Sonos Play 5 (Test)

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Lautsprecher in der Größe eines Schuhkartons konnten bis vor Kurzem vor allem eins: klanglich nicht überzeugen. Umso erstaunlicher ist es, was Sonos akustisch aus seinem neuen Play:5 herauskitzelt. Im Inneren des mit mehr als sechs Kilo überraschend schweren WLAN-Lautsprechers arbeiten jeweils drei Mittel- und drei Tieftöner, die Musik voluminös, dynamisch und mit satten, bei-nahe schon wummernden Bässen wiedergeben.

Authentischer Sound

Selbst im oberen Lautstärkebereich – der reicht locker aus, um auch große Wohnzimmer zu beschallen – verliert der Play:5 nichts an seiner klanglichen Reinheit. Stimmen bahnen sich genauso wie die einzelnen Instrumente eines klassischen Orchesters ihren Weg unverfälscht durch die knapp 60.000 Löcher im Frontgrill. Praktisch: Die in Schwarz und Weiß erhältliche Box kann paarweise nicht nur horizontal, sondern auch vertikal ausgerichtet werden. Sonos macht über den Klang-Künstler eine riesige Zahl an Online-Musikdiensten wie Spotify, Deezer, Pandora sowie Soundcloud zugänglich und erweckt mehr als 100.000 Radiosender aus aller Welt und Podcasts zum Leben, zudem lassen sich Songs von mobilen Geräten, Windows- und Apple-Rechnern oder Netzwerk-Festplatte abspielen.

Der Play:5 reagiert auf Wischbewegungen am Gehäuse und springt so unter anderem zum nächsten Titel. Kaum ein anderer WLAN-Lautsprecher lässt sich so einfach ins heimische Netzwerk einbinden. Zur Installation wird nicht mal ein Ethernet-Kabel benötigt, auch die Eingabe des WLAN-Passwortes ist überflüssig. Nach maximal fünf Minuten ist die Box spielfertig. Gesteuert wird der Schallwandler per kostenloser iOS- oder An-droid-App über Smartphone und Tablet.

Clevere Raum-Analyse

Innovativ ist die automatische Raum-Konfiguration über die Trueplay-Anwendung. Sonos fragt Besitzer am Ende des Setups, ob dieses intelligente Feature zum Einsatz kommen soll. Dabei misst die Software über das Smartphone- bzw. Tablet-Mikrofon mit Hilfe eines Impulstons, wie Möbel, Wände, Tische und Oberflächen den Klang im Hörfeld reflektieren. Es dauert keine Minute, und Trueplay passt den Play:5 den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten für ein optimales Klangerlebnis an.

Im Test funktionierte das verblüffend gut, der Unterschied zwischen vorher und nachher war deutlich zu hören. Der neue Sonos-Lautsprecher unterstützt Sampling-Raten von bis zu 48 Kilohertz sowie unter anderem Musikdateien in den Formaten MP3, iTunes Plus, WMA, Apple Lossless, Flac, WAV und AIFF. Werden mehrere Play:5 in verschiedenen Zimmern verteilt, so lassen sich diese im Multiroom-Betrieb mit unterschiedlichen Liedern individuell ansteuern. jw

Die Oberfläche des in Schwarz und Weiß erhältlichen Play:5 hat Sonos mit rund 60.000 Löchern überzogen.

Die Oberfläche des in Schwarz und Weiß erhältlichen Play:5 hat Sonos mit rund 60.000 Löchern überzogen.

sonso-wertung

Der Testbericht Sonos Play 5 (Gesamtwertung: sehr gut, Preis/UVP: 580 Euro) ist in audiovision Ausgabe 1-2016 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

sehr gut

Der Sonos Play:5 bietet trotz seiner kompakten Maße ein eindrucksvolles Klang­erlebnis. Die Einrichtung ist ein Kinderspiel, wobei die automatische Raum-Konfiguration überzeugt. Ganz billig ist der Streaming-Spezialist aber nicht.

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