Linn: Audio-Player mit „Space Optimisation“

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Linn: Audio-Player mit „Space Optimisation“Im Münchener Maritim Hotel präsentierte der schottische Hersteller Linn einem Dutzend Fachjournalisten, darunter AV-Redakteur Florian Goisl, seine neuen Netzwerk-Audioplayer. Die überarbeiteten DS-Modelle der Baureihen Klimax, Akurate und Majix (ab 2.000 Euro) wurden zur Klangsteigerung mit einer Clocking-Architektur sowie einem optimierten Schaltungslayout mit weniger Bauteilen, kürzeren Signalwegen und reduziertem Jitter versehen. Als Innovation gibt es die „Space Optimisation” für alle DS-Player als kostenloses Software-Upgrade. Der Name steht für „Speaker Placement And Custom Environment”, also die Lautsprecher-Aufstellung und individuelle Hörumgebung.

    Eine von Linn entwickelte Software ermittelt anhand der Raumabmessungen die zu erwartenden Dröhnfrequenzen und senkt diese engmaschig, zum Beispiel mit einer Bandbreite von einer 1/50 Oktave ab. Dabei lassen sich beliebig viele Filter bis 200 Hertz verwenden. Die Einstellungen werden in die Player überspielt, einen PC benötigt man zur Konfiguration. Die wiederum führt der Fachhändler vor Ort beim Kauf eines Players kostenlos durch. Durch den entschlackten Bass verbessert sich die Präzision des Klangs im gesamten Frequenzbereich, wie die Schotten im Vergleich vorführten. Außerdem ermittelt die Space Optimierung auf Basis des Lautsprechermodells die innerhalb eines einzugrenzenden Bereichs ideale Boxen-Platzierung. Derzeit ist die Technik nur für Stereo-Systeme verfügbar, es sei aber prinzipiell denkbar, dass sie auch bei den Mehrkanal-Systemen einziehen könnte, wie Linn-Vertriebler Ulrich Michalik anmerkt. Bislang umfasst die Space-Datenbank 19 Linn- und 23 Lautsprecher anderer Hersteller, wobei Linn zukünftig „praktisch jeden Lautsprecher” unterstützen möchte.

    Noch größeres Tuning-Potenzial versprechen die Digitalfrequenzweichen namens Exaktbox. Diese unterstützen zahlreiche Lautsprecher aus dem Hause Linn und seit Neuestem auch die B&W 802 Diamond und Kudos Titan II. Bei einem Digitalweichen-System wird jedes Lautsprecher-Chassis von einem eigenen Verstärker angesteuert. Die Filterung des Audiosignals erfolgt nicht nach der Verstärkung mit verlustbehafteten passiven Bauteilen, sondern vorher mittels Digitalfiltern, die präziser filtern und Einschwing- und Phasenverhalten optimieren. Dass sich dadurch tatsächliche Klangvorteile ergeben, demonstrierte Linn an der B&W 802, die einmal mit passiver, einmal mit digitaler Weiche aufspielte.

Linn: Audio-Player mit „Space Optimisation“

Linn-Manager Mark Hanson demonstriert, wie sich die Anti-Modenfilter ihrer Player auswirken.

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