Ultra-HD-Blu-ray-Test: Apollo 13

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Passend zum 20-jährigen Jubiläum des Oscar-prämierten und hervorragend besetzten (u.a. Tom Hanks, Kevin Bacon) Weltraumabenteuers um die missglückte Mondmission fertigte Universal eine neue 4K-Abtastung an. Davon profitiert natürlich auch diese UHD-Blu-ray, allerdings fallen die Vorzüge gegenüber der Blu-ray von 2015, die beiliegt, überschaubar aus. Auf Fernsehern ab 65 Zoll und einer Leinwand sieht das Cinemascope-Bild etwas stabiler und dank HDR minimal plastischer aus.

Die klanglichen Unterschiede sind hingegen prägnanter. Und das liegt nicht an den eher spärlich eingesetzten DTS:X-Höheneffekten, sondern an der auch bei deutscher Tonwahl stereophonen Surroundkulisse. Beim Start der Rakete sind die klanglichen Vorzüge gegenüber der alten 5.1-Synchronfassung am besten zu hören. Endlich schlagen die Flammen passend zum Bild vom linken auf den rechten Rear-Kanal über (34:51). Und wenn die Rakete bei 35:41 rechts aus dem Bild fliegt, ist das auch nur hinten rechts zu hören. Der O-Ton legt in Sachen Direktionaliät und Dynamik trotzdem noch eine Schippe drauf. Obwohl die englische und deutsche DTS:X-Abmischung einen 7.1-Master-Audio-Kern besitzen, ist die Audiobitrate beim O-Ton (siehe Bild oben) mit 7,4 Mbps oft mehr als doppelt so hoch wie bei der Synchronfassung. Dasselbe Phänomen haben wir beim Universal-Titel „E.T.“ (Test hier) festgestellt. Des Rätsels Lösung: Der deutsche Track stammt von einem 16-Bit-Master, die englische Spur von einer 24-Bit-Vorlage. 

Mit Ausnahme der beiden Audiokommentare befindet sich das äußerst umfangreiche, aber bereits bekannte Bonusmaterial nur auf der Blu-ray. Die beiden Trivia-Tracks erscheinen nach wie vor nur bei englischer Menüwahl. 

Bild: In Anbetracht der nativen 4K-Vorlage fällt der Qualitätsgewinn gegenüber der 2015er-Blu-ray geringer aus als gedacht. Das Bild wirkt bei detailreichen Szenen etwas stabiler, allerdings schwanken der Schärfeeindruck und die Intensität des Filmkorns nach wie vor. Von der HDR-Encodierung profitieren vor allem hellere Spitzlichter. Dicke vier Punkte.

Ton: Verglichen mit der komprimierten 5.1-Fassung der 2015er-Blu-ray klingt der DTS:X-Upmix (7.1-HD-Kern) dynamischer, räumlicher und im Surround-Bereich detaillierter. Auch James Horners Oscar-nominierter Score verteilt sich jetzt klang-gewaltiger über alle Lautsprecher. Direktionale Effekte von oben gibt es hingegen so gut wie gar nicht.    

Extras: Zwei Audiokommentare mit Regisseur Ron Howard, Astronaut Jim Lovells Ehefrau Marilyn, „Apollo 13: Zwanzig Jahre später“ (11:40), „Der verlorene Mond: Der Triumph der Apollo 13“ (58:05), „Die Eroberung des Alls: Der Mond und das, was dahinter liegt“ (48:25), „Glückszahl 13: Die Geschichte der Astronauten“ (12:12), zwei Trivia-Tracks (nur bei englischer Menüwahl), Trailer.

Die Wertung 
Film 6 von 6 Punkten
Bildqualität 4 von 6 Punkten
Tonqualität 4 von 6 Punkten
Bonusmaterial 5 von 6 Punkten
Die technischen Daten
Anbieter Universal
Bildformat 2,35:1 (2160/24p/HDR)
Tonspur Deutsch DTS:X / HD-Master Audio 7.1
Tonspur Englisch DTS:X / HD-Master Audio 7.1
Untertitel deutsch, englisch

 

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