Arcam 1760

KEF Muo (Test)

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8 mal 21 mal 6 Zentimeter: Ein Bluetooth-Lautsprecher mit diesen XXS-Dimensionen war bis vor Kurzem Spielzeug, mit der Betonung auf „war“. Denn KEF beweist mit dem Muo eindrucksvoll, dass guter Klang kaum noch Volumen erfordert. Zu einem Preis von 350 Euro darf man natürlich auch deutlich mehr als PC-Boxenakustik erwarten. Und hier liefert KEF. Schon sein Druckguss-Gehäuse mit akustisch entkoppelter Aluminium-Hülle, das in Silber, Blau, Grau, Orange, Gold und Rosa lackiert einen äußerst stabilen und hochwertigen Eindruck hinterlässt, ist haptisch ein Genuss. Mit seinem satten Gewicht von 800 Gramm eignet sich der Muo allerdings eher als portable Box in den eigenen vier Wänden und weniger für die Mitnahme außer Haus im Rucksack.

Bis zu 12 Stunden Musik

Der Lautsprecher unterstützt den aktuellen Bluetooth-Standard 4.0 mit apt-X-Codec für die Wiedergabe in CD-Qualität, Android-Smartphones lassen sich bequem per Berührung durch die NFC-Technologie (Near Field Communication) koppeln. Der Gerätespeicher unterstützt das Erinnerungsvermögen an bis zu acht Zuspieler, nach drei Stunden ist der integrierte Lithium-Ionen-Akku voll geladen und hält bis zu einen halben Tag im Dauereinsatz durch. Praktisch: Ein Tastendruck genügt, um sich über die Restlaufzeit zu informieren. Vier unterschied-liche Farben verraten, ob der Akku noch 100, mehr oder weniger als 50 oder weniger als 20 Prozent Kapazität aufweist. Zwei Muo können als Stereo-Paar betrieben werden oder im Party-Modus agieren – dann gibt jeder Lautsprecher beide Kanäle wieder.

Bester Sound in jeder Lage

Ein Lagesensor erkennt, ob der schicke KEF liegt oder steht, und passt die Klangcharakteristika jeweils optimal an, eine manuelle Klangjustage ist allerdings nicht vorgesehen. Die Qualität der Musikwiedergabe ist ob der Maße des Soundzwergs in beiden Fällen erstaunlich – souverän und erwachsen spielt der Kleine mit D/A-Wandler und passivem Bass-Treiber auf. So sind tiefe Töne durchaus als solche kraftvoll zu erkennen, an Dynamik mangelt es nicht. Mit zunehmender Lautstärke leidet jedoch ein wenig die Differenzierung einzelner Instrumente, auch von fülligem Raumklang kann man nicht sprechen. Hier zeigen die Gesetze der Physik dem winzigen Gehäuse seine Grenzen auf. Zur komfortableren Steuerung bietet KEF eine eigene App für Apple- und Android-Geräte an. Sie ermöglicht unter anderem das Verwalten der persönlichen Musiksammlung und das Anlegen von Playlists und Favoritenlisten. jw

Beim KEF Muo stimmen Verpackung und Inhalt: Das massive Druckguss-Gehäuse beherbergt hochwertige Komponenten und einen Lithium-Ionen-Akku, der erst nach zwölf Stunden wieder geladen werden muss. Zu haben ist der kompakte Bluetooth-Lautsprecher in sechs unterschiedlichen Farben zum Preis von 350 Euro.

Beim KEF Muo stimmen Verpackung und Inhalt: Das massive Druckguss-Gehäuse beherbergt hochwertige Komponenten und einen Lithium-Ionen-Akku, der erst nach zwölf Stunden wieder geladen werden muss. Zu haben ist der kompakte Bluetooth-Lautsprecher in sechs unterschiedlichen Farben zum Preis von 350 Euro.

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Der Testbericht KEF Muo (Gesamtwertung: sehr gut, Preis/UVP: 350 Euro) ist in audiovision Ausgabe 11-2016 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

sehr gut

Klein, schwer und klangstark – der KEF Muo ist ein Paradebeispiel für ausgeklügelte Lautsprecher-Ingenieurskunst. Sein winziges Gehäuse spielt auf überraschend hohem Niveau.

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