Verschobene Filme

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Eigentlich sollte „Highway to Hellas“ (hier unser Test) eine lockere Sommerkomödie sein, doch als sich die Griechenlandkrise im Juli 2015 zuspitzte, verschob der Verleih den August-Kinostart auf die inhaltlich wenig passende Advents-Saison. Entsprechend fanden nur 75.893 Besucher den Weg ins Lichtspielhaus.

Dies ist kein Einzelfall, reagiert die Filmindustrie doch regelmäßig auf aktuelle Ereignisse. Die umfangreichsten Auswirkungen auf Hollywood hatten die Anschläge vom 11. September 2001. Unzählige Filme wurden aufgrund ihrer Thematik um mehrere Monate verschoben, darunter der mit Arnold Schwarzenegger prominent besetzte Terror-ismusthriller „Collateral Damage“ (Szenenbild oben), der Buddy-Actioner „Bad Company“ und die Komödie „Jede Menge Ärger“. Darüber hinaus schnitten die Studios etliche Filme um oder entfernten problematische Passagen.

Auch TV-Produktionen sind regelmäßig von aktuellen Geschehnissen betroffen. Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine im März 2015 verschob RTL die Ausstrahlung seiner Eigenproduktion „Starfighter – Sie wollen den Himmel erobern“ um mehrere Monate auf den Herbst. Weniger lange ließ sich die ARD Zeit, einen explosiven Til-Schweiger-„Tatort“ legte man nach den Terroranschlägen von Paris nur einige Wochen auf Eis.

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