Onkyo TX-RZ900 (Test)

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Mit 1.600 Euro ordnet sich der TX-RZ900 unterhalb des 400 Euro teureren TX-NR1030 (Test in 3-2015) ein, hat technisch aber teils mehr zu bieten. Zu Dolby Atmos gesellt sich nun auch DTS:X (per Firmware-Update zum Jahresende), mit HDMI 2.0 und HDCP 2.2 ist der Japaner zudem bestens gerüstet für die UHD-Zukunft.

Neue Optik

onkyo-pcAuf den ersten Blick fällt das neue Design auf. Es wirkt markant und bullig, die Reduzierung auf elementare Bedienungselemente empfinden wir als elegant. Statt wie bisher quer über der Front sitzen die Quellenwahltasten nun in Form kleiner Knöpfe über dem Lautstärkerad, aber ihre Beschriftung ist schlecht lesbar. Zwei neue Drehregler links unten erlauben in Verbindung mit Druckknöpfen die schnelle Einstellung von Klangprogrammen sowie von Bass, Treble und Phase Matching Bass.

Geschmacksache sind die neuen silbernen und gerillten Standfüße. Die gleiche Rillenstruktur findet man auch am großen, angenehm laufenden Lautstärkerad, das jedoch etwas flach ausfiel und beim Drehen etwas mehr Grip bieten könnte. Richtig wertig wirkt dagegen die massive Alu-Front des in Silber und Schwarz erhältlichen Boliden, hinter der aus dem Vollen gefrästen Alu-Frontklappe verbergen sich neben wichtigen Bedienungstasten ein Front-HDMI-Eingang, der Kopfhörer-Ausgang sowie die Buchse für das Einmess-Mikrofon.

Die handliche Fernbedienung ist programmierbar, aber nicht beleuchtet. Die sinnvoll gruppierten Tasten dürften etwas größer sein.

Die handliche Fernbedienung ist programmierbar, aber nicht beleuchtet. Die sinnvoll gruppierten Tasten dürften etwas größer sein.

Die MHL-Funktion und der Front-USB-Eingang fielen offenbar Sparmaßnahmen zum Opfer. Da der rückwärtige USB-Port eine Leistung von 1,0 Ampere zur Verfügung stellt, lassen sich an ihm auch iPod und Co. aufladen. Wie von Onkyo gewohnt komfortabel präsentiert sich das übersichtliche und gut lesbare Display samt separater Dezibel- und Kanalmatrix-Anzeige.

Moderne Signalverarbeitung

Im Vergleich zum größeren TX-NR1030 bietet der TX-RZ900 nur sieben statt neun integrierte Endstufen – hier haben Pioneer und Yamaha für dasselbe Geld mehr unter der Haube. So ist man bei Dolby Atmos und DTS:X auf ein Setup mit zwei Höhen-boxen (5.1.2) beschränkt. Wer ein 7.1-System hat, muss auf Sound von oben ganz verzichten.

Leider können auch bei Nutzung der insgesamt neun Vorverstärkerausgänge nicht mehr Kanäle angesteuert werden, denn die interne Signalverarbeitung unterstützt keine größeren Setups. Brachliegende Endstufen sind für Bi-Amping oder die Mehrzonen-Beschallung verwendbar, wobei in Zone 2 auch die Signale des zweiten HDMI-Ausgangs sowie zusätzlich zu den analogen erstmals auch digitale Quellen wiedergegeben werden können.

Überzeugen konnte uns das neu gestaltete Innenleben des 18 Kilo schweren Boliden. Teil des Gewichts ist dem massiven, handgewickelten Ringkerntransformator geschuldet. Dieser, der große Kühlkörper sowie die sieben diskret aufgebauten Monoblock-Endstufenplatinen werden von zwei zwar selten anspringenden, dann aber hörbaren Lüftern mit Frischluft versorgt. Die parallele Gegentaktverstärkung samt dreistufiger invertierter Darlington-Schaltung soll Impulsverzerrungen bei hohen Lautstärken vermeiden, was sich besonders bei niederohmigen Boxen bezahlt macht. Ferner setzt Onkyo auf die selbst entwickelte D/A-Wandler-Schaltung „Vector Linear Shaping Circuitry“, um Impulsrauschen im Analogsignal auszumerzen. Zudem soll die zwischen 5 Hz und 100 KHz arbeitende „Wide Range Technology“ Filterflankeneffekte in den nicht hörbaren Bereich verschieben und so den Klang verbessern.

Musik findet alternativ zum Kabel- oder USB-Weg dank des WLAN-Empfängers auch drahtlos zum Receiver. Der RZ900 unterstützt Apples AirPlay und den DLNA/UPnP-Standard.

Ausstattung und Technik

Für Kino-Sound ist der RZ900 mit Dolby Atmos gerüstet und für DTS:X vorbereitet, Letzteres lässt sich via Online-Update in den kommenden Monaten kostenlos nachrüsten. Das dritte 3D-Tonformat Auro 3D bieten nach wie vor nur Denon und Marantz. Dafür kann der Onkyo mit THX aufwarten, die Select-2-Plus-Zertifizierung garantiert genug Power für mittelgroße Räume (Hörabstände bis vier Meter) und sorgt durch ein passgenaues Absenken der mittleren und hohen Frequenzen für einen runden Klang bei Filmton. Spielnaturen werden zudem den Grafik-Equalizer begrüßen, der neben dem Center und Subwoofer jeweils auf ein Boxenpaar wirkt (Haupt L/R, Height, Surround, Back-Surround). Von den 15 Bändern lassen sich jedoch nur sieben gleichzeitig nutzen, die fünf Bänder des Woofers reichen von praxisnahen 25 bis 160 Hertz.

Erlesene Bauteile: Im neuen Onkyo sorgen ein handgewickelter Trafo, ein großer Kühlkörper und zwei leistungsstarke Kondensatoren für optimale Kraftausbeute.

Erlesene Bauteile: Im neuen Onkyo sorgen ein handgewickelter Trafo, ein großer Kühlkörper und zwei leistungsstarke Kondensatoren für optimale Kraftausbeute.

Der Dolby-Dekoder lässt viel Auswahl bei der Positionierung der Höhenboxen, neben Top-Front, Top-Middle und Top-Back werden auch Front-High und Back-High-Positionen unterstützt. Natürlich können auch Aufsatzlautsprecher (Dolby Enabled Speakers) auf den Front-, Surround- oder Back-surround-Boxen platziert werden. Die Lautsprecherabstände lassen sich in 3-Zentimeter-Schritten definieren – das ist gut, aber 1-Zentimeter-Schritte würden eine noch peniblere Aufstellung ermöglichen. Die Kanalpegeljustierung mit 0,5-Dezibel-Schritten ist dagegen optimal, der laute Testtongenerator lässt sich beim Einpegeln allerdings nicht abschalten. Die Übernahmefrequenzen für Bässe sind für alle Boxen individuell von 40 bis 200 Hertz einstellbar; sogar bei den Höhenboxen. Der Subwoofer lässt sich zudem in der Phase um 180 Grad invertieren. Ein zusätzlicher Krawallmacher kann über den zweiten Sub-Pre-out angeschlossen, im Menü aber nicht separat geregelt werden.

onkyo-innenleben

Besagtes Onscreen-Menü wirkt mit weißem Text auf schwarzem Hintergrund etwas bieder, ist aber funktional und verständlich. Über die Home-Taste „Q“ der Fernbedienung gelangt man ins Schnellmenü, das sich über das laufende Bild legt, dort findet man die wichtigsten Audioeinstellungen, darunter die Klangprogramme, die Lip-Sync-Funktion sowie die Aktivierung der AccuEQ-Einmessung und des Equalizers. Die programmierbare Fernbedienung liegt gut in der Hand, nach wie vor sind die Tasten aber etwas klein. Via Onkyo Remote App kann man den RZ900 auch komfortabel über sein Smartphone oder Tablet steuern.

Web-Interface: Hier kann man u.a. ein AirPlay-Passwort und die Maximallautstärke für Musikdienste festlegen.

Web-Interface: Hier kann man u.a. ein AirPlay-Passwort und die Maximallautstärke für Musikdienste festlegen.

Web-Radio: Das große Live-Bildschirm-Logo des tuneIn-Radios gefällt. Ansonsten gibt sich die Optik schlicht.

Web-Radio: Das große Live-Bildschirm-Logo des tuneIn-Radios gefällt. Ansonsten gibt sich die Optik schlicht.

App-Steuerung: Über Onkyos Remote App lässt sich der RZ900 auch bequem über das Smartphone bedienen.

App-Steuerung: Über Onkyos Remote App lässt sich der RZ900 auch bequem über das Smartphone bedienen.

Video und Multimedia

Mit HDMI 2.0 und an den HDMI-Eingängen eins bis fünf auch HDCP 2.2 ist der Onkyo bestens für die UHD-Zukunft gewappnet, 4K-Signale leitet er mit bis zu 60 Hertz und 4:4:4-Farbraum weiter. Auf eine interne Videoverarbeitung samt Bildregler und 4K-Upscaling muss man allerdings verzichten – in dieser Preisklasse überraschend, um es nett zu formulieren. Mehr als ein „befriedigend“ ist darum in der Kategorie „Videoverarbeitung“ nicht drin. Dafür unterstützt der Audioplayer via USB viele Formate wie MP3, WMA, AAC, WAV, FLAC, ALAC und Ogg Vorbis und erkennt sogar NTFS-Sticks. Weiterhin etwas unübersichtlich präsentiert sich das Internet-Radio von tuneIn, dem beispielsweise eine Deutschland-Komplettliste fehlt. Praktisch ist das Speichern von Favoriten via Web-Interface und die tuneIn-Webseite. Darüber hinaus bietet der Onkyo die Bezahldienste Pandora, Spotify und Deezer; Aupeo! fehlt allerdings.

audiovision: Worin unterscheidet sich der TX-RZ900 audiotechnisch von bisherigen Onkyo-Receivern dieser Preisklasse?

Yoshihisa Fukae, Global Marketing Coordinator bei Onkyo

Yoshihisa Fukae,
Global Marketing Coordinator bei Onkyo

Fukae: Wenn man unsere Modellreihe vom letzten Jahr als Vergleich nimmt, ordnet sich der TX-RZ900 zwischen dem TX-NR838 und dem TX-NR1030 ein. Der TX-RZ900 orientiert sich an der Bauweise unserer High-End-Receiver, mit separaten Verstärker- und Signalverarbeitungs­blöcken für eine besonders stabile und kraftvolle Klangreproduktion. Darüber hinaus haben wir beim RZ900 im Verstärkerblock einen massiven Ringkerntransformator eingebaut und erreichen damit bei der Stromversorgung dasselbe Level wie beim TX-NR5010. Im Schaltkreis für die Signalverarbeitung kommt ein El-Transformator zum Einsatz. Wir nennen dieses System zur Vermeidung von Interferenzen digitaler und analoger Signale „Isolated Power Supply“.

Wie ist die VLSC-Schaltung aufgebaut?
VLSC entfernt das digitale Impulsrauschen vollständig und sorgt für ein pures analoges Signal. Herkömmliche Filter reduzieren das bei der Digital-/Analog-Wandlung erzeugte digitale Impulsrauschen, können es aber nicht vollständig entfernen. Die von Onkyo entwickelte „Vector Linear Shaping Circuitry“-Technologie behebt dieses Problem: Die Daten werden über einen Signalvergleichsgenerator kontinuierlich zwischen zwei Abtastpunkten erfasst. Der Unterschied wird in Echtzeit mit Analogvektoren kombiniert, um ein glattes Ausgangssignal zu erzielen. Das Resultat ist ein reines analoges Signal, das praktisch frei von Pulsrauschen ist.

Worin liegt der Unterschied zu anderen Audio-Up­scaling-Schaltungen wie Denons AL24-Processing?
Es handelt sich hier um keine Upscaling-Schaltung, vielmehr um eine Filter-Schaltung. Die meisten Hersteller arbeiten nur mit Tiefpassfiltern, um das bei der DA-Wandlung entstehende Impulsrauschen zu reduzieren. Im Gegensatz dazu erstellt VLSC das originale analoge Signal aus dem Signalvektor neu – im Ergebnis kann hierdurch das aus der DA-Wandlung resultierende Impulsrauschen komplett eliminiert werden.

Führt die „parallele Gegentakt-Verstärkung“ der Frontkanäle zu höherer Verstärkerleistung auf diesen Kanälen? Oder verbessert sie dort den Klang?
Die parallele Gegentakt-Verstärkung sorgt für unmittelbar verfügbaren Hochstrom. Hoher Ausgangsstrom bedeutet eine hohe Antriebsleistung zur Steuerung der Lautsprecher. Manchmal geht die Impedanz der Lautsprechertreiber auf fast 0 Ohm, in diesem Fall muss der Verstärker eine extrem hohe Stromstärke ausgeben können, um die Lautsprecher richtig anzusteuern. Wir haben daher dieses spezielle System in unseren TX-RZ900 integriert, um Lautsprecher besonders kraftvoll und akkurat steuern zu können.

Wenn der Verstärker einen weit über den Hörbereich hinausgehenden Arbeitsbereich hat, erhöht das dann nicht die Gefahr, dass normalerweise unhörbare Störsignale wieder hörbar werden?
Unsere Absicht war es, die Phasenverschiebung bei niedrigen Frequenzen zu vermeiden. Unsere Technologie sorgt dafür, dass der „Roll off“-Punkt unter der Hörpegelfrequenz liegt – durch die so geschaffene phasenverschiebungsfreie Verstärkung wird ein außergewöhnlich klares und realistisches Klangbild erzeugt – das war unsere Priorität. Außerdem sind wir der Meinung, dass es nur zwei Fälle gibt, in denen unhörbare Signale hörbar werden. Das sind zum einen Wind­geräusche bei Lautsprechern, zum anderen Lautsprecher-Vibrationen. Kurz gesagt, beide Fälle haben nicht den Verstärker als Ursache, sondern die Lautsprecher.

Viel Leistung, toller Sound

Bei der Leistungsmessung überraschte der Onkyo mit enormen Leistungsreserven, 130 Watt an 6 Ohm im 5-Kanalbetrieb und 141 Watt an 4 Ohm im 7-Kanalmodus verweisen selbst Onkyos 2.500-Euro-Flaggschiff TX-NR3030 in die Schranken. Mit einer Gesamtleistung von knapp 1.000 Watt unter der Haube musiziert der RZ900 dann auch kraftvoll, dynamisch, anspringend-lebendig und mit leicht warmem Einschlag. Auch ohne Subwoofer und bei hohem Pegel machte der runde Klang bei Steely Dans „Gaslighting Abbie“ enorm Spaß und ließ die Membranen unserer Nubert Boxen mit-tanzen; unten herum sorgte der Onkyo für kräftige wie kontrollierte Bässe, während die Höhen fein aufgelöst, lebendig und geschmeidig aufspielten. Die zuschaltbare „Phase Matching Bass“-Funktion dickte den Klang für unseren Geschmack zu stark ein, eignet sich aber gut, um schwachbrüstige Aufnahmen aufzupeppen.

Gleich elf Lautsprecher lassen sich am TX-RZ900 verkabeln, nur sieben sind aber zeitgleich aktiv. Der zweite HDMI-Ausgang kann auch für eine zweite Hörzone verwendet werden, fünf der sieben HDMI-2.0-Eingänge sind HDCP-2.2-fähig. Zu zwei koaxialen und drei optischen Digitaleingängen gesellt sich auch ein analoger Phono-Eingang.

Gleich elf Lautsprecher lassen sich am TX-RZ900 verkabeln, nur sieben sind aber zeitgleich aktiv. Der zweite HDMI-Ausgang kann auch für eine zweite Hörzone verwendet werden, fünf der sieben HDMI-2.0-Eingänge sind HDCP-2.2-fähig. Zu zwei koaxialen und drei optischen Digitaleingängen gesellt sich auch ein analoger Phono-Eingang.

In Durchgang 2 musste das Einmess-System AccuEQ ran. Leider konnte es nicht vollends überzeugen. Denn selbst nach dem dritten Einmess-Versuch mutete die Automatik unserem XXL-Center nur 120 Hertz zu, die Rears wurden bei zu hohen 180 Hertz gekappt. Was den Boxen damit an Brustton fehlte, quittierte der bis 180 Hertz hinaufspielende Subwoofer mit eingedickten Bässen. Nichts zu bemängeln gab es dagegen an der Frequenzgangentzerrung und der automatischen Pegeljustage. Nach der manuellen Korrektur der Crossover-Frequenzen rotierte die „DTS Demo Disc 2015“ im Player, das Effektgewitter beim Roboterangriff auf den Rebellenbunker in „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ hievte der Onkyo mit groß aufgespannter Räumlichkeit und solch brachialer Wucht in den Hörraum, dass die Deckenverkleidung unseres Hörraums vibrierte. Bei aktiviertem THX klangen die Höhen minimal angenehmer, was zum noch lauteren Hören einlud.      

Mit seinen sieben integrierten Endstufen befeuert der RZ900 standardmäßig ein 7.1- oder ein 5.1.2-Boxensetup. Dank elf Lautsprecherklemmen können zwar zwei Höhen- und vier Surround-Boxen gleichzeitig verkabelt werden, sind bei Atmos-Ton die Höhenboxen aber aktiv, bleiben die Back-Surrounds stumm. Umgekehrt gilt dasselbe: Liegt ein normales 7.1-Signal an, schaltet der Onkyo die Höhenboxen ab und befeuert alle vier Surround-Speaker. Über die Home-Taste „Q“ auf der Fernbedienung kann man über das Onscreen-Display zwischen der Höhen- und Back-Rear-Ausgabe wählen, je nach Wunsch aktiviert bzw. deaktiviert der Onkyo das entsprechende Boxenpaar – und das unabhängig vom eingehenden Signal. So lässt sich zum Beispiel auch über den Dolby-Surround-Upmixer aufgeblasene Stereo-Musik wahlweise mit Höhen-Speakern oder zugeschalteten Back-Surround-Boxen hören. Die Kanal-Symbolanzeige am Verstärker-Display informiert gewissenhaft über die gerade aktiven Lautsprecher.

Natürlich wollten wir wissen, ob sich der RZ900 dank neun Vorverstärkerausgängen auf ein Atmos-Setup mit 7.1.2-Kanälen erweitern lässt; im Boxenkonfigurationsmenü wird diese Option angeboten. Stutzig machte uns jedoch die Buchsenbeschriftung der entsprechenden Pre-outs mit „BACK or HEIGHT“ – was sich bewahrheiten sollte: So legt der RZ900 bei aktivierten Höhenboxen das Höhensignal auf die Vorverstärkerausgänge, bei aktivierten Back-Surround-Boxen das Back-Rear-Signal. Daher bleibt es bei der Qual der Wahl zwischen 7.1- und 5.1.2-Sound.

Wer zwei oder vier Höhenkanäle zusätzlich zum 7.1-Setup fahren möchte, muss bei Onkyo derzeit zu den größeren Modellen TX-NR1030 (Test in 3-2015) oder TX-NR3030 (Test in 11-2014) greifen.

Die Boxenkonfiguration des RZ900 bietet die Option für ein 7.1.2-Setup. In der Praxis lassen sich jedoch die Höhen-Boxen und Back-Surround-Laut­sprecher nicht gleichzeitig betreiben – trotz entsprechender Vorverstärkerausgänge.

Die Boxenkonfiguration des RZ900 bietet die Option für ein 7.1.2-Setup. In der Praxis lassen sich jedoch die Höhen-Boxen und Back-Surround-Laut­sprecher nicht gleichzeitig betreiben – trotz entsprechender Vorverstärkerausgänge.

Über die „Q“-Taste der Fernbedienung gelangt man ins „Quick Setup“ des Onscreen-Displays, wo im Reiter „Audio“ unter „Lautsprecher-Layout“ zwischen aktiven Höhen- oder aktiven Back-Suround-Boxen gewählt werden muss. Beides zusammen geht nicht.

Über die „Q“-Taste der Fernbedienung gelangt man ins „Quick Setup“ des Onscreen-Displays, wo im Reiter „Audio“ unter „Lautsprecher-Layout“ zwischen aktiven Höhen- oder aktiven Back-Suround-Boxen gewählt werden muss. Beides zusammen geht nicht.

Tonqualität Stereo

Auch bei Stereo-Musik schmeichelt der audio-phile Onkyo mit seinem ausgewogenen, lebendigen  und kraftvollen Sound. Nach Korrektur der von der Einmess-Automatik unterschiedlich ermittelten Distanzwerte für die linke und rechte Frontbox stellte sich auch eine präzise Mittenortung ein. Über S/PDIF musizierte der RZ900 minimal hochauflösender als bei analoger Zuspielung, wo die D/A-Wandlerqualität des Quellgeräts den Klang mitverantwortet. (ao/fg)

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onkyo-wertung

AuVi_AWARD-Highlight

Der Testbericht Onkyo TX-RZ900 (Gesamtwertung: 88, Preis/UVP: 1600 Euro) ist in audiovision Ausgabe 11-2015 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

88 sehr gut

Onkyos neuer 7.2-Oberklasse-Receiver punktet mit tadelloser Verarbeitung, enormen Kraftreserven und sattem Sound. Nur an der Einmess-Automatik sollten die Japaner noch etwas feilen.

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