23), Musikvideo (5:21).
| Die Wertung | |
| Film |
3 von 6 Punkten |
| Bildqualität |
4 von 6 Punkten |
| Tonqualität |
5 von 6 Punkten |
| Bonusmaterial |
2 von 6 Punkten |
| Die technischen Daten |
|
| Anbieter |
Disney |
| Originaltitel |
Fright Night |
| Laufzeit |
106 Minuten |
| FSK |
ab 16 Jahren |
| Bildformat | 1,78:1 (1080p/24Hz) |
| Ton Deutsch |
DTS-HD High Resolution 7.1 |
| Ton Englisch |
DTS-HD Master Audio 7.1 |
| BD-Live | nein |
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