Pioneer N-70AE und N-50AE: neue Pure Audio-Netzwerkspieler

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Pioneer stellt seine neue Generation von Pure Audio Netzwerkspielern erstmals auf der High-End-Messe in München vor. Die neuen Modelle N-50AE und N-70AE sollen die Klangexpertise und Streaming-Kompetenz des Herstellers eindrucksvoll demonstrieren.

Der mechanische Aufbau und das Netzteil

Der N-70AE steht auf speziellen Dreipunkt-Isolatorfüßen, die eine schwere Stahl-Bodenplatte tragen, die mit 3mm Dicke und entsprechender Verwindungssteifigkeit für Ruhe sorgen und nebenbei hervorragend vor äußeren Störfeldern schützen soll. Auch eine gegenseitige Beeinflussung der verschiedenen Baugruppen innerhalb des Gehäuses wird nach Herstellerangaben wirkungsvoll unterbunden.

Netzteil, Streaming-Engine und Audioabteilung sind durch Stahlblech-Wände voneinander getrennt, arbeiten somit in drei separaten, dichten Kammern und tauschen auf kontrollierten Pfaden nur das aus, was für ihre Funktion notwendig ist. Für digitale und analoge Baugruppen im Netzteil steht, so Pioneer weiter, jeweils ein eigener, wiederum individuell geschirmter Transformator zur Verfügung.

Wandlertechnik auch mit externen Playern nutzbar

Im N-70AE arbeitet laut Hersteller mit einem der besten erhältlichen D/A-Wandlerchips – genau genommen sogar zweien davon, denn jeder Stereokanal hat seinen eigenen ESS SABRE 9016, der hier also im Doppel-Mono-Betrieb läuft und in Sachen Verzerrungen, Rauschabstand und Jitter-Unterdrückung mühelos an die Grenzen des Machbaren vorstoßen soll. Um die Fähigkeiten dieser Wandler optimal auszureizen, bietet Pioneer nach eigenen Angaben mit dem N-70AE neben massiven Cinch-Buchsen auch symmetrische XLR-Ausgänge in Neutrik-Markenqualität.

Die Qualität des integrierten D/A-Wandlers soll nicht nur den internen Streaming-Quellen zugute kommen, sondern dank digitaler Eingänge auch externen Zuspielern. Ein asynchroner USB-Eingang erlaubt die direkte Verbindung zu PCs und Macs, und auch hier werden Auflösungen bis hin zu DSD 11.2MHz und PCM bis 384kHz Abtastrate unterstützt.

Weitere Digitalquellen können über optische TOSlink- und koaxiale S/PDIF-Eingänge mit dem N-70AE in Verbindung treten. Alle Streaming-Standards, Musikdienste, Multi-Room-Protokolle und bald sogar MQA.

Der Pioneer N-70AE unterscheidet sich vom N-50AE nicht nur im Design, sondern auch im Feature-Umfang

Der Pioneer N-70AE unterscheidet sich vom N-50AE nicht nur im Design, sondern auch im Feature-Umfang

Erstmals auch Audio-Inhalte im HiRes-MQA-Format streambar

Im N-70AE findet sich native Unterstützung für die drei Abo-Streamingdienste Spotify, Deezer und TIDAL. Mit letzterem wird der N-70AE nach einem Firmware-Update Cloud-Streaming in voller HiRes-Qualität beherrschen, denn TIDAL streamt bereits jetzt viele Alben als Master-Version im MQA-Format. Der N-70AE wird nach Pioneer-Angaben zu den ersten Geräten seiner Art gehören, die diese dann zusätzlich neben den auf lokalen Speichermedien abgelegten MQA-Dateien decodieren können.

Ebenfalls per Firmware-Update wird Play-Fi in den Pioneer-Netzwerkspielern Einzug halten und die Vielseitigkeit nochmals erhöhen. Die Chromecast-Technologie steht den Angaben von Pioneer ebenfalls zur Verfügung. Damit sollen sich weitere Streaming-Dienste wie Qobuz und viele mehr auf dem N-70AE ausspielen lassen.

Für die Verbindung vom Besucher-Smartphone bieten sich Bluetooth ebenso wie Apple AirPlay an. Multi-Room ist mit dem Hersteller-übergreifenden Multi-Room-Standard FireConnect möglich. So kann nach Pioneer-Angaben Musik ohne Zeitversatz in mehreren Räumen abgespielt oder auf Quellen, die in einem anderen Raum angeschlossen sind, via Netzwerk zugegriffen werden.

SMB-Share für USB-Quellen und Dualband-WLAN

High End ist zudem in Form der Lock Range Adjust Funktion vorhanden, mit der Nutzer den Digitaleingang feinfühlig an die Signalqualität der jeweiligen Quelle anpassen können. Auch PQFA, kurz für „Precision Quartz for File-based Audio“, soll allen Streamingverfahren über USB und Netzwerk zugute kommen und eine besonders präzise Neutaktung ankommender Audio-Dateien für natürlicheren Klang leisten.

Auf Praxiseigenschaften wurde laut Pioneer ebenfalls große Aufmerksamkeit verwendet. Demnach macht der N-70AE Festplatten oder Speichermedien, die an seinem USB-Port angeschlossen sind, als SMB-Share übers Netzwerk verfügbar.

Ein neu erworbenes Album kann vom Computer somit direkt auf den N-70AE bewegt werden, da diese Kombination aus Streamer und Speichermedium im Netzwerk wie ein Musik-Server erkannt wird. Dualband-WiFi ist integriert, ebenso steht eine Ethernet-Schnittstelle zur Verfügung. Die Steuerung kann per Pioneer Remote App für iOS und Android erfolgen, vom Smartphone oder Tablet aus.

N-50AE: abgespeckte Version für den kleineren Geldbeutel

Der N-50AE entspricht in seinen Netzwerk-Fähigkeiten exakt dem N-70AE, ist aber an einigen Stellen auf einen günstigeren Preis getrimmt worden. So beschäftigt er nach Pioneer-Angaben statt zwei ESS9016 nur einen dieser DAC-Chips und kommt ohne die symmetrischen XLR-Ausgänge des N-70AE aus. Die Pioneer-eigenen Klangveredler PQFA, Lock Range Adjust und HiBit32-Upsampling bleiben dem Topmodell vorbehalten, ebenso ein regelbarer Kopfhörerausgang und die Dreikammer-Gehäusekonstruktion. Beiden Modellen gemeinsam ist eine Aluminium-Ausführung der Frontblende.

Preise und Verfügbarkeiten

Die beiden Pure Audio Netzwerkspieler N-70AE (UVP: 1299 Euro) und N-50AE (UVP: 899 Euro) werden in silberner und schwarzer Ausführung ab Juli 2017 im qualifizierten Fachhandel verfügbar sein. (dj)

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