Kein echtes 4K?

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Ich fiebere schon seit Jahren dem Start der Ultra-HD-Blu-ray entgegen und bin froh, dass es jetzt endlich losgeht. Allerdings haben mich erste Berichte im Internet aufgeschreckt. Denn hier wird behauptet, viele Ultra-HD-Blu-rays wären nur hochskaliert und kein echtes 4K – stimmt das? Dietmar Averhof, per E-Mail

audiovision: In der Tat handelt es sich bei einem Großteil der ersten UHD-Scheiben von Warner und Fox um hochskaliertes Material. Zwar werden viele neue Filme in 4K bis 6K gedreht, für die Post-Produktion (z.B. die Ergänzung von Computereffekten) erstellt man aus Kostengründen allerdings meist eine digitale Zwischenstufe, ein sogenanntes Digital Intermediate, in 2K-Auflösung. Dies dient als Grundlage für die Ultra-HD-Blu-ray und muss skaliert werden.

Dass die UHD-Scheiben trotzdem besser als normale Blu-rays aussehen, hat mehrere Gründe. Zum einen ist die Qualität einer professionellen Skalierung der eines Players oder Fernsehers über-legen. Zum anderen ist der HEVC-Codec der UHD-Blu-ray leistungsfähiger als der AVC-Codec der Blu-ray. Am augenscheinlichsten dürfte aber der erweiterte Farbraum und der gesteigerte Kontrastumfang (HDR-Technik) der UHD-Blu-ray sein, der Bilder plastischer und lebens-echter wirken lässt als auf Blu-ray.

Das volle Auflösungspotenzial des neuen Disc-Formats nutzen aber erst die Titel, die auf einem 4K-Master basieren. Sony geht diesbezüglich mit positivem Beispiel voran: Unter anderen stammen „Die Schlümpfe 2“, „The Amazing Spider-Man 2“ und „Salt“ von 4K-Mastern.

Die Ultra-HD-Titel „Exodus“ und „Der Marsianer“ wurden lediglich von einem 2K-Digital-Intermediate hochskaliert.

Die Ultra-HD-Titel „Exodus“ und „Der Marsianer“ wurden lediglich von einem 2K-Digital-Intermediate hochskaliert.

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