Amazon zündelt wieder

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Amazon zündelt wiederMit dem Fire TV Stick hat Amazon den zweiten Streaming-Player im Sortiment. Wir haben den kompakten wie preiswerten HDMI-Adapter unter die Lupe genommen.

Vor gerade mal sieben Monaten brachte Amazon mit Fire TV seinen ersten Streaming-Player auf den deutschen Markt. Jetzt steht mit dem Fire TV Stick eine kompaktere Lösung bereit, um tausende Filme auf den Fernseher zu holen.

Der 39 Euro teure Adapter mit Dual-Core-Prozessor, einem Gigabyte Arbeits- und acht Gigabyte Datenspeicher wird wie der konkurrierende Google Chromecast in eine freie ­HDMI-Buchse am TV gesteckt. Den Strom bezieht der 25,1 Gramm leichte Winzling über ein eigenes Netzteil. An Bord befinden sich Dualband-WLAN mit zwei Antennen und Bluetooth 3.0. Praktisch: Jeder Käufer erhält einen bereits auf sein Amazon-Kundenkonto vorregistrierten Stick. So muss bei der Installation lediglich das WLAN-Netzwerk ausgewählt werden. Die Menüoberfläche kennt man schon von Fire TV: Auf der Startseite warten die Rubriken „Filme“, „Serien“, „Watchlist“, „Bibliothek“, „Spiele“, „Apps“, „Fotos“ und „Einstellungen“. Da bleiben keine Fragen offen. Positiv überrascht die Geschwindigkeit, mit der man von Kachel zu Kachel navigieren kann: Wartezeiten sind hier Fehlanzeige, jeder Befehl wird prompt ausgeführt. Auch Filme starten faktisch ohne Verzögerung – ein Verdienst der cleveren „ASAP“-Funktion (Advanced Streaming and Prediction), die das Nutzerverhalten des Zuschauers auswertet und interessante Streifen zum sofortigen Abruf bereitstellt.

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Sehr handliches Duo: Der Fire TV Stick und die mitgelieferte
Fernbedienung passen problemlos in eine Hosentasche.

Prime-Abonnenten (49 Euro/Jahr) haben Zugriff auf tausende Filme und Serien wie beispielsweise „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ in HD-Auflösung bis 1.080p. Nicht-Mitglieder können den Streifen für 3,99 in HD ausleihen oder für 9,99 Euro kaufen. Die Bildqualität kommt nicht ganz an eine Blu-ray heran, überzeugt aber durch natürliche Farben, gute Schärfe und eine ordentliche Raumtiefe. Neben Stereo unterstützt der Fire TV Stick auch Dolby Digital Plus mit maximal 7.1 Kanälen. Ein Wechsel der Tonspur war in unserem Test nicht möglich.

Zusätzlich zum eigenen Filmangebot gestattet Amazon unter anderem den Zugriff auf Netflix, die Mediatheken von ARD und ZDF, YouTube, Zattoo, Clipfish, Spotify und Putpat. Mittels X-Ray haben Zuschauer die Möglichkeit, Informationen über Schauspieler und Filmmusik abzurufen. Dazu greift der Stick auf die Datenbank von IMDb mit mehr als 180 Millionen Einträgen zu. jw

 

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Der neue Streaming-Stick zeigt in
einer eigenen Rubrik alle aktuellen Filme mit diversen Zusatzinfos übersichtlich an.

Sprachsuche per App
Im Gegensatz zum Signalgeber der 99 Euro teuren Fire TV Box beherrscht die Fernbedienung des Fire TV Sticks keine Steuerung per Sprache. Wahlweise können Benutzer die knapp 30 Euro teure Sprachfernbedienung hinzukaufen oder ihr Tablet bzw. Smartphone mit der für iOS und Android kostenlosen Fire-TV-Fernbedienungs-App aufrüsten. So gelingt es zuverlässig, das System nach Serien, Filmen, Schauspielern oder unterschiedlichen Genres zu durchforsten. Im Test reagierte der Fire TV Stick sehr zuverlässig und lieferte präzise Ergebnisse. Pfiffig: Durch Wischbewegungen auf dem Display von Smartphone und Tablet gelingt die komplette Navigation durch sämtliche Menüs des Fire TV Sticks.

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Gehorcht aufs Wort: Die Sprachsuche wird per Gratis-App ermöglicht.

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