Sony KD-55XE7005 (Test)

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Angepasst: Da der Sony XE70 (leider) ohne Android-Betriebssystem daherkommt, wurde die Taste „Google Play“ durch „YouTube“ ersetzt. Darüber hinaus fehlt ihr das Mikrofon für die Sprachsteuerung.

prosconsHigh Dynamic Range ist nicht länger den Top-Fernsehern vorenthalten. Sony hat sein TV-Portfolio jüngst mit den XE70-Modellen nach unten hin abgerundet und bescheinigt ihnen sowohl in SDR als auch in HDR eine exzellente Bildqualität. Wir wollten uns selbst davon überzeugen.

Ausstattung und Praxis

Überraschte Sonys zuletzt getesteter Ultra-HD-Einsteiger KD-49XD8005 in audiovision 2-2017 unter anderem mit einem Twin-Tuner sowie dem farbenprächtigen Triluminos-Display, verzichtet der XE70 auf beides. Irgendwo muss der Rotstift halt angesetzt werden, um die Produktionskosten zu senken. Ob das aber beim Betriebssystem notwendig war, wagen wir zu bezweifeln. Anstelle von Android kommt nämlich eine hauseigene Kreation auf Linux-Basis zum Einsatz. Beim Bedienkomfort macht sich das Downgrade nicht unbedingt bemerkbar, jedoch dürften Smart-TV-Fans die Auswahl an Apps vermissen. Immerhin streamen Amazon Video, Netflix und YouTube in UHD-Auflösung. Die Signalverarbeitung übernimmt der von den Vorgängern be-kannte „4K X-Reality Pro“-Prozessor. 3D sucht man wie bei den anderen Testkandidaten vergeblich.

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Für seine Preisklasse bietet der Sony XE70 eine breite Anschlussvielfalt mit drei USB-Buchsen und ebenso vielen HDMI-Eingängen, die übrigens alle HDCP-2.2-fähig sind.

Dafür versprechen die beiden Zehn-Watt-Boxen ein dreidimensionales, präzises Klangbild. Tiefgang und Dynamik lassen allerdings zu wünschen übrig.

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Android adé: Mit Googles Betriebssystem fällt auch der Play Store weg. So gibt es gerade mal 16 Apps plus einen Web-Browser.

Bildqualität

Das kann nicht alles sein, dachten wir uns beim Anblick der drei Bildmodi „Standard“, „Brillant“ und „Anwender“. Doch tatsächlich fällt Sony beim XE7005 in alte Muster zurück: Wie früher entscheidet primär die „Szenenauswahl“ (via Options-Taste) über den Bildlook und verzweigt zum Teil auf etliche weitere Presets. Die neutralsten Farben erzeugt „Kino 1“, wobei die werksseitige Farbtemperatur-Einstellung „Experte 1“ einen Gelbstich hervorruft (6.100 Kelvin), der aus seitlicher Perspektive noch verstärkt wird. Obwohl die Stufe „Warm“ mit fast 7.200 Kelvin über das Ziel hinausschießt, empfinden wir sie als angenehmer. Wer sich immer noch daran stört, kann Korrekturen am Weißabgleich vornehmen.

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Recht warm: Aus zentraler Perspektive liefert der XE70 saubere Farben (oberes Diagramm), während unter einem Blickwinkel von 45 Grad ein deutlicher Gelbstich auftritt.

Leider stehen keine erweiterten Farbräume zur Verfügung, was vor allem HDR-Fans stören dürfte. Wenigstens entlocken dynamikreiche Videos dem Edge-LED-Backlight eine höhere Maximalhelligkeit von 325 statt 257 Candela; im kühl abgestimmten Modus „Sport“ sind es bis zu 381 Candela. Größere Reserven wären aber wünschenswert, zumal der Motionflow-Regler „Klarheit“ die Bewegungsschärfe stets auf Kosten der Leuchtkraft erhöht.

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bewertung

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Der Testbericht Sony KD-55XE7005 (Gesamtwertung: 66, Preis/UVP: 1100 Euro) ist in audiovision Ausgabe 8-2017 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

66 befriedigend

Der Sony KD-55XE7005 bietet die große Leuchtreserven – und zwar unabhängig vom Weißanteil im Bild. Lob verdient auch der satte Kontrast. Die Farbdarstellung könnte jedoch besser sein, zumal es nur wenige Werkzeuge gibt. Immerhin navigiert man flott durch die Menüs.

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