Sony VPL-VW 300 ES (Test)

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Nach dem 18.800 Euro teuren 4K-Debütanten VPL-VW 1000 ES (audiovision 4-2012) unterbot Sony vor gut einem Jahr mit dem merklich kompakteren VPL-VW 500 ES erstmals die 10.000-Euro-Grenze (siehe audiovision 1-2014). Die Japaner decken bisher konkurrenzlos die 4K-Heimkino-Projektion ab und mischen den Markt mit dem VPL-VW 300 ES für rund 7.000 Euro erneut auf. Schließlich kostet er kaum mehr als bisherige Top-Projektoren mit Full-HD-Panels (1.920 x 1.080 Pixel), löst aber viermal mehr Bildpunkte im UHD-Format (3.840 x 2.160 Pixel) sowie das noch etwas breitere 4K-Kinoformat (4.096 x 2.160 Pixel) auf. Das macht der VW 300 ES dank HDMI-2.0-Technik sogar mit allen Bildwiederholfrequenzen zwischen 24 und 60 Hertz sowie der passenden Helligkeit, die für eine entsprechend größere 4K-Leinwand nötig ist. So viel verraten wir vorneweg: Der Fas-zination dieser Bilder kann man sich weder als Laie noch als eingefleischter Cineast entziehen.

Ausstattung und Praxis

sony-pcÄußerlich ist Sonys jüngster 4K-Vertreter identisch mit dem teureren Bruder VPL-VW 500 ES. Das zentrale Zoomobjektiv, flankiert von den zwei großen, leicht nach außen gerichteten Lüfteröffnungen, lässt den schwarzen 14-Kilogramm-Boliden markant erscheinen. Die wenigen Anschlüsse verstecken sich unauffällig an der Seite. Weggelassen wurde die automatische Iris, die beim VW 500 ES den Kontrast in dunklen Szenen dynamisch steigert. Auch die eingesetzte UHP-Lampe ist mit 230 Watt nominal etwas schwächer ausgelegt als die 265 Watt starke Lampe des Bruders. Dessen automatische Bildkalibrierung zur Kompensation der Lampenalterung und die Bildpositionsspeicher („Picture Position Memory“) für die motorische Optik fielen ebenfalls dem Rotstift zum Opfer.

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Wie beim großen Sony-Bruder VPL-VW 500 ES muss man beim Ausrichten und Fokussieren der Projektion genau arbeiten. Dazu haben wir im Menü das interne grüne Testpattern abgeschaltet, um beim Fokussieren unsere eigenen 4K-Testbilder einsetzen zu können.
Im Gegensatz zu großen Flachbildschirmen fordert die Winzigkeit der drei 0,74-Zoll-Panels ihren Tribut: 8,8 Millionen Bildpunkte tummeln sich pro Grundfarbe, was vier Mikrometern pro Pixel entspricht. Das optische System der SXRD-Einheit muss alle drei 4K-Panels für Rot, Grün und Blau über teildurchlässige Spiegel möglichst deckungsgleich zusammenführen, was nicht ganz ohne Farbsäume gelingt.

Dem lässt sich im Menü „Panel-Abgleich“ entgegenwirken, welches rote oder blaue Farbsäume wahlweise global oder selektiv mit 0,1 Pixel Genauigkeit gegenüber Grün nachregelt. Dazu blendet der Sony ein Gittertestbild ein, das im Unterschied zu natürlichen Szenen selbst kleinste Farbdeckungsfehler erkennbar werden lässt. Farbsäume oder – je nach Schärfe- und Rauschfilterung – leicht eingefärbte Muster lassen sich ein wenig entschärfen, aber nie ganz beseitigen. Auch die Einstellungen für Auflösung und Rauschfilter im Menü „Realismus“ oder der globale Schärferegler wirken sich in Form verschieden starker Einfärbungen in gemusterten Farbflächen aus.

Leider können bereits kleinste Differenzen oder Rundungsfehler zwischen den RGB-Kanälen Farbabweichungen hervorrufen, die man bei 4K-Flachbildfernsehern nicht kennt. Auch Ein-Chip-Projektoren mit DLP-Siegelchip wären davor gefeit und könnten feinste Muster kontraststärker auflösen. Entsprechende DLP-Modelle mit 4K-Auflösung kommen aber aufgrund von Lizenzbeschränkungen derzeit nur in professionellen Lichtspielhäusern respektive Kinos zum Einsatz. Sonys Drei-Chip-Technik bietet aber auch Vorteile: Im Unterschied zu einem Ein-Chip-Projektor entfällt das Farbrad und damit die bekannten Regenbogen-Blitzer, was sich auch positiv auf die Darstellung schnell bewegter Motive in Actionstreifen und Co. auswirkt.

Den eindrucksvollen Schärfezuwachs von Sonys 4K-Projektion sieht man am besten, wenn man dem VPL-VW 300 ES eine möglichst große, gut drei Meter breite Leinwand gönnt. Dann erkennt das Auge trotz des nachlassenden Detailkontrasts mühelos feinste Strukturen, während Farbsäume beim Betrachten natürlicher Filmszenen nur selten eine Rolle spielen.

Etwas flau und leicht bunt: Die Optik des VPL-VW 300 löst native 4K-Testbildmuster problemlos auf. Sie erscheinen jedoch aufgrund der Drei-Chip-Projektion leicht gefärbt und etwas flau.

Etwas flau und leicht bunt: Die Optik des VPL-VW 300 löst native 4K-Testbildmuster problemlos auf. Sie erscheinen jedoch aufgrund der Drei-Chip-Projektion leicht gefärbt und etwas flau.

Feintuning gegen Farbsäume: Mit der Nase vor der Leinwand lassen sich kleine Farbdeckungsfehler wahlweise global oder selektiv in 153 Zonen reduzieren.

Feintuning gegen Farbsäume: Mit der Nase vor der Leinwand lassen sich kleine Farbdeckungsfehler wahlweise global oder selektiv in 153 Zonen reduzieren.

Ansonsten nutzt der VPL-VW 300 ES die gleiche bewährte SXRD-Technik mit drei 0,74 Zoll großen LCoS-Panels (Liquid Crystal on Silicon). Sie liefern horizontal 256 Pixel mehr als übliche UHD-Fern-seher mit vierfacher Full-HD-Auflösung, also 4.096 statt 3.840 Bildpunkte. Das breitere 4K-Panel zeigt ein von 1,78:1 (16:9) auf 1,89:1 (17:9) erhöhtes Seitenverhältnis, welches dem DCI-Standard der Hollywood-Studios entspricht. Spielt man heute übliche Filme von Blu-ray-Discs im Cinemascope-Format ab, skaliert der Sony diese per Tastendruck zu einem größeren und breiteren 21:9-Bild.

Zweimal HDMI 2.0: Das Anschlussterminal kommt ohne analoge Eingänge aus. Die HDMI-Schnittstellen schwächeln zwar bei Halbbildsignalen, dafür nimmt der Sony VPL-VW 300 ES 4K-Signale mit beliebigen Bildraten zwischen 24 und 60 Hertz entgegen.

Zweimal HDMI 2.0: Das Anschlussterminal kommt ohne analoge Eingänge aus. Die HDMI-Schnittstellen schwächeln zwar bei Halbbildsignalen, dafür nimmt der Sony VPL-VW 300 ES 4K-Signale mit beliebigen Bildraten zwischen 24 und 60 Hertz entgegen.

Dagegen lassen viele 4K-Clips und Camcorder-Videos im 16:9-Format die zusätzlichen 256 Pixel an der Seite ungenutzt, was die Frage nach dem idealen Leinwand-Format nicht gerade vereinfacht. Für eine automatische Anpassung verschiedener 4K-Formate auf einer konventionellen 16:9-Fläche hätten Bildpositionsspeicher gute Dienste leisten können. Andererseits gelingt die motorische Verstellung von Fokus, Zoom und Bildlage auch per Fernbedienung recht flott. Idealer Partner für den VPL-VW 300 ES wäre eine 17:9-Leinwand, die sich mit einer flexiblen Maskierung seitlich auf das Bildformat einstellen lässt. Hier helfen kompetente Fachhändler und Installationsprofis sicherlich weiter, die im automatisierten Heimkino auch die Zwölf-Volt-Triggerausgänge und Fernsteuerschnittstellen (RS-232 und RJ45) einsetzen.

Der große Zoomfaktor von 2,06:1 und die flexible Bildverschiebung von vertikal 85 beziehungsweise seitlich bis zu 35 Prozent sorgen für Flexibilität bei der Aufstellung des Projektors. Schärfe-Fanatiker werden von diesen Hilfsmitteln dennoch möglichst wenig Gebrauch machen. Wer kann, der projiziert am besten im Weitwinkel (1,35 mal heller aufgrund der größeren Blendenöffnung) und mit minimalem Lens-Shift knapp über die Köpfe der Zuschauer hinweg. Die Abbildungsschärfe reicht zwar nicht an die des Flaggschiffs VPL-VW 1000 ES heran, löst aber selbst in voller Telestellung noch native 4K-Testbildmuster auf. In Telewinkelstellung fällt der Kontrast feinster Linienpaare aber bereits sichtbar ab. Dass feine Muster im Vergleich zu aktuellen UHD-Fernsehern flauer und oftmals leicht eingefärbt erscheinen, liegt auch an der Drei-Chip-Projektion. Hier wirken sich vor allem die Konvergenzproblematik sowie Sonys Schärfefilterung „Reality Creation“ auf die Bildqualität aus (siehe Kasten Seite 23).

Sonys quasi pixelfreie 4K-Projektion steigert auch die Bildwirkung  heutiger Full-HD-Filme deutlich. Dazu setzen die Japaner auf die hauseigenen Bildverbesserungsschaltungen „Reality Creation“ und „Motionflow“. Letztere stellt fünf unterschiedliche Modi bei Full-HD-Signalen bereit, bietet bei Kinozuspielung mit 24 Hertz aber nur den dunkleren Modus „Impuls“ an. Die beleuchtete Fernbedienung greift auf das Motionflow-Menü, das Farbmanagement oder die Spezialmenüs zum Farbraum (Farbraum 1 bis 3 und BT 709) direkt zu. Dies gilt auch für die Gamma- und Farbtemperatur-Einstellungen oder die Umschaltung des Bildformats.

Licht und Farbe

Alle Bildmodi liefern eine ausreichend hohe Lichtausbeute. Das spricht für sorgfältig optimierte Komponenten – manch anderer Projektor halbiert das Licht beim Filtern fehlerhafter Farben. Der Sony schafft im hellsten Bildmodus „Kinofilm 1“ respektable 1.320 Lumen und somit annähernd die Herstellerangabe von 1.500 Lumen. Im Bildmodus „Referenz“ leuchtet er mit satten 1.230 Lumen eine dreieinhalb Meter breite Leinwand aus.

Im Vergleich zum flüsterleisen VW 500 ES rauscht der Lüfter mit 35 Dezibel hörbar lauter. Beim Wechsel des Videoformats wird er zwar leiser, hebt den Geräuschpegel mit der Zeit aber wieder an. Dafür gibt Sony jetzt eine höhere Lampen-lebensdauer an, nämlich maximal 4.000 statt der bisherigen 2.500 Stunden. Der Eco-Modus ist mit rund 25 Dezibel fast so leise wie beim Bruder. Viele Projektoren zeigen hier schlechtere Farben und einen Blaustich, während der VW 300 ES immer noch perfekte Farben bei 6.400 Kelvin liefert. Für drei Meter Bildbreite reichen die hier zur Verfügung stehenden 980 Lumen. In den beiden Motionflow-Modi „Impuls“ und „Kombination“ sinkt die Lichtausbeute um 25 Prozent, im 3D-Modus stehen noch rund 120 Lumen zur Verfügung (siehe Kasten unten).

Die batteriebetriebene 3D-Brille TDG-BT 500A muss man zum Preis von 60 Euro extra ordern. Sie ist ein Leichtgewicht und sitzt angenehm auf der Nase. Im voreingestellten 3D-Bildmodus „Kinofilm 1“ verliert der VPL-VW 300 ES mit rund 120 Lumen etwas mehr Licht als andere 3D-Projektoren von Sony, etwa die günstigeren Modelle HW 40 ES und HW 55 ES. Dafür zeigt der 4K-Einsteiger 3D-Bilder stets in voller Full-HD-Auflösung, während die kleinen Brüder in den beiden hellsten Betriebsarten die Vertikalauflösung halbieren.

Subjektiv glänzen 3D-Fotos im MPO-Format ebenso wie der 3D-Klassiker „Avatar“ mit außergewöhnlicher Schärfe und filmisch feiner Projektion ohne Pixelraster. Die Flugszenen wirken noch plastischer und ruckelfrei, wenn man die zweistufige Motionflow-Schaltung aktiviert. In hellen Bildpartien ist nur ein leichtes 48-Hertz-Flackern erkennbar und die Bilder wirken etwas kühler sowie eine Spur weniger farbintensiv.

Volle Schärfe: Auch im hellsten 3D-Betriebsmodus löst der VW 300 ES vertikale und horizontale Details uneingeschränkt auf. Dank des feinen 4K-Pixelrasters und der Motionflow-Bewegungsglättung entsteht eine filmisch feine und zugleich sehr plastische Bildwirkung.

Volle Schärfe: Auch im hellsten 3D-Betriebsmodus löst der VW 300 ES vertikale und horizontale Details uneingeschränkt auf. Dank des feinen 4K-Pixelrasters und der Motionflow-Bewegungsglättung entsteht eine filmisch feine und zugleich sehr plastische Bildwirkung.

In puncto Farbneutralität legt der Modus „Referenz“ im Farbraum „BT 709“ eine Punktlandung hin: Alle Grund- und Mischfarben weichen mit einem durchschnittlichen Delta-E-Wert von 1,2 kaum vom Soll ab. Im Bildmodus „TV“ wechselt der Sony auf einen leicht erweiterten Farbraum, während die Modi „Kinofilm 1“, „Kino hell“ und der mit kurzer Latenzzeit brillierende Spielemodus deutlich erweiterte Farben einstellen. Noch buntere Bilder zeigt einzig das Preset „TV hell“. Abschließend ermöglicht der Modus „Triluminos“ besonders intensive Farben im Zusammenspiel mit geeigneten Filmen und Blu-ray-Playern.

Flexible Farben: Neben dem naturgetreu voreingestellten Modus „BT.709“ bietet der Sony VPL-VW 300 ES drei verschiede Einstellungen mit leicht bis stark erweitertem Farbraum an.

Flexible Farben: Neben dem naturgetreu
voreingestellten Modus „BT.709“ bietet der Sony VPL-VW 300 ES drei verschiede Einstellungen mit leicht bis stark erweitertem Farbraum an.

Zum Fingerschnippen: Kinotrailer, Konzertmitschnitte und Mario Götzes goldenes WM-Tor spielte Sonys Media­player POP-FMPA 60 zu – in echter 4K-Auflösung ist die Bildwirkung phänomenal.

Zum Fingerschnippen: Kinotrailer, Konzertmitschnitte und Mario Götzes goldenes WM-Tor spielte Sonys Media­player POP-FMPA 60 zu – in echter 4K-Auflösung ist die Bildwirkung phänomenal.

Die „Advanced Iris 3“-Technologie vermissen wir nicht, denn der native On-Off-Kontrast ist auf gut 10.000:1 angestiegen. Die schwarzen Letterbox-Streifen in der düsteren Montenegro-Szene aus „Casino Royale“ wirken satt und tief, die dunklen Äste und Büsche im Wald neben den Gleisen differenziert und keineswegs ausgewaschen. Kontrastschwache Projektoren profitieren von einer dynamischen Iris, Top-Modelle vom Schlage des VW 300 ES brauchen sie nicht. Auch der Im-Bild-Kontrast im Schachbrettmuster erreicht mit 400:1 gute Werte, weshalb der Sony im dunkel getünchten Heimkino stets plakative Bilder projiziert.

Schärfe und Videoverarbeitung

Die beiden HDMI-Schnittstellen eignen sich nicht für SDTV-Halbbildvideos (kompatibel erst ab 576p), verarbeiten dafür aber 1080i-Kinofilme aus dem Sat-Receiver zu sauberen Vollbildern. Bei TV-Material produziert Sonys Videoprozessor leider unruhige Kanten; eine gute Settop-Box mit 1080p-Ausgabe kann hier aushelfen. Was aus unserer Sicht nicht sein müsste, ist die leichte Anschärfung, die das Gerät teilweise selbst bei minimaler Schärfeeinstellung erzeugt.

Full-HD-Signale wirken immerhin feiner, wenn man im Reality-Creation-Untermenü „Datenbank“ den Modus „Mastered in 4K“ aktiviert. In den Einstellungen „Realismus Aus“ und „Schärfe Min“ zeigt der VW 300 ES dagegen wider Erwarten ein eher plakatives Bild. Kinofilme von Blu-rays gefallen am besten, wenn der Blu-ray-Player BDP-S 790 aus gleichem Hause das 4K-Upscaling übernimmt. Besonders eindrucksvoll gelingt das etwa bei der Markusplatz-Szene aus „Casino Royale“: Die winzigen Passanten und die immer feiner nach hinten zulaufenden Konturen der Häuser erscheinen noch eine Klasse filmischer. Alternativ ermöglicht das auf alle 4.096 Pixel hochskalierte Cinemascope-Format „2,35:1 Zoom“ eine weitere Steigerung.

Praktisch und gut: Die blau beleuchtete Fernbedienung des Sony VPL-VW 300 ES wirkt aufgeräumt und übersichtlich, bietet aber dennoch praktische Direkttasten für alle wichtigen Bildfunktionen.

Praktisch und gut: Die blau beleuchtete Fernbedienung des Sony VPL-VW 300 ES wirkt aufgeräumt und übersichtlich, bietet aber dennoch praktische Direkttasten für alle wichtigen Bildfunktionen.

Das größere 17:9-Bild gefällt subjektiv besser, da es die Panelfläche optimal ausnutzt und deshalb knapp sieben Prozent breiter und heller ist – es wirkt dank des immer noch unsichtbaren Pixelrasters sogar fast wie ein echter Zelluloidfilm. Auch die absolut homogene Bildwirkung ohne Randabschattungen, die stets natürlichen Farben und die satten Kontraste begeistern.

4K-Wiedergabe

Für Demozwecke stand uns unter anderem Sonys 4K-Mediaplayer POP-FMPA 60 mit Fußballszenen von WM-Endspiel 2014, Konzertmitschnitten sowie Kinotrailern zur Verfügung. In den besonders eindrucksvollen Totalen erkennt man etwa einzelne Gesichter im Stadion oder kann weiträumige Spielzüge – darunter die Szene, die zum goldenen Tor von Mario Götze führte – in grandioser Übersicht erleben (3.840 x 2.160/60p). Absolutes Live-Feeling kommt auch beim Konzert der Grammy-prämierten Rockband „Muse“ auf, produziert im Format 3.840 x 2.160/50p. Solche 4K-Inhalte deklassieren auch die beste Full-HD-Projektion und katapultieren die Schärfe- und Bildwirkung in eine andere Liga. Das unterstreichen auch die beiden Trailer (3.840 x 2.160/60p) von „Elysium“ und „After Earth“ mit unfassbar scharf wie plastisch wirkenden Einstellungen. Nur natives 4K im Format 4.096 x 2.160/24p fehlte auf der Festplatte.

Ambitionierte Fotografen dürften den Adobe-RGB-Farbraum des großen Bruders VW 1000 ES vermissen. Tüftler behelfen sich mit den beiden erweiterten Farbmodi und regeln im Menü „Farbkorrektur“ Farbton, Sättigung und Helligkeit für sechs Farben nach. Den von UHD-Fernsehern gewohnten Schärfe-Punch liefert der Sony nicht, lässt aber allein durch die schiere Größe der Projektion selbst große 85-Zöller winzig wirken. (ur)

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Der Testbericht Sony VPL-VW300E (Gesamtwertung: 89, Preis/UVP: 7000 Euro) ist in audiovision Ausgabe 1-2015 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

89 sehr gut

Sonys neuer 4K-Spross zählt dank toller Farben und gesteigertem Kontrast zu den besten Projektoren auf dem Markt. Die Bildwirkung echter 4K-Filme auf einer extragroßen Leinwand beeindruckt. Leichte Bildfehler fallen nur geübten Augen auf, liefern angesichts des günstigen Preises für einen 4K-Projektor aber kaum Anlass für Kritik.

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