Philips SoundStage 4110 B (Test)

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Die SoundStage von Philips erkennt man am beleuchteten Drehpoti in der Mitte, mit dem sie sich auch ohne Fernbedienung steuern lässt. Durch Drehen ändert man die Lautstärke, Drücken schaltet sie an und mit der Source-Taste an der Oberseite wechselt man die Audioquellen, von denen man eine Menge anschließen kann.

Viele Anschlussoptionen

Mit je zwei analogen und digitalen Audioeingängen sowie einem HDMI-Eingang für den TV (HDMI-ARC) plus Bluetooth und USB gibt die HTL 4110 viele Klangquellen wieder. Gut zugänglich an der rechten Seite sitzen ein Miniklinken-Eingang und ein USB-Port, der zum Laden des Smartphones und als Audioplayer dient. Letzterer ist eine nette Dreingabe, auch wenn er wegen des fehlenden Bildschirmmenüs und wenig unterstützter Datei-typen (MP3, WMA) nicht den Komfort bietet, den man von Smartphone-Spielern gewöhnt ist. Das fünfstellige, dimmbare Display informiert über Tonquelle und Lautstärke. Hinter der nicht abnehmbaren Stoffblende sitzen links und rechts je ein Kalottenhochtöner und ein ovaler Mitteltöner. Für die tiefen Töne ist ein zehn Zentimeter großer Treiber zuständig, der an der Unterseite des Sound-Decks sitzt und von einem Bassreflexport unterstützt wird. Philips gibt die maximale Traglast mit 22 Kilogramm an, was verglichen mit den anderen Sound-Decks wenig ist – in der Praxis aber für die meisten 55-Zoll-Fernseher genügt.

Im Hörtest schlägt sich das Sound-Deck wacker, zumal man den Klang mit Bass- und Höhenreglern sowie etlichen EQ-Voreinstellungen vernünftig anpassen kann. Sprache klingt gleichermaßen sonor wie deutlich. Auch bei gehobenen Lautstärken bleiben die Dialoge klar verständlich. Kein Wunder, angesichts der maximal möglichen 90 Dezibel mit einem 400-Hertz-Ton. Zu den Seiten hin verschlechtert sich die Sprachverständlichkeit nur geringfügig. Bei druckvoller Pop-Musik wie Daft Punk überzeugt der subjektiv druckvolle Bass, obwohl der weder besonders tief noch sonderlich laut erschallt: Unterhalb von 70 Hertz passiert nur wenig und mit unserem Rumpelsignal (bandbegrenztes Rauschen 40-80 Hz) spielt die SoundStage kaum lauter als 80 Dezibel auf. Höhere Pegel quittiert sie mit Verzerrungen, Gehäuserappeln und Strömungsgeräuschen aus dem Bassreflexrohr. Die leichte Betonung der oberen Mitten kommt der Sprachverständlichkeit zugute, wirkt bei Musik aber etwas unausgewogen. Bei Filmton macht sich der zuschaltbare Surround-Effekt gut: Er lässt das Stereobild weitläufiger erscheinen, als der Abstand von nur 55 Zentimetern zwischen den Hochtönern vermuten lässt. Surround-Feeling kommt aber nicht auf, denn Schallanteile von hinten klingen nicht anders als solche, die von vorn kommen. Die Klangqualität bei Bluetooth-Wiedergabe ist gut, wobei man bei leisen Klangquellen und zugleich laut eingestellter Soundbar ein leises Rauschen wahrnimmt.

Praktisch: Die Soundbar von Philips kostet nur 250 Euro und verfügt über ein großes, gut lesbares Display. Hält man NFC-fähige Smartphones an den Aufdruck oben rechts, stellt die Soundbar automatisch eine Verbindung her.

Praktisch: Die Soundbar von Philips kostet nur 250 Euro und verfügt über ein großes, gut lesbares Display. Hält man NFC-fähige Smartphones an den Aufdruck oben rechts, stellt die Soundbar automatisch eine Verbindung her.

Philips_SoundStage4110B_Wertung

AuVi_AWARD-Preistipp

Der Testbericht Philips SoundStage 4110 B (Gesamtwertung: 71, Preis/UVP: 250 Euro) ist in audiovision Ausgabe 6-2014 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

71 gut

Für gerade mal 250 Euro bietet das Sound-Deck von Philips eine umfangreiche Ausstattung und besonders bei Sprache überzeugenden Klang. Auch Musik gibt sie druckvoll, wenn auch nicht mit perfekter Neutralität wieder.

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