Denon und Marantz: Auro 3D ohne Aufpreis

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Von den großen Receiver-Herstellern unterstützen bislang nur Marantz und Denon das 3D-Tonformat von Auro. Allerdings mussten Besitzer eines Auro-3D-fähigen AV-Receivers 150 Euro zahlen, um sich die Funktion via Software-Upgrade freischalten zu lassen.

Damit ist jetzt Schluss, zumindest bei den neuen Top-Modellen, die voraussichtlich im September und Oktober auf den Markt kommen. Sowohl beim zukünftigen Marantz-Receiver-Flaggschiff SR7012 als auch bei den Denon-Oberklasse-Modellen AVR-X4400H und AVR-X6400H gibt es Auro 3D kostenlos. Inwiefern sich diese Maßnahme auf den Preis des Geräts auswirkt, bleibt abzuwarten. Laut unseren Informationen sollen sich die Preise gegenüber den Vorjahresmodellen (1.600 Euro für den AVRX-4300H, 1.800 Euro für den Marantz SR7011) nicht ändern. Die Mittelklasse-Modelle von 2017 benötigen weiterhin das kostenpflichtige Update für Auro 3D. Einstiegsmodelle beider Marken bieten kein Auro-3D. Möglich wird die Unterstützung ab Werk durch einen neuen Vertrag zwischen Denon/Marantz und Auro Technologies. Auf die 2015er- und 2016er-Modelle hat die neue Regelung keinen Einfluss.

Wer sich jetzt fragen sollte, wann der Nachfolger des mittlerweile schon zwei Jahre alten Flaggschiffs AVR-X7200W (Test in audiovision 5-2015) beziehungsweise AVR-X7200WA kommt, den müssen wir auf Anfang 2018 vertrösten. Hier ist derzeit noch nichts spruchreif.

Doch der Hersteller hat die Kunden seiner ehemaligen Flaggschiffe nicht vergessen. Besitzer eines Denon AVR X7200WA oder der Marantz-Vorstufe AV8802A sollen im Frühjahr 2018 ein kostenloses HDR-Update für Dolby Vision und HLG erhalten. Damit werden die beiden AV-Boliden auch bild-technisch auf den aktuellen Stand gebracht. Nach dem Update können Dolby-Vision- und  HLG-Inhalte an einen kompatiblen Fernseher oder Projektor weitergeleitet werden.

Selbst Besitzer der noch älteren Modell-Versionen AVR-X7200W und AV8802, die noch kein HDMI-Board mit HDCP 2.2 besitzen, gehen nicht leer aus. Sie können beim Fachhändler für 200 Euro einen Tausch des HDMI-Boards durchführen lassen und danach das kostenlose HDR-Update aufspielen. 

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