Industrie-Insider: Endgültiges Aus für den VHS-Recorder

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Wer noch regelmäßig auf VHS-Kassetten im Wohnzimmer vertraut und sich ein neues Abspielgerät zulegen will, sollte sich beeilen: Denn mit Funai hat Ende Juli der letzte verbliebene Hersteller von VHS-Recordern die Einstellung der Produktion bekannt gegeben. Damit werden in Zukunft nur noch Restbestände der Videorecorder verkauft. Funai hatte die Geräte zuletzt unter Lizenznamen wie Sanyo angeboten, nach Angaben des Nikkei waren die Japaner im vergangenen Jahr 750.000 Abspielgeräte losgeworden. Allerdings hat sich Medienberichten zufolge die Beschaffung von benötigten Bauteilen erschwert, zudem ist die Nachfrage nach Videorecordern in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen. JVC hatte bereits Ende 2008 bekannt gegeben, aus der Produktion von VHS-Recordern auszusteigen.

Die Geschichte des Videorecorders begann Anfang der 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Erst Ende der 80er-Jahre hatte sich VHS als beliebtestes Format durchsetzen können. Zuvor hatten VCR, Video 2000, Betamax und eben VHS um die Gunst der Verbraucher gebuhlt. 1985 stand bereits in sieben Millionen deutschen TV-Haushalten eine der damals noch wuchtigen Aufnahmemaschinen. DVD- und Festplattenrecorder besiegelten seit der Jahrtausendwende jedoch den schleichenden Tod des VHS-Recorders.

Ebenfalls nicht mehr hergestellt werden VHS-Kassetten, bei den in Elektrofachmärkten und an Supermarkt-Kassen angebotenen Bändern handelt es sich um Restbestände. Hatten die Deutschen im Jahr 1999 noch knapp 40 Millionen VHS-Bänder erworben, so waren es 2008 gerade mal noch 200.000.

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1 Kommentar

  1. wäre mal interessant zu erfahren wieviele Dvd Recorder letztes Jahr verkauft wurden, oder HDD Recorder?

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