Sony und die Tonformate

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Vor gut 10 Jahren war Sony das erste Hollywoood-Studio, dass auf dem neuen Blu-ray-Format HD-Ton nicht nur in englischer, sondern auch in deutscher Sprache auf die Disc packte – am Anfang in Dolby TrueHD, später in DTS-HD Master Audio. Das ist eine Leistung, die Studios wie Fox und Paramount bis heute nicht oder nur selten erbringen.

Doch mit der Einführung der Ultra-HD-Blu-ray war es bei Sony vorbei mit „HD-Ton für alle“. Denn auf ihren 4K-Silberlingen befinden sich alle Synchronfassungen nur in klanglich komprimiertem Dolby Digital 5.1 mit 640 KBit/s („Spiderman: Homecoming“ bildet die berühmte Ausnahme). Die 4K-Scheiben klingen also schlechter als ihre Full-HD-Pendants, zumindest wenn man der deutschen Tonspur lauscht. Denn beim Wechsel auf den O-Ton bietet Sony sogar ein Audio-Upgrade in Form einer Dolby-Atmos-Abmischung inklusive 7.1-TrueHD-Kern an – so auch bei „Baby Driver“. Mit dieser Ungleichbehandlung ist man übrigens nicht alleine, auch Disney und Fox offerieren 3D-Ton bislang nur auf ihren UHD-Blu-ray-Veröffentlichungen.

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