Sharp: Abschied vom US-TV-Geschäft

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Sharp: Abschied vom US-TV-GeschäftDer Ausverkauf traditioneller TV-Hersteller geht weiter. Jetzt hat sich auch Sharp von seinem Geschäft mit Flachbildfernsehern in Nord- und Südamerika getrennt. Der chinesische Unterhaltungselektronik-Konzern Hisense übernimmt das TV-Geschäft der Japaner, der Kauf umfasst Sharps Fertigungsstätte in Mexiko sowie die Verwendung des Markennamens Sharp in beiden Regionen. Das bedeutet, dass zwar auch in Zukunft Sharp-Fernseher in Nord- und Südamerika erhältlich sein werden, allerdings mit Technik aus dem Hause Hisense.

Die Chinesen erwarten durch die Übernahme einen Umsatzzuwachs von zwei Milliarden US-Dollar. Nach eigenen Angaben hat sich Hisense seit seiner Gründung im Jahr 1969 zum TV-Marktführer im chinesischen Heimatmarkt und zum aktuell viertgrößten TV-Hersteller weltweit entwickelt.

Sharp, gegründet 1912, gilt als einer der Pioniere im Geschäft mit Fernsehern und gehörte zu den ersten Produzenten von Flat-TVs mit LCD-Technik. Allerdings kämpft das Traditionsunternehmen seit vielen Jahren ums Überleben, tausende Stellen wurden bereits abgebaut, immer wieder war Sharp auf frisches Kapital angewiesen. Auf den europäischen Markt hat der Deal mit Hisense keine Auswirkungen: Hier hat sich Sharp aus der Produktion von Flat-TVs schon zurückgezogen, mittlerweile fertigt der slowakische Hersteller Universal Media Flachbildfernseher unter dem Markennamen Sharp.

Die zunehmende Konkurrenz aus Korea mit Samsung und LG, aber auch Billig-Produzenten aus China machen seit einigen Jahren nicht nur Sharp das Leben schwer. Pioneer hat sich vom TV-Geschäft ganz verabschiedet, Philips stellt seine Fernseher inzwischen genauso wenig selbst her wie Toshiba in Zukunft für Europa.

Sharp: Abschied vom US-TV-Geschäft
Sharp-Fernseher werden in Zukunft für den nord-
und südamerikanischen Markt von Hisense gefertigt.

 

 

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