Leserfrage: Angabe des Input Lag?

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Hallo liebes audiovision-Team, vorweg erst mal ein großes Lob: Ich finde eure Zeitschrift ist die beste ihrer Art im deutsch­sprachigen Raum.

Trotzdem kann man ja immer noch besser werden. Ich, wie vermutlich viele andere auch, nutzen ihren Flachbild-Fernseher nicht nur zum Filmeschauen, sondern auch für Video­spiele. Hier gebt ihr zwar die für die Bewegungs­schärfe wichtigen Hertz-Raten der Bildfrequenz an, übergeht aber die für Gamer wichtige Angabe zum Input Lag bzw. zur Minimal-Latenz. Auf den Internetseiten der Hersteller findet man hierzu in der Regel leider auch keinerlei Angaben, deswegen wäre es aus meiner Sicht umso wichtiger, das ihr diese ermittelt. Wäre das möglich, zumindest bei euren ausführlichen TV-Gerätetests?  Holger Fischer, per E-Mail

audiovision: Als „Input Lag“ bezeichnet man die durch die Signal­verarbeitung des Fernsehers hervorgerufene Bildverzögerung, deren Dauer vom Modell und der jeweiligen Einstellung abhängt.

Beim Filme- oder Fußballschauen spielt sie keine Rolle, da Fernseher oder Receiver den Ton passend zum Bild verzögern, wodurch man von der Differenz nichts bemerkt. Bei Video­spielen, wo schnelle und präzise Reaktionen gefragt sind, kann ein zu hoher Input-Lag-Wert dagegen stören. Bei allen Fernsehern lässt sich diese Verzögerung durch passende Einstellungen auf ein Minimum reduzieren: Diese wird häufig als „Spiele“- oder „Gaming“-Modus bezeichnet. Bei manchen Geräten findet sich auch eine Menü-Option, bei der man zwischen „Video“ und „PC“ (weniger Latenz) wechseln kann.

Auch wenn die Angabe des Input Lag unter Heimkino-Gesichtspunkten keine Rolle spielt, ist es eine Überlegung wert, zumindest bei ausführ­lichen Einzeltests bzw. unserem Test des Monats diese Messung durchzuführen. Gerne würden wir hierzu auch die Meinung anderer Leser erfahren, schreiben Sie uns eine Mail oder tauschen sich in unserem Forum über das Thema aus.

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