200 Ausgaben audiovision: Wir feiern Jubiläum!

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Schutzengel sind selten, wir haben aber einen gefunden, der uns mag. Anders ist es kaum zu erklären, dass wir die audiovision bereits 200 Mal konzeptionierten, zusammenstellten, schrieben, gestalteten und pünktlich an den Kiosk brachten – ohne dass elementare Probleme das fragile Redaktionsgebilde zum Einsturz brachten.

Gewackelt hat es natürlich schon öfters, aber es steht. Dabei war der Start der audiovision nicht übermäßig verheißungsvoll. Wie sollte auch ein einzelner Mann mit seiner Idee einer Elektronikzeitschrift, die sich mit Bild und Ton beschäftigte, gegen die Platzhirsche aus großen Verlagshäusern bestehen? Doch Ulrich von Löhneysen gelang dieses Kunststück und er brachte das Magazin fast im Alleingang durch die ersten Jahre. Von Beginn an umgab er sich mit Experten, die kompetente, exklusive und hintergründige Artikel beisteuerten und der audiovision bald den Ruf als Technik-Institution bescherten. Erst recht, als der viel zu früh verstorbene Walter Schild seine Erfahrung und nicht zuletzt sein Messlabor einbrachte. Damit war das redaktionelle Credo endgültig: Natürlich muss man hören und sehen, um Ton und Bild zu beurteilen, aber diese Expertise sollte mit Fakten, sprich unbestechlichen und jederzeit belegbaren Messungen, untermauert werden. Daran halten wir uns bis heute, auch wenn die Art und Weise des Testens stets neuen Gegebenheiten angepasst und weiterentwickelt wurde. Denn eines gab und gibt es in dieser Branche niemals: Stillstand.

Einen entscheidenen Wandel vollzog die audio-vision 1998, als Uli von Löhneysen und Walter Schild entschieden, sich auf das Redaktionelle zu konzentrieren und die verlegerische Verantwortung in die Hände von Cybermedia zu legen. Der kleine Meringer Fachverlag hatte bereits mit der Videospielzeitschrift M! GAMES (damals MAN!AC) bewiesen, dass er es versteht, ein unabhängiges Testmagazin im Konzert der Großverlage erfolgreich zu etablieren – nebenbei, dieses Heft hat nun bereits 275 Ausgaben auf dem Buckel.

Jedenfalls gelang es Cybermedia, mit dem Relaunch die Auflage adhoc zu verdoppeln und das Magazin halbwegs geschickt durch die wilden Wogen der aufgewühlten Print-Magazin-Gewässer zu steuern. Dafür gebührt unser Dank vor allem Ihnen, liebe Leser. Dass Sie uns die Treue gehalten haben und unsere leidenschaftliche Arbeit damit ermöglichen. Dies ist in Zeiten von redaktionellen Oberflächlichkeiten und journalistischer Kostenlos-Kultur beileibe nicht selbstverständlich. Wir versichern im Gegenzug, dass wir auch in Zukunft die Dinge beim Namen nennen, ernsthaft testen und keine Gefälligkeitsberichterstattung zulassen. Manchmal ist das ziemlich anstrengend, denn nicht immer sind unsere kritischen Artikel bei der Industrie gut gelitten.

Jetzt wird aber gefeiert, gerne mit Ihnen: Wir bitten Sie nämlich um Teilnahme und spendieren dazu vier tolle Preise im Wert von über 8.000 Euro. Lassen Sie uns an Ihren prägenden Heimkino-Erlebnissen teilhaben – hier geht es zur Verlosung. „Nur“ zum Schwelgen gedacht sind die Beiträge der kommenden zwei Wochen. Wir haben jede Menge Listen zusammengestellt, die passend zum Jubiläum 200 Punkte umfassen. Highlights, Peinlichkeiten, Überraschungen, Enttäuschungen, Sensationen und Spekulationen der letzten 22 Jahre. Dazu Interna aus der Redaktion und viele andere Erinnerungen.

Wir hoffen, Ihnen gefällt dieser Rückblick der anderen Art und Sie lassen sich mit uns auf eine Reise durch die Geschichte des Heimkinos ein. Auch die ist erstaunlich – ein unglaublicher Fortschritt, wenn man die Urspünge im Sinn eines 70cm-Röhrenfernsehers mit analogen TV-Signalen bedenkt. Und heute kostet ein 3-Meter-Großbild mit Beamer, Surrond-Sound und HD-Optik kaum mehr, wenn man Einkommen und TV-Preise anno 1994 bedenkt. Ein Wahnsinn, aber ein schöner. Hoffentlich geht die Reise so spektakulär weiter! mg/cs/ao

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