Blu-ray-Test: Baywatch – Extended Edition

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Mit Ausstrahlungen in über 140 Ländern zählte „Baywatch“ in den 1990er-Jahren zu den erfolgreichsten Fernsehserien. Vor allem Männer konnten von den meist in Zeitlupe laufenden Strandschönheiten gar nicht genug bekommen. Das war zumindest die landläufige Meinung. Doch wie die TV-Produzenten im Bonusbeitrag „Das Vermächtnis geht weiter“ verraten, waren die Abenteuer der „Rettungsschwimmer von Malibu“ (so der deutsche Titelzusatz) beim weiblichen Publikum noch erfolgreicher. Vielleicht rückten die Macher der Leinwand-Adaption deshalb die Männer in den Fokus. Das fängt mit der prominenten Besetzung von Dwayne Johnson und Zac Efron an und hört bei den unzähligen Schwanzwitzen auf. Die Frauen ziehen hingegen nicht blank – auch nicht in der 5 Minuten längeren Extended Edition, die sich zusätzlich auf der Blu-ray befindet oder den entfallenen Szenen.

Hauptproblem des 70-Millionen-Dollar-Drehs sind aber weniger die fehlenden Oben-ohne-Einlagen (die gab es in der TV-Fassung ja auch nicht), sondern eine unnötig komplexe und oft keinen Sinn ergebende Verschwörungs-Story über Drogenschmuggel, illegale Immobilien-Deals und korrupte Politiker. Da nützt es auch nichts, dass mit Pamela Anderson und David Hasselhoff die beiden größten Stars der Serie kurz vorbeischauen. Die echten Hoff-Fans sollten beim Einsetzen des Abspanns übrigens nicht gleich abschalten.

Ärgerlich: Obwohl der Film hierzulande fast 2 Millionen Zuschauer in die Kinos lockte, veröffentlicht Paramount eine UHD-Blu-ray nur im europäischen Ausland.                                                     

Bild: Der mit seinen leuchtenden Farben und kräf-tigem Kontrast auf Hochglanz polierte Cinemascope-Transfer präsentiert sich fast durchgehend knackscharf und detailreich. Lediglich die Einstellungen mit Computeranimationen (38:17) fallen optisch ab. Mehr geht auf einer Blu-ray kaum. 

Ton: Egal ob düsende Jet-Skis, rotierende Hubschrauber (69:11) oder eine Prügelei im Kinderzimmer – die deutsche Dolby-Atmos-Abmischung (7.1-TrueHD-Kern) versorgt den Zuschauer mit einem weiträumigen und detailreichen Klangfeld. Auch die Musik verteilt sich voluminös über alle Lautsprecher. Die Höhenkanäle laufen allerdings nur selten mit und falls doch, dann meist nur bei Unterwasserszenen oder einem Schiffsbrand (42:20). O-Ton-Gucker müssen auf Decken-Sound ganz verzichten.    

Extras: „Die Rettungsschwimmer“ (21:36), „Das Vermächtnis geht weiter“ (9:27), „Stunts & Training“ (9:09), entfallene Szenen (10:06).

Die Wertung 
Film 3 von 6 Punkten
Bildqualität 6 von 6 Punkten
Tonqualität 4 von 6 Punkten
Bonusmaterial 3 von 6 Punkten
Die technischen Daten
Anbieter Paramount
Bildformat 2,35:1 (1080/24p)
Tonspur Deutsch Dolby Atmos / TrueHD 7.1
Tonspur Englisch Dolby TrueHD 7.1
Untertitel deutsch, englisch

 

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